Al-Ittihad hat sich von Cheftrainer Sergio Conceição getrennt, bestätigte der Saudi Professional League Club am Montag in einer Erklärung. Die Amtszeit des portugiesischen Managers dauerte weniger als ein Jahr, nachdem er im Oktober Laurent Blanc ersetzt hatte, aber eine enttäuschende Saison führte dazu, dass der in Dschidda ansässige Club auf den fünften Platz in der nationalen Tabelle abrutschte.
Conceição übernahm ein Team, das auf dem dritten Platz lag und aus möglichen zwölf Punkten neun geholt hatte. Die Saison entwickelte sich jedoch schnell negativ, da die Titelverteidiger keine glaubwürdige Titelverteidigung zustande brachten. Am Ende lagen sie satte 30 Punkte hinter dem späteren Meister Al-Nassr, eine Lücke, die den starken Rückgang des Teams im Vergleich zur Vorsaison, als sie die Trophäe holten, unterstrich.
Die Vereinsgeschicke wurden durch bedeutende Spielerabgänge im Wintertransferfenster weiter beeinträchtigt. Mittelfeldstütze N'Golo Kanté, Weltmeister mit Frankreich, wechselte zu den türkischen Giganten Fenerbahçe, während Starstürmer Karim Benzema, Ballon d'Or-Inhaber, zum Rivalen Al-Hilal wechselte. Der Verlust von zwei Weltklasse-Talenten zur Saisonmitte ließ Conceiçãos Kader sowohl in Bezug auf Qualität als auch Führungsstärke auf dem Platz erheblich geschwächt zurück.
Die Auswirkungen dieser Abgänge waren offensichtlich, da Al-Ittihad um Konstanz kämpfte. Ohne Kantés Box-to-Box-Energie und Benzemas klinischen Abschluss sank die Angriffsleistung des Teams merklich. Auch die defensive Stabilität litt, da die verbleibenden Spieler den Einfluss der abgewanderten Stars nicht kompensieren konnten. Das Ergebnis war eine Reihe von enttäuschenden Leistungen, die sie weiter von den Spitzenplätzen entfernten.
Im Kontinentalwettbewerb endete Al-Ittihads Reise im Viertelfinale der AFC Champions League. Sie wurden von der japanischen Mannschaft Machida eliminiert, die später ins Finale einzog. Die 1:0-Heimniederlage verdeutlichte die Unfähigkeit des Teams, organisierte Gegner zu knacken – ein Problem, das während Conceiçãos Amtszeit bestehen blieb. Das frühe Aus im wichtigsten Vereinswettbewerb Asiens verstärkte nur das Gefühl einer verfehlten Saison.
Für Al-Ittihad markiert die Entlassung eine dringende Notwendigkeit für einen Neustart. Der Club, unterstützt von wohlhabenden Besitzern, wird nun die Suche nach einem neuen Trainer beginnen, der in der Lage ist, sie an die Spitze des saudischen Fußballs zurückzubringen. Angesichts der globalen Aufmerksamkeit und Starspieler in der Saudi Professional League ist der Druck enorm, sofortige Ergebnisse zu liefern. Der fünfte Platz stellt eine erhebliche Unterleistung für einen Club von Al-Ittihads Status und Ambitionen dar.
Der 51-jährige Sergio Conceição verlässt den Verein mit angeschlagenem Ruf nach einer kurzen und turbulenten Amtszeit. Zuvor bekannt für seine erfolgreiche Zeit bei Porto, wo er mehrere Meistertitel und nationale Pokale gewann, erwies sich das saudische Kapitel als schwieriger Fehltritt. Er wird wahrscheinlich nach neuen Möglichkeiten suchen, aber diese Erfahrung könnte als warnendes Beispiel für die Unerbittlichkeit des Fußballmanagements in einem zunehmend wettbewerbsintensiven und risikoreichen Umfeld dienen.
Die Abgänge von Kanté und Benzema werfen auch Fragen zur Rekrutierungs- und Bindungsstrategie von Al-Ittihad auf. Zwei Starspieler mitten in einer Titelverteidigung ziehen zu lassen, scheint kurzsichtig, und der neue Trainer wird Zusicherungen benötigen, dass der Kader gestärkt und nicht seiner Schlüsselspieler beraubt werden kann. Der saudische Club muss aus den Fehlern dieser Saison lernen, um eine Wiederholung in der Zukunft zu vermeiden.
Im weiteren Kontext war die Saison 2024/25 ein Weckruf für Al-Ittihad. Die Saudi Professional League ist kein Rennen mehr mit einem Favoriten; mit Al-Nassr, Al-Hilal und anderen Clubs, die massiv investieren, sind Konstanz und Tiefe von größter Bedeutung. Conceiçãos Entlassung unterstreicht die wachsenden Anforderungen der Liga – Trainer werden gnadenlos an Ergebnissen gemessen, und selbst ein jüngster Meisterschaftserfolg bietet keine Immunität.
Wenn sich der Staub legt, richtet sich die Aufmerksamkeit darauf, wer im King Abdullah Sports City übernehmen wird. Der neue Trainer wird einen Kader übernehmen, der eine Revitalisierung und vielleicht einen kulturellen Wandel nach einem enttäuschenden Jahr benötigt. Die Fans hoffen, dass das nächste Kapitel eine Rückkehr zu Erfolgen bringt, aber die Herausforderungen sind erheblich. Basierend auf Berichterstattung von L'Equipe.