Bewohner von Duque de Caxias, einer Gemeinde in der Baixada Fluminense-Region von Rio de Janeiro, haben ernste Alarm über die sich verschlechternden Bedingungen auf dem Cemitério Nossa Senhora do Belém geschlagen. Die Stätte hat eine tiefe Bedeutung für brasilianische Fußballfans als letzte Ruhestätte von Roberto Dinamite, dem legendären Stürmer und Rekordtorschützen von Vasco da Gama.
Laut Berichten und Videoaufnahmen, die lokalen Medien vorgelegt wurden, ist der Friedhof in einen Zustand schwerer Verwahrlosung verfallen. Augenzeugen beschreiben eine Szene tiefster Respektlosigkeit: Gräber wurden aufgebrochen, und menschliche Überreste liegen frei oder sind in Plastiktüten verpackt. Das Gelände ist übersät mit Schutt, Essensabfällen und allgemeinem Müll, was ein düsteres Bild völliger Aufgabe zeichnet.
Ein Zeuge, der Rentner Carlos Eduardo Targino, beschrieb die Szene in drastischen Worten. Er sprach von einer entsetzlichen Landschaft mit undichten Gräbern, einem schrecklichen Gestank, aufgebrochenen Grüften, die Urnen freilegen, und verstreuten Knochen auf dem Gelände. Sein Begleiter Sérgio Ricardo pflichtete bei und nannte die Situation beklagenswert und tragisch, und erklärte, dass sie für kein Lebewesen angemessen sei.
Die Friedhofsverwaltung gab eine kurze und unbefriedigende Erklärung ab. Mit der Stätte verbundene Beamte behaupteten, die freigelegten Knochen in Plastiktüten seien für den Transport bereitgestellt worden, gaben jedoch keine Informationen über das Ziel oder den Zeitplan dieser angeblichen Verlegung an. Dieses Fehlen an Transparenz hat die öffentliche Empörung kaum besänftigt.
Nach den neuesten Informationen hat die Prefeitura de Duque de Caxias, die lokale Gemeindeverwaltung, noch keine offizielle Stellungnahme oder Reaktion zu den Vorwürfen abgegeben. Das Schweigen sowohl der Friedhofsverwaltung als auch der lokalen Behörden hat die Gemeinde und Fußballfans dazu veranlasst, Antworten und sofortige Maßnahmen zur Wiederherstellung der Würde der Stätte zu fordern.
Roberto Dinamite, der 2023 verstarb, ist nicht nur eine lokale Figur, sondern eine nationale Ikone. Seine Karriere bei Vasco da Gama erstreckte sich über Jahrzehnte und machte ihn zu einem Symbol der Geschichte und Leidenschaft des Vereins. Die Vernachlässigung seiner Grabstätte wird von vielen als tiefgreifendes Versagen angesehen, eine Sportlegende und die unzähligen anderen dort Bestatteten zu ehren.
Die Situation verdeutlicht ein breiteres Problem der Friedhofsinstandhaltung und öffentlichen Rechenschaftspflicht. Für die Vasco da Gama-Gemeinschaft und die Familien der Verstorbenen stellen die Bilder aus dem Cemitério Nossa Senhora do Belém eine schmerzliche Missachtung dar, die dringendes Eingreifen erfordert. Basierend auf Berichten von g1.