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Xabi Alonso zu Chelsea: Was der 4-Jahres-Vertrag für die

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Xabi Alonso stimmt einem Vierjahresvertrag zu, um Chelsea-Trainer zu werden, und beendet damit die Suche nach Liam Roseniors Nachfolger. Der ehemalige

Xabi Alonso hat sich grundsätzlich auf einen Vierjahresvertrag geeinigt, um Chelseas nächster permanenter Cheftrainer zu werden, die offizielle Ankündigung wird innerhalb weniger Tage erwartet. Der 44-jährige Spanier, der als Spieler Weltmeister und Champions-League-Sieger war, entwickelte sich nach einer langwierigen Suche nach einem Ersatz für Liam Rosenior, der letzten Monat nach einer turbulenten Zeit an der Stamford Bridge entlassen wurde, zum Top-Kandidaten des Vereins.

Chelseas Führungsetage unter dem BlueCo-Eigentümer hatte bei der Suche nach Stabilität ein weites Netz ausgeworfen. Bournemouths Andoni Iraola, Fulhams Marco Silva und Crystal Palace