Xxgwise
PremiumAnmelden
Nachrichten

Vincent Kompany würdigt Guardiola: Am Vorabend des DFB

PokalBayern MünchenManchester CityLesothoFSV Mainz 05SonderjyskeAPRLDU de Quitotrelleborgs FFQuindioAnderlechtTogetherBurnleyBrasilienKanada

Bayern Münchens Trainer Vincent Kompany hat Pep Guardiola am Freitag für seine Trainerkarriere gedankt und sagte: 'Ich verdanke ihm' vor dem DFB-Pokal-Finale

Vincent Kompany hat seine Bewunderung für Pep Guardiola nie verborgen, aber am Freitag legte der Cheftrainer des FC Bayern München seinen gesamten Karriereweg dem katalanischen Taktiker zu Füßen. Auf einer Pressekonferenz am Vorabend des DFB-Pokal-Finales gegen Stuttgart reflektierte Kompany über die Ankündigung von Guardiolas Abschied von Manchester City und erklärte: „Ich verdanke Guardiola, dass ich Trainer geworden bin.“ Die emotionale Hommage wurde sofort zur Schlagzeile vor dem nationalen Pokal-Höhepunkt im Olympiastadion.

Guardiolas bevorstehender Abgang vom Etihad Stadium, der am frühen Tag bestätigt wurde, versetzte die Fußballwelt in Schock. Der 55-Jährige wird eine historische zehnjährige Amtszeit in Manchester beenden, in der er 15 große Trophäen gewann, darunter die Premier League, den FA Cup und die UEFA Champions League. Kompany, der City von 2016 bis zu seinem eigenen Abschied 2019 unter Guardiola als Kapitän diente, erlebte aus erster Hand die Verwandlung, die den Klub zu einem ständigen europäischen Anwärter machte.

Der Belgier absolvierte 265 Spiele für City in 11 Saisons, aber es waren die drei Spielzeiten unter Guardiola, die sein Verständnis des Spiels neu formten. Gemeinsam gewannen sie 2018 und 2019 in Folge die Premier League, 2019 den FA Cup und zweimal den EFL Cup. Mehr als die Trophäen nahm Kompany eine anspruchsvolle Philosophie auf, die auf Positionsspiel, hohem Pressing und unermüdlichem taktischem Detail beruhte. „Jede Trainingseinheit fühlte sich wie ein Meisterkurs an“, erinnerte sich Kompany während seiner Pressekonferenz. „Er hat mir die Augen geöffnet, Fußball anders zu sehen, und ohne ihn würde ich nicht als Trainer hier stehen.“

Diese Fußballausbildung wurde zum Blaupause für Kompanys kometenhaften Aufstieg an der Seitenlinie. Nach seinem Karriereende als Spieler sammelte er erste Erfahrungen bei Anderlecht, zunächst als Spielertrainer, bevor er die Rolle vollzeitig übernahm. Seine Ideen waren deutlich in Guardiolas Lehren verwurzelt, aber er fügte seinen eigenen Führungsstil hinzu, was ihm 2022 den Job bei Burnley einbrachte. Dort verwandelte er die Clarets in eine besitzorientierte Macht, eroberte die Championship mit 101 Punkten und erntete für seinen progressiven Fußball großes Lob. Der FC Bayern München rief im Sommer 2025 an und vertraute ihm im Alter von 39 Jahren eine der anspruchsvollsten Rollen im Fußball an.

Nun steht Kompany kurz vor seiner ersten Trophäe als Bayern-Trainer, und der Moment ist reich an Symbolik. Das DFB-Pokal-Finale bietet die Gelegenheit, seine Philosophie bei einem Verein zu zementieren, der historisch für Dominanz bekannt ist. Bayern beendete die Bundesliga-Saison ungeschlagen, zog aber zu viele Spiele, sodass Leverkusen den Titel gewann. Der Pokalsieg würde das Vertrauen des Vorstands bestätigen und eine greifbare Belohnung für eine Mannschaft darstellen, die sich seinen Methoden verschrieben hat. „Wir wissen, was auf dem Spiel steht. Diese Gruppe hat unermüdlich gearbeitet, und jetzt müssen wir liefern“, sagte Kompany.

