Warum Dortmund weniger 15:30-Spiele bestreitet: Trainer nennt „Sportschau-Kinder"Borussia Dortmund hat in dieser Saison die wenigsten Bundesliga-Spiele zur traditionellen Anstoßzeit um 15:30 Uhr bestritten – eine Statistik, die bei Fans und Analytikern gleichermaßen Aufmerksamkeit erregt hat.
Auf einer jüngsten Pressekonferenz ging Cheftrainer Niko Kovac auf dieses Terminmuster ein und lieferte eine unkomplizierte Erklärung, die auf den Sehgewohnheiten der Spieler selbst basiert.
Die „Sportschau"-GenerationKovac stellte fest, dass der Großteil seines Kaders als „Kinder der Sportschau" aufgewachsen sei – als Kinder der ikonischen deutschen Fußball-Zusammenshow. Das bedeutet, sie seien es gewohnt, Fußball am Abend zu schauen, ein Rhythmus, der besser zu späteren Anstoßzeiten passe.
Der Trainer hob die Vorteile von Abendspielen hervor und meinte, sie passten besser zum Lebensstil und zu den Vorbereitungsroutinen moderner Spieler. Diese Vorliebe spiegelt sich im Spielplan von Dortmund wider, der im Vergleich zu anderen Bundesliga-Teams deutlich weniger 15:30-Uhr-Spiele aufweist.
Ein ligaweiter Trend?Während Dortmunds Situation besonders ausgeprägt ist, wirft sie die Frage auf, ob andere Vereine ähnliche Präferenzen haben. Die Terminplanung der Bundesliga balanciert oft zwischen Fernsehübertragungsanforderungen und der traditionellen Spieltagskultur, was zu einer Mischung verschiedener Anstoßzeiten über die Saison hinweg führt.
Für Dortmund deuten die Daten auf eine klare Übereinstimmung zwischen Spielerpräferenz und tatsächlicher Terminplanung hin. Im weiteren Saisonverlauf wird es interessant sein zu sehen, ob dieses Muster anhält oder ob sich das Team an mehr Nachmittagsspiele anpasst.