Der VfL Wolfsburg sicherte sich mit einem nervenaufreibenden Sieg am letzten Spieltag gegen St. Pauli im Millerntor-Stadion den Platz in der Bundesliga-Relegation. Die Wölfe wussten, dass nur ein Sieg ihnen eine Chance auf den Klassenerhalt in der Relegation garantieren würde, und sie lieferten ab, als es darauf ankam.
Der 1:0-Sieg war hart umkämpft, aber das Ergebnis bedeutete, dass Wolfsburg den 16. Platz belegte und sich somit für ein Hin- und Rückspiel gegen den Dritten der 2. Bundesliga qualifizierte. Für die Gastgeber, St. Pauli, besiegelte die Niederlage den bereits feststehenden Abstieg und verlieh dem Nachmittag eine emotionale Note.
Nach dem Abpfiff feierte VfL-Trainer Dieter Hecking nicht wild. Stattdessen drückte er dem Gegner sein tiefes Mitgefühl aus. In seiner Pressekonferenz nach dem Spiel bemerkte Hecking, dass ihm die Situation nur allzu bekannt vorkam, da er ein ähnliches Drama ein Jahr zuvor im selben Stadion erlebt hatte.
„Letztes Jahr sind wir hier abgestiegen“, sagte Hecking und bezog sich damit auf Wolfsburgs eigenen Abstieg aus der Bundesliga in der Saison 2023/24, der mit einer Niederlage im St. Pauli-Stadion am vorletzten Spieltag besiegelt worden war.
Diese schmerzhafte Erinnerung war noch präsent, als Hecking die Spieler von St. Pauli auf dem Boden liegen sah. Er würdigte die Qualität in deren Kader und betonte, dass sie schnell zurückkommen würden, doch die unmittelbare Folge war eher geteiltes Leid als persönlicher Triumph.
Wolfsburg hat nun eine kurze Vorbereitungszeit für die Relegation, die über den Verbleib in der höchsten Spielklasse für die nächste Saison entscheiden wird. Der Vorstand des Vereins hat Hecking bereits seine volle Unterstützung zugesagt, der im Oktober inmitten der Abstiegskrise das Amt übernommen und das Schiff gerade genug stabilisiert hatte, um diesen Punkt zu erreichen.
Basierend auf einem Bericht von Kicker.