Der Gegner Stuttgart ist kein leichter Brocken. Unter der umsichtigen Führung von Sebastian Hoeneß belegten sie den dritten Platz in der Bundesliga und haben Bayern in dieser Saison bereits einmal geschlagen. Ihr energischer Pressing-Stil und schnelle Umschaltbewegungen könnten die hohe Abwehrlinie entlarven, die Kompany befürwortet – ein Markenzeichen, das er direkt von Guardiola übernommen hat. Das taktische Schachspiel wird ein faszinierender Subplot sein, wobei Kompany seine Mannschaft wahrscheinlich in einem flexiblen 4-3-3 aufstellen wird, das Kontrolle und Überzahl in den Breitenzonen betont.

Kompanys öffentliche Hommage ging über fußballerische Dankbarkeit hinaus. Sie sprach von einer tief persönlichen Bindung, die durch jahrelanges Vertrauen geschmiedet wurde. Guardiola unterstützte Kompany wiederholt während verletzungsgeplagten Spielzeiten und erklärte ihn bekanntermaßen für „unverzichtbar“, selbst als seine Fitness in Frage gestellt wurde. Im Gegenzug blieb Kompany ein Führungsspieler in der Kabine und eine Verlängerung der Vision des Trainers auf dem Platz. Am Freitag deutete der Bayern-Coach auf diese tiefere Verbindung hin: „Er hat an mich geglaubt, als andere zweifelten. Deshalb werde ich immer dankbar sein, nicht nur für die Taktik, sondern für den Menschen, der er ist.“

Die Fußballwelt hat bereits begonnen, über Guardiolas Vermächtnis nachzudenken, während er sich auf eine neue Herausforderung vorbereitet, angeblich bei der brasilianischen Nationalmannschaft. Tributströmen aus dem gesamten Sport, aber Kompanys Worte tragen ein besonderes Gewicht, weil sie eine direkte Linie repräsentieren. Der Einfluss des Katalanen erstreckt sich nun über Generationen von Trainern, darunter Mikel Arteta, Xabi Alonso und Erik ten Hag. Kompanys Erfolg in München könnte den Fall weiter stärken, dass Guardiolas nachhaltigster Beitrag nicht die Trophäen selbst sind, sondern die Trainerdynastie, die er hervorgebracht hat.

Inzwischen ist das Finale am Samstag in Berlin eine Gelegenheit für Kompany, seine eigene Geschichte zu schreiben. Bayern hat den DFB-Pokal rekordverdächtige 20 Mal gewonnen, aber zuletzt 2020 die Trophäe geholt. Ein Sieg wäre die erste große Ehre des Vereins seit dem Bundesliga-Titel 2024 und würde Schwung in einen Sommer der Transferaktivitäten bringen. Schlüsselspieler wie Jamal Musiala und Joshua Kimmich haben unter Kompanys Führung aufgeblüht, und sie für den großen Anlass scharf zu halten, wird entscheidend sein.

Als die Pressekonferenz endete, erlaubte sich Kompany ein kurzes Lächeln, als er nach dem emotionalen Gewicht des Wochenendes gefragt wurde. „Es ist ein besonderer Moment – für mich, für die Mannschaft, für die Fans. Aber ich habe von den Besten gelernt, dass man sich nicht auf Emotionen ausruhen kann; man muss sie in Leistung kanalisieren.“ Diese Disziplin ist ebenfalls ein Markenzeichen von Guardiola, und sie könnte Bayern den entscheidenden Vorteil geben, wenn der erste Pfiff ertönt.

Im größeren Narrativ des europäischen Fußballs wird dieses Pokalfinale als der Tag in Erinnerung bleiben, an dem Kompany seinem Mentor die ultimative Hommage erwies, indem er versuchte, seine Trophäengewohnheit zu replizieren. Ob ihm das gelingt oder nicht, der 41-Jährige hat bereits sichergestellt, dass Guardiolas Licht im FC Bayern München weiter strahlt.

Basierend auf Berichterstattung von L'Equipe.