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Warum der Riss zwischen Tchouaméni und Valverde irreparabel

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Real Madrid: Zwei Wochen nach dem Kampf sind Tchouaméni und Valverde immer noch nicht wieder vereint. Tchouaméni fehlt gegen Bilbao, Valverde kehrt mit

Es war der Vorfall, der eine Mannschaft spalten kann. Zwei Wochen nach einem heftigen Trainingszusammenstoß zwischen Aurélien Tchouaméni und Federico Valverde in der Valdebebas-Anlage von Real Madrid haben die beiden Mittelfeldspieler seitdem nicht mehr gemeinsam auf dem Platz gestanden. Die Auseinandersetzung, die Berichten zufolge Valverde eine traumatische Kopfverletzung zufügte, hat einen langen Schatten auf das Saisonfinale des Clubs geworfen und ernste Fragen aufgeworfen, ob das Paar jemals wieder im Bernabéu koexistieren kann.

Beide Spieler wurden vom Verein mit 500.000 Euro bestraft, aber die Strafe erstreckte sich nicht auf eine Wettbewerbsverbannung. Dennoch haben die Umstände dafür gesorgt, dass sie getrennt bleiben. Valverde, der sich von der Kopfverletzung erholt, fiel zehn Tage aus und verpasste entscheidende Spiele gegen Barcelona, Oviedo und Sevilla – alles Niederlagen, die die Probleme von Madrid unterstrichen. In all diesen Spielen stand Tchouaméni in der Startelf und verankerte das Mittelfeld in Valverdes Abwesenheit.

Nun, da die Saison im letzten Akt zu Hause gegen Athletic Bilbao endet, haben sich die Rollen umgekehrt. Valverde ist fit und bereit für die Rückkehr, aber es ist Tchouaméni, der diesmal wegen einer leichten Muskelbeschwerden ausfällt. Das Timing ist fast poetisch: Die beiden zentralen Stützen von Madrids Zentrum werden erneut daran gehindert, nebeneinander zu spielen. Es bleibt unklar, ob einer der Spieler eine Versöhnung anstrebt; der durch ihren Kampf verursachte Riss ist tief und wird sich nicht über Nacht heilen lassen.

Quellen aus der Kabine deuten darauf hin, dass die Beziehung schwer beschädigt ist und es kaum Anzeichen für ein Tauwetter gibt. In Madrid machen ein Großteil der Fans und der Medien Valverde für die Auslösung des Zusammenstoßes verantwortlich, was die Entscheidungen des Vereins in diesem Sommer beeinflussen könnte. Der Uruguayer, der bis 2029 unter Vertrag steht, war ein wichtiger Aktivposten – mit seiner unermüdlichen Energie und taktischen Vielseitigkeit ist er einer der vertrauenswürdigsten Spieler von Carlo Ancelotti. Tchouaméni hingegen hat wohl seine beste Saison in Weiß erlebt und ist im defensiven Mittelfeld unverzichtbar geworden.

Der bevorstehende Trainerwechsel bringt eine weitere Komplexitätsebene. Da Álvaro Arbeloa wahrscheinlich von José Mourinho abgelöst wird, erbt der neue Trainer eine heikle Situation. Mourinho, der eine lange gemeinsame Geschichte mit Valverde aus ihrer Zeit bei Manchester United hat, wird bestrebt sein, eine Wahl zwischen seinen beiden wichtigsten Spielern zu vermeiden. Dennoch ist die Möglichkeit, Valverde auf die Transferliste zu setzen, nicht vom Tisch, abhängig vom Kaderumbau und der Bereitschaft des Spielers, weiterzuziehen.

Das Spiel am Sonntag wird auch ein emotionaler Abschied für Dani Carvajal sein, die Clublegende, die ihr letztes Heimspiel vor dem Abschied von Madrid bestreiten wird. Das Bernabéu wird voraussichtlich einen Spieler ehren, der mit dem Verein 25 Trophäen gewonnen hat, darunter fünf Champions-League-Titel. Wie Arbeloa am Freitag anmerkte: "Er ist das Symbol dafür, was ein Real-Madrid-Spieler sein sollte." Die Zeremonie wird wahrscheinlich eine willkommene Ablenkung von der brodelnden Mittelfeldspannung sein.

Andernorts hat Kylian Mbappé persönliche Motive, eine starke Leistung zu zeigen. Der Franzose führt die Pichichi-Wertung mit 24 Ligatoren an, aber Mallorcas Vedat Muriqi lauert nur zwei Tore dahinter. Im Spiel gegen das bereits abgestiegene Oviedo könnte Muriqi Mbappé überholen, wenn der Stürmer von Real Madrid gegen Athletic nicht trifft. Für Mbappé wäre der Abschluss als Toptorschütze ein Silberstreif am Horizont einer enttäuschenden Saison, in der Madrid sowohl die Liga als auch die Champions League verpasst hat.

Wenn der Vorhang für eine turbulente Saison fällt, steht Real Madrid an einem Scheideweg. Die Saga um Tchouaméni und Valverde ist symptomatisch für tiefere Probleme – ein Kader, der trotz seines Talents Anzeichen von Zwietracht gezeigt hat. Ob die beiden Mittelfeldgeneräle ihre Gräben zuschütten können, könnte letztlich die Fähigkeit des Vereins bestimmen, in der nächsten Saison um große Titel zu kämpfen. Derzeit sind alle Augen auf das Spielfeld des Bernabéu gerichtet, wo Valverde allein auflaufen wird und Tchouaméni von den Rängen zusieht.

Basierend auf Berichten von L'Equipe.