Sky Sport wird am Freitag, den 15. Mai 2026, eine dreiteilige Dokumentarserie mit dem Titel "Toro 1976. Lassù qualcuno ti ama" ausstrahlen, die an den 50. Jahrestag von Torinos siebten und letzten Serie-A-Titel erinnert. Die Serie wird auf Sky Sport Legend um 21:00 und 22:00 Uhr ausgestrahlt und ist on demand über Now verfügbar.
Der Scudetto 1975/76 nimmt in der Geschichte von Torino einen besonderen Platz ein. Es war der erste Meistertitel des Vereins seit der Superga-Tragödie von 1949, die das legendäre Grande Torino auslöschte. Unter Trainer Gigi Radice spielte Torino einen innovativen Pressing- und Angriffsstil, der ihr den Spitznamen "operaia" (Arbeiterklasse) im Gegensatz zum reicheren Juventus, unterstützt von der Familie Agnelli, einbrachte. Präsident Orfeo Pianelli und Direktor Beppe Bonetto bauten eine Mannschaft aus Eigengewächsen und klugen Verpflichtungen auf.
Die Dokumentation taucht in die Persönlichkeiten ein, die diese Mannschaft prägten. Torhüter Luciano Castellini, die Verteidiger Roberto Salvadori und Giuseppe Pallavicini, die Mittelfeldspieler Claudio Sala, Patrizio Sala, Renato Zaccarelli und Eraldo Pecci sowie das torhungrige Sturmduo Paolo Pulici und Francesco Graziani sind zentrale Figuren. Ihre Geschichten werden durch Interviews mit ehemaligen Spielern, Journalisten und Persönlichkeiten wie Fabio Capello erzählt, der ihnen als Juventus-Mittelfeldspieler gegenüberstand.
Der Titel "Lassù qualcuno ti ama" wurde ursprünglich von Gian Paolo Ormezzano für Tuttosport am Montag nach dem Titelgewinn konzipiert und richtete einen Gedanken an das Grande Torino. Die Dokumentation verwendet diesen Satz, um die Vergangenheit und Gegenwart des Vereins zu verbinden. Die Kreativagentur von Sky hat künstliche Intelligenz eingesetzt, um historische Fotos zum Leben zu erwecken und Momente aus der Saison nachzubilden, mit Zustimmung der Beteiligten – eine Premiere für eine Sky-Sport-Dokumentation.
Die Saison 1975/76 war eine Comeback-Geschichte. Nach einem schwierigen Start startete Torino eine Siegesserie, die in einem entscheidenden Derbysieg gegen Juventus gipfelte. Am letzten Spieltag im Stadio Comunale gegen Cesena sicherte sich die Mannschaft vor einer leidenschaftlichen Menge den Titel. Die Dokumentation enthält nie zuvor gesehenes Filmmaterial dieses entscheidenden Spiels.
Die Verbindung der Mannschaft zur Superga-Tragödie ist tief. Nach dem Titelgewinn gingen die Spieler, begleitet von Fans, am 17. Mai zur Basilika von Superga, um den gefallenen Invincibili zu huldigen. Dieses Ritual machte den Scudetto nicht nur zu einer sportlichen Leistung, sondern auch zu einer spirituellen für die Stadt.
In der Dokumentation kommen Familienmitglieder zu Wort: Cristiana Ferrini, Tochter von Kapitän Giorgio Ferrini, und Mariella Scirea, Witwe von Gaetano Scirea, der für Juventus spielte. Weitere sind der Schriftsteller Giuseppe Culicchia, der Kritiker Aldo Grasso, der Entertainer Piero Chiambretti und Valter Pianelli, Neffe des Präsidenten. Ihre Perspektiven bieten eine vielschichtige Sicht auf die Ära.
Die Serie ist ein Projekt unter der Leitung von Sky-Sport-Direktor Federico Ferri, mit Koordination und Interviews von Paolo Aghemo, Regie führen Massimo Bomprezzi und Andrea Parini. Der Einsatz von KI markiert einen technologischen Sprung in Sportdokumentationen und zielt darauf ab, ein immersives Erlebnis zu bieten.
Für Torino-Fans ist diese Dokumentation eine Gelegenheit, den letzten großen Triumph des Vereins noch einmal zu erleben. Während die Mannschaft derzeit in der Serie A spielt, aber weit von Titelambitionen entfernt ist, bleibt der Scudetto von 1976 eine goldene Erinnerung. Die Serie unterstreicht das bleibende Vermächtnis dieser Mannschaft, die noch immer als eine der beliebtesten im italienischen Fußball gefeiert wird.
Zum 50. Jahrestag verspricht "Toro 1976. Lassù qualcuno ti ama" ein Muss für Fußballhistoriker und Torino-Anhänger zu sein. Die drei Episoden sind ab dem 15. Mai auf Sky und Now verfügbar.
Basierend auf Berichterstattung von Tuttosport.