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Warum Barcola PSGs ewiger 12. Mann ist: Statistiken vs

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Trotz 10 Toren und 2 Vorlagen bleibt Bradley Barcola ein Champions-League-Bankdrücker. PSG-Insider: 'Es geht nicht um das Niveau' – aber seine Frustration

Bradley Barcolas zweite Saison bei Paris Saint-Germain folgt einem frustrierenden Muster: herausragende Leistungen in der Ligue 1, aber eine anhaltende Bankrolle in den wichtigsten Momenten der Champions League. Am Montagabend fehlte der 23-Jährige trotz seiner Schlüsselrolle bei PSGs bevorstehendem 14. Meistertitel auffällig bei den Nominierungen für die UNFP-Trophäe. Der Affront, von dem Verein als Nebenprodukt der Spielerwahl heruntergespielt, spiegelt ein tieferes Problem wider – Barcolas Status als ewiger 12. Mann.

Die Zahlen zeichnen ein klares Bild. In der Ligue 1 hat Barcola in 26 Einsätzen (18 Starts) 10 Tore und 2 Vorlagen erzielt, eine Bilanz, die mit den anderen Offensivführern von PSG mithalten kann. Intern wird er als der Spieler gelobt, der "die Mannschaft auf seinen Schultern trug", als Khvicha Kvaratskhelia mit Formschwierigkeiten zu kämpfen hatte, Désiré Doué wegen Individualismus kritisiert wurde und Ousmane Dembélé verletzt ausfiel. Doch wenn die K.o.-Runden der Champions League kommen, schaut Barcola oft von der Bank zu.

Im Halbfinal-Hinspiel gegen Bayern München spielte er nur 20 Minuten. Im Rückspiel kam er erst in der 65. Minute. Das Viertelfinal-Rückspiel gegen Liverpool begann er auf der Bank. Das Muster ähnelt verblüffend der letzten Saison, als Barcola im Coupe-de-France-Finale einen Doppelpack erzielte, aber eine Woche später im Champions-League-Finale gegen Inter Mailand auf der Bank saß.

Verletzungen haben eine Rolle gespielt. Barcola kämpfte mit anhaltenden Oberschenkelproblemen, die ihn dazu zwangen, eine Nominierung für Frankreich im Oktober zu verpassen, und erlitt im Achtelfinale gegen Chelsea an der Stamford Bridge eine linke Knöchelverstauchung – einem Spiel, in dem er gerade zu Hause und auswärts getroffen hatte. Er kehrte zu spät für das Liverpool-Rückspiel zurück und verlor seinen Stammplatz nie wieder.

Intern räumen PSQ-Quellen die Frustration ein, verteidigen aber die Entscheidungen von Trainer Luis Enrique. "Wir haben vier so gute Spieler, dass wir kritisiert werden, wenn einer draußen bleibt", sagte ein Vereinsinsider. "Wir verstehen seine Frustration, aber das sind die Entscheidungen des Trainers. Es ist keine Frage des Niveaus." Die Botschaft ist konsistent: Barcola wird geschätzt, doch seine Rolle in großen Spielen bleibt unverändert.

Der UNFP-Affront fügt äußeren Schmerz hinzu. Während der Verein betont, es sei außerhalb seiner Kontrolle – "die Spieler wählen, wir haben keinen Einfluss" – räumen sie ein: "Wir wissen, was wir ihm schulden. Er war die meiste Zeit der Saison unglaublich." Die Diskrepanz zwischen interner Anerkennung und öffentlichen Ehrungen ist ein wiederkehrendes Thema.

Barcolas Umfeld macht sich nun Sorgen um eine Wiederholung des Narrativs der letzten Saison. Nach den Coupe-de-France-Heldentaten wurde er für das Champions-League-Finale fallengelassen. In diesem Jahr, mit dem Finale gegen Arsenal am 30. Mai in Budapest, schwebt dieselbe Frage: Kann er das Drehbuch ändern? Die Antwort des Vereins ist pragmatisch: "Wenn Luis Enrique Doué ihm vorzieht und wir verlieren, wird ihn jeder kritisieren. Das ist Fußball. Aber das sind gute Probleme für einen Trainer."

Bislang unterstützen die Ergebnisse Enriques Ansatz. PSG steht nach dem Ausschalten von Bayern München und Liverpool im Champions-League-Finale. Barcolas Beiträge, obwohl in der Liga bedeutend, haben sich nicht in konstante Startrollen im europäischen Spitzenwettbewerb übersetzt. Ob sich das gegen Arsenal ändert, könnte sein Vermächtnis in Paris bestimmen.

Basierend auf Berichterstattung von Foot - actualités, mercato, info & vidéo en continu.