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Turin jagt Falcone und Montipò; D'Aversa-Faktor entscheidend

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Turin plant einen Umbau im Tor mit Gesprächen über Falcone und Montipò. Falcone zeigt sich offen für ein Projekt unter D'Aversa, während Lecce um den

Turin verschwendet keine Zeit bei der Zusammenstellung des Kaders für die kommende Saison, wobei die Torhüterposition als oberste Priorität gilt. Laut Tuttosport haben die Granata ihre Bemühungen um Wladimiro Falcone von Lecce intensiviert und gleichzeitig Sondierungsgespräche mit Hellas Verona über Lorenzo Montipò aufgenommen. Diese Schritte signalisieren eine klare Absicht, die letzte Verteidigungslinie zu überholen, und werfen Fragen zur Zukunft des aktuellen Stammtorhüters Vanja Milinković-Savić auf.

Der 31-jährige Falcone gehört seit dem Aufstieg von Lecce in die Serie A im Jahr 2022 zu den herausragenden Torhütern der Liga. Seine Agilität, Reflexe und Fähigkeit, den Strafraum zu beherrschen, haben das Interesse von Turins Sportdirektor Gianluca Petrachi geweckt, der die Verhandlungen vorantreibt. Entscheidend ist, dass der ehemalige Jugendspieler von Sampdoria angeblich offen für einen Wechsel zu Turin ist, insbesondere wenn Roberto D'Aversa an der Spitze bleibt. Die beiden arbeiteten bereits in Lecce zusammen, wo D'Aversas pragmatischer, defensiv ausgerichteter Ansatz Falcone zum Aufblühen brachte.

D'Aversas Zukunft bleibt jedoch Spekulationsthema. Der Vertrag des Trainers läuft bis 2027, aber seine Amtszeit wurde nach einem Einbruch in der Saisonmitte genau beobachtet. Sollte der Club ihn für die nächste Saison bestätigen, könnte diese Entscheidung der entscheidende Faktor sein, um Falcone zu einem Wechsel nach Norden zu überreden. Wie Tuttosport anmerkt, würde Falcone die Gelegenheit begrüßen, wieder mit einem Trainer zusammenzuarbeiten, der weiß, wie er das Beste aus ihm herausholt.

Unterdessen verleiht das Auftauchen von Montipò als konkretes Ziel Turins Planung eine weitere Dimension. Der 30-jährige Torhüter von Verona hat sich einen Ruf als zuverlässiger, konstanter Leistungsträger in der Serie A erarbeitet, der sein Team oft trotz begrenzter Mittel im Rennen hält. Turins Interesse deutet darauf hin, dass sie nicht alles auf eine Karte setzen, sondern Alternativen vorbereiten, falls der Falcone-Deal auf Hindernisse stößt.

Die doppelte Verfolgung deutet auch auf einen möglichen Strategiewechsel hin. Turins Abwehr war in dieser Saison wechselhaft, mit Fehlern und Inkonsistenz auf der Torhüterposition. Durch die Verpflichtung von zwei hochkarätigen, in der italienischen Liga erprobten Torhütern scheint der Club bereit, schwer zu investieren, um ein langjähriges Problem zu lösen.

In Lecce liegt Falcones sofortiger Fokus vollständig auf dem Klassenerhalt. Die Giallorossi stehen vor einem nervenaufreibenden letzten Spieltag gegen Genua, wohl wissend, dass ein Sieg ihren Verbleib in der Serie A rechnerisch sichern würde. Jedes andere Ergebnis würde bedeuten, auf eine Niederlage von Cremonese andernorts zu hoffen. In einer herzlichen Pressekonferenz diese Woche sagte Falcone zu Reportern: „Ich hoffe, dass die Lecce-Fans sich an mich erinnern werden.“ Es war eine ergreifende Aussage, die die tiefe Verbundenheit widerspiegelt, die er mit den Salento-Fans aufgebaut hat, selbst während die Transfergerüchte kreisen. Für Lecce wäre der Verlust von Falcone – der bis 2028 unter Vertrag steht – ein schwerer Schlag, aber der Wunsch des Spielers, auf höherem Niveau zu spielen, könnte nicht zu ignorieren sein.

Die finanziellen Realitäten beider Deals bleiben unklar, obwohl Falcones Vertragssituation Lecce eine gewisse Verhandlungsmacht gibt. Turin würde wahrscheinlich eine Prämie für einen Torhüter zahlen müssen, den sie als langfristige Lösung betrachten. Montipò, dessen Vertrag bei Verona bis 2027 läuft, würde ebenfalls eine Ablösesumme im Bereich von 5 bis 8 Millionen Euro erfordern.

Was bedeutet das für Turins bestehende Torhüter? Milinković-Savić, einst als potenzieller Star gefeiert, hatte mit Beständigkeit zu kämpfen und könnte den Verein verlassen. Der junge Luca Gemello würde wahrscheinlich eine Ausleihe anstreben, um anderswo Erfahrung als Stammtorhüter zu sammeln.

Aus einer breiteren Perspektive würde ein Falcone-Montipò-Doppelpack sofort Turins defensive Stabilität erhöhen und die Kaderumbildungen anderer Mittelfeldclubs beeinflussen. Wenn sich das Sommerfenster nähert, sind die Granata darauf bedacht, proaktiv statt reaktiv zu handeln.

Vorerst bleibt der Fokus auf dem Dramatik des letzten Spieltags. Falcone muss seine Zukunft ausblenden und gegen Genua eine starke Leistung zeigen, um Lecce in der Liga zu halten. Seine Rolle in diesem Spiel könnte sein Abschiedsgeschenk an den Verein sein, der ihm eine Plattform bot, während Turin in den Startlöchern steht.

Basierend auf einem Bericht von Tuttosport.