Elye Wahi laboriert an einer Oberschenkelverletzung, die ihn für das 1:1-Unentschieden von Nizza gegen Lens außer Gefecht setzte und ihn möglicherweise auch am Sonntag im Heimspiel gegen Auxerre fehlen lässt – einem Spiel, das den Gymnasien den Klassenerhalt in der Ligue 1 sichern könnte. Trotz des körperlichen Rückschlags hat der ivorische Stürmer seit seinem Wechsel im Januar bereits seinen Wert bewiesen.
In einem aufschlussreichen Interview sprach Wahi über den gewagten Panenka-Elfmeter, den er gegen seinen Ex-Klub Marseille im feindseligen Stade Vélodrome erzielte. Er erklärte, dass er den Sprung von Torhüter Geronimo Rulli auf dessen gewohnte Seite erwartete und sich daher für einen frechen Chip in die Mitte entschied. "Ich wollte etwas Außergewöhnliches tun, einen Eindruck hinterlassen", sagte er und räumte die angespannte Atmosphäre und die Konfrontationen mit Ex-Teamkollegen Facundo Medina und Leonardo Balerdi ein.
Der 23-Jährige blickte auf seine turbulente Reise zurück. Nach einem vielversprechenden Start verliefen seine Wechsel zu Marseille und Eintracht Frankfurt negativ. In Marseille hatte er nur vier Monate Zeit, um sich zu beweisen; in Frankfurt kam er in einem Jahr auf nur vier Startelfeinsätze. "In beiden Klubs gaben sie mir weder Zeit noch eine echte Chance", sagte Wahi. Er merkte an, dass selbst Lionel Messi unter diesen Umständen Zeit bräuchte, um seine Qualitäten zu zeigen.
Nizza erwies sich als das perfekte Umfeld für sein Wiederaufleben. "Mein Agent und meine Familie wollten nicht, dass ich hierherkomme, aber ich war mir meiner Wahl sicher", sagte Wahi. Er ließ sich von Hatem Ben Arfa, Valère Germain und Mario Balotelli inspirieren, die alle an der Côte d'Azur ihre Karrieren wiederbelebten. Unter Trainer Claude Puel hat er die Freiheit gefunden, sich auszudrücken, und sein Selbstvertrauen ist ansteckend, wie Teamkollege Dante anmerkt.
Wahis Einfluss war sofort spürbar. Seine fünf Monate in Nizza haben seinen Ruf und seine Chancen auf einen Platz im ivorischen WM-Kader wiederhergestellt. Im Kampf gegen den Abstieg bleibt er auf die unmittelbare Aufgabe fokussiert. "Es ist unmöglich, Nizza in der L2 zu sehen", sagte er und zeigte sich überzeugt, dass das Team nach dem jüngsten Weckruf gegen Straßburg die Klasse halten wird.
Die Geschichte des Stürmers ist eine von Widerstandsfähigkeit. Er räumt ein, dass frühe Schwierigkeiten ihn abgehärtet haben. "In einem Jahr wurde ich von einem Top-Talent zu einem Kerl, der überhaupt nicht spielt. Das ist der Lernprozess", reflektierte er. Nun, vor einem entscheidenden Spiel gegen Auxerre, ist Wahi entschlossen, weiterhin seinen Stempel aufzudrücken.
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