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Warum Auxerre Pelissier entlassen hat: 2 Millionen Euro

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Christophe Pelissier von Auxerre entlassen, kostet 2 Mio. €, nach Auseinandersetzung mit Sportdirektor. Fans protestieren; Will Still als Nachfolger gehandelt.

AJ Auxerre hat sich von Cheftrainer Christophe Pelissier getrennt und damit eine vierjährige Amtszeit beendet, die Stabilität brachte, aber den Wiederaufstieg in die Ligue 1 nicht schaffte. Die Entscheidung, die von Besitzer James Zhou aus Peking initiiert wurde, wurde dem 60-jährigen Taktiker von Präsident Baptiste Malherbe mitgeteilt und erfolgt vor dem Hintergrund interner Zwistigkeiten. Pelissier übernahm im Oktober 2022 und erbte einen Verein mit stolzer Geschichte, der jedoch seit 2012 in der zweiten Liga feststeckt. Sein pragmatischer Ansatz und seine Führungsqualitäten brachten ihm Respekt ein, aber aufeinanderfolgende Mittelfeldplatzierungen und knapp verpasste Aufstiegschancen zehrten schließlich an der Geduld des Vorstands, insbesondere nach der enttäuschenden Saison. Der Bruchpunkt war jedoch nicht rein spielerischer Natur. Die Spannungen mit dem neu ernannten Sportdirektor David Wantier, dessen Rolle im Oktober formalisiert wurde, hatten ein toxisches Ausmaß angenommen. Vereinsnahen Quellen zufolge war eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen den beiden unmöglich, was die Fortsetzung von Pelissiers Projekt für die kommende Saison untragbar machte. Die finanziellen Auswirkungen der Entlassung sind erheblich. Pelissier war bis Juni 2027 unter Vertrag, was bedeutet, dass seine Entlassung den Verein schätzungsweise 2 Millionen Euro inklusive Sozialabgaben kosten wird. Für einen Ligue 2-Klub, der auf die Investitionen seines chinesischen Besitzers angewiesen ist, ist dies eine beträchtliche Summe, die die Schwere der Situation unterstreicht. James Zhou, der seit letztem Sommer Peking nicht verlassen kann, traf die endgültige Entscheidung. Präsident Baptiste Malherbe, der über die Zeichnungsberechtigung verfügt, überbrachte die Nachricht. Die Rechtsabteilungen beider Seiten werden nun die genaue Abfindung aushandeln, während der Verein sich auf einen kostspieligen Abgang vorbereitet. Die Fangemeinde hat sich jedoch hinter den scheidenden Trainer gestellt. Für Samstag um 14:00 Uhr ist eine Protestkundgebung geplant, bei der die Anhänger nicht nur ihre Wertschätzung für Pelissier zum Ausdruck bringen, sondern auch die Entlassung von Wantier fordern. Diese Welle der Unzufriedenheit setzt die Führung enorm unter Druck und verdeutlicht die Kluft zwischen den Entscheidungsträgern und den Rängen. Was Pelissiers Nachfolger betrifft, so ist der Name Will Still schnell in lokalen Berichten aufgetaucht. Der anglo-belgische Trainer ist seit seinem Abschied von Southampton im November 2025 vereinslos und gilt als ehrgeiziger Kandidat, der das Spiel des Teams modernisieren könnte. Eine offizielle Kontaktaufnahme wurde jedoch nicht bestätigt, und Wantiers eigene Position bleibt ungewiss, bis ein geplantes Treffen mit Zhou in Peking am nächsten Mittwoch stattfindet. Pelissier selbst hat keine Mangel an Optionen. Vor seiner Entlassung wurde er mit dem Ligue 2-Aufsteiger Nantes sowie mit Toulouse in Verbindung gebracht, die sich schließlich für den dänischen Trainer Jens Berthel Askou entschieden. Seine nachgewiesene Erfolgsbilanz in der zweiten französischen Liga sollte sicherstellen, dass er weiterhin gefragt ist. Für Auxerre ist der Umbruch ein riskantes Spiel. Der Verein muss nun das unmittelbare Bedürfnis nach einem neuen Cheftrainer mit den langfristigen strukturellen Problemen in Einklang bringen, die der Fanaufstand offengelegt hat. Jeder neue Trainer wird in ein zerrissenes Umfeld eintreten, in dem die Zukunft des Sportdirektors ungeklärt ist. Die kommenden Wochen werden ein Lackmustest für die Führung von Zhou und Malherbe sein. Ein Fehltritt könnte den Verein um Jahre zurückwerfen und die während Pelissiers Amtszeit gelegten Grundlagen zunichtemachen. Die Ligue 2 ist gnadenlos, und Auxerre kann sich keine längere Phase der Instabilität leisten. Während Auxerre ein neues Kapitel aufschlägt, wird die Entscheidung, einen populären Trainer zugunsten der Vorstandsharmonie zu entlassen, genau unter die Lupe genommen werden. Das nächste Kapitel wird entweder die Führung bestätigen oder die brodelnde Unzufriedenheit in der Yonne vertiefen. Basierend auf Berichten von L'Equipe.