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Warum Vinícius fast zu Barça gewechselt wäre: Bartomeus

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Ex-Barça-Präsident Bartomeu enthüllt grundsätzliche Einigung zur Verpflichtung von Vinícius Júnior vor dessen Wechsel zu Real Madrid und wirft Licht auf eine

Der ehemalige Präsident des FC Barcelona, Josep Maria Bartomeu, hat eine Bombe platzen lassen: Die Katalanen hätten eine 'grundsätzliche Einigung' mit Vinícius Júnior erzielt, bevor er zum Erzrivalen Real Madrid wechselte. Die Aussage in einem kürzlichen Interview fügt einem der größten Rivalitäten des Fußballs ein verlockendes 'Was wäre wenn'-Kapitel hinzu.

Die Jagd nach Vinícius, damals ein Teenager-Wunderkind bei Flamengo, war eine der hektischsten Transfersagas der letzten Jahre. Real Madrid sicherte sich schließlich seine Unterschrift für angeblich 45 Millionen Euro, doch Bartomeu beteuert, Barça sei ebenso nah dran gewesen. Ihm zufolge hatte der Verein Bedingungen mit Spieler und Beratern ausgehandelt, nur um in letzter Minute zu scheitern.

Bartomeus Amtszeit bei Barça (2014-2020) war geprägt von verschwenderischen Ausgaben, darunter der 222-Millionen-Euro-Neymar-Ersatz Philippe Coutinho und der unglückliche 160-Millionen-Euro-Deal für Antoine Griezmann. Doch das Scheitern bei Vinícius wiegt schwer, besonders angesichts des anschließenden Aufstiegs des Brasilianers im Bernabéu. Seit seinem Wechsel zu Madrid hat sich Vinícius zu einem Weltklasse-Flügelspieler entwickelt, der entscheidende Tore erzielte, darunter den Siegtreffer im Champions-League-Finale 2022.

Die Enthüllung wirft Fragen zu Barcelonas Transferstrategie unter Bartomeu auf. War man zu sehr auf Prestigetransfers wie Griezmann und Coutinho fokussiert, während ein Jahrhunderttalent durch die Finger rutschte? Oder war Madrids Anziehungskraft einfach zu stark? Letzteres erscheint plausibel angesichts von Vinícius' öffentlicher Bewunderung für seine Jugendidole, doch Bartomeus Schilderung deutet auf ein komplexeres Szenario hin.

Für Real Madrid erwies sich die Verpflichtung von Vinícius als Meisterstück. Gemeinsam mit Kylian Mbappé, einem weiteren von Barça unter Bartomeu umworbenen Spieler, ist Madrids Angriff für ein Jahrzehnt gerüstet. Die Ironie ist nicht zu übersehen: Barcelonas finanzielle Turbulenzen, teilweise vererbt aus Bartomeus Missmanagement, kontrastieren scharf mit Madrids kluger Planung. Während Barça unter La Ligas Gehaltsobergrenze kämpft, baut Real Madrid selbstbewusst eine Dynastie auf.

Was bedeutet das für die Liga? Barcelonas Scheitern bei Vinícius symbolisiert ihren Niedergang im Vergleich zu Madrid. Wäre der Transfer gelungen, sähe das Kräfteverhältnis in La Liga heute vielleicht anders aus. Stattdessen sieht Barça nun zu, wie ihr Rivale mit einem Spieler dominiert, den sie fast gehabt hätten. Bartomeus Eingeständnis, wenn auch unbelegt, schürt Fan-Frustration und erhöht den Druck auf Präsident Joan Laporta, den Ruf des Vereins wiederherzustellen.

Die Auswirkungen reichen über den Platz hinaus. Barcelonas finanziellen Probleme, teils durch Bartomeu-Ära-Verträge, zwingen den Klub, auf Jugend und Ablösefreie zu setzen. Das Verpassen von Vinícius – der ein Eckpfeiler hätte sein können – stellt einen strategischen Fehler dar, der den Verein weiterhin verfolgt.

Während die Geschichte die Runde macht, dient sie als warnendes Beispiel für die schmalen Ränder im Spitzenfußball. Einen Moment ist ein Spieler Barça-gebunden, den nächsten ist er eine Real-Madrid-Legende. Für Bartomeu könnte die Behauptung ein Versuch sein, sein Vermächtnis zu rechtfertigen, aber für Fans ist sie eine schmerzliche Erinnerung an das, was hätte sein können.

Basierend auf einem Bericht von www.espn.com - FUßBALL.