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Warum PSG 2023 bei Mikel Arteta leer ausging

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PSG lotete 2023 Mikel Arteta als Nachfolger von Galtier aus, aber er blieb bei Arsenal. Stattdessen wurde Luis Enrique verpflichtet, der zur neuen Fokussierung

Im Frühjahr 2023 erkundete Paris Saint-Germain leise die Möglichkeit, Mikel Arteta zurück in den Parc des Princes zu holen, diesmal als Cheftrainer. Der Schritt wäre ein vollendeter Kreis für den Spanier gewesen, der zwei Jahrzehnte zuvor als junger Mittelfeldspieler für 18 Monate an den Club ausgeliehen war. Der Ansatz kam jedoch nie über informelle Gespräche hinaus, und PSG wandte sich schließlich einer erfahreneren Option zu: Luis Enrique. Die Geschichte, die zuerst von L'Equipe berichtet wurde, beleuchtet einen entscheidenden Punkt in der laufenden Entwicklung des Clubs.

Artetas Verbindung zu Paris ist tief. Im Januar 2001 kam er als 20-Jähriger aus Barcelonas berühmter La Masia-Akademie, nachdem ihm ein mit Stars gespicktes Mittelfeld mit Pep Guardiola, Xavi und Luis Enrique den Durchbruch in der ersten Mannschaft verwehrt hatte. Die Leihe unter Trainer Luis Fernandez erwies sich als transformativ: Arteta absolvierte über 50 Einsätze, sammelte erste Erfahrungen in der Champions League und entwickelte eine dauerhafte Zuneigung zur Stadt und ihrem Club. Obwohl PSG ihn damals nicht fest verpflichten konnte, schmiedete die Erfahrung ein Band, das ihn später auf ihre Shortlist für den Spitzenjob brachte.

Bis 2023 befand sich PSG in einem weiteren Neustart. Der Abgang von Christophe Galtier nach einer turbulenten Saison führte zu einer Strategieänderung. Die katarischen Eigentümer signalisierten den Wunsch, sich vom „Galáctico“-Modell zu verabschieden und stattdessen auf Jugendentwicklung, kollektive Identität und einen attraktiven Spielstil zu setzen. Diese neue Vision deckte sich stark mit dem Ethos, das Arteta bei Arsenal pflegte, wo er eine zusammengewürfelte Mannschaft übernommen und nach und nach eine klare taktische Philosophie auf der Basis von Ballbesitz, hohem Pressing und Positionsspiel eingeflößt hatte – Markenzeichen seines Mentors Guardiola.

Laut internen Quellen, die von L'Equipe zitiert wurden, tauchte Artetas Name auf einer verkleinerten Liste von Kandidaten auf, die den Entscheidungsträgern in Doha vorgelegt werden sollte. Sein Profil erfüllte mehrere Kriterien: ein ehemaliger PSG-Spieler, der die Tradition des Clubs versteht, ein Jünger von Guardiolas Denkschule und ein Trainer, der für die Förderung junger Talente bekannt ist. Der Club hatte zuvor eine ähnliche „Insider“-Figur gesucht, als sie 2020 Mauricio Pochettino verpflichteten, in der Hoffnung, dass seine Geschichte als ehemaliger Kapitän das Team wieder mit seinen Wurzeln verbinden würde. Auch Arteta wurde als jemand gesehen, der die Werte des neuen Projekts verkörpern könnte.

Doch die Verfolgung entflammte nie wirklich. Der Bericht deutet darauf hin, dass es nur informelle Kontakte gab und keine formellen Verhandlungen aufgenommen wurden. Das grundlegende Hindernis war Artetas eigene Verbundenheit. Nachdem er schwierige erste Saisons bei Arsenal durchgestanden hatte – zweimal Platz acht in der Premier League – erntete er endlich die Früchte seiner Arbeit. Die Saison 2022/23 endete mit dem zweiten Platz und der Rückkehr in die Champions League, und Arteta war entschlossen, das Projekt zu Ende zu bringen. Er machte deutlich, dass er keine Absicht hatte, wegzugehen, und schloss damit die Tür, bevor PSG überhaupt anklopfen konnte.

Da der baskische Trainer unerreichbar war, wandte sich PSG einem anderen spanischen Taktiker zu, der viele seiner Prinzipien teilte, aber weitaus mehr Erfahrung auf höchstem Niveau mitbrachte. Luis Enrique, ehemaliger Trainer von Barcelona und Spanien, war verfügbar und begeistert. Wie Arteta glaubt er an Ballbesitzdominanz, Angriff über die Flanken und intensive Defensivarbeit seiner Stürmer. Aber sein Lebenslauf – einschließlich eines Triples mit Barcelona 2015 – bot eine nachgewiesene Erfolgsbilanz. Die Ernennung wurde im Juli 2023 bekannt gegeben und markierte den Beginn eines neuen Kapitels.

Für Arsenal bestätigte die Episode das Projekt, das sie Arteta anvertraut hatten. Die Tatsache, dass ein Club von PSGs Größe sogar vorsichtig anklopfte, unterstrich das wachsende Ansehen ihres Trainers. Es stärkte auch die Stabilität im Emirates Stadium, die sich seitdem in anhaltender Wettbewerbsfähigkeit in der Premier League und Europa ausgezahlt hat. Für PSG hat sich die Entscheidung, Luis Enrique zu verpflichten, bisher positiv ausgewirkt. Das Team hat sich zu einer kohärenteren Einheit entwickelt, mit einer klareren Identität als in der unmittelbaren Post-Mbappé-Ära, auch wenn das ultimative Ziel des Champions-League-Titels noch in der Ferne liegt.

PSG hat seitdem bestritten, jemals um Arteta geworben zu haben, und bekräftigt, dass Luis Enrique immer ihr primäres Ziel war. Die Hintergrunddetails zeichnen jedoch ein nuancierteres Bild eines Clubs, der in einer kritischen Übergangsphase sorgfältig seine Optionen abwägt. Die Reflexion über Artetas Vergangenheit – sowohl seine Spielerzeit in Paris als auch seine aufkeimenden Trainerqualifikationen – bietet einen faszinierenden Einblick, wie Spitzenclubs ihre Zukunft planen. Letztlich war das Timing der entscheidende Faktor: Artetas Arsenal-Reise gewann gerade an Fahrt, und PSG musste sich woanders nach ihrem Dirigenten umsehen.

Basierend auf Berichterstattung von L'Equipe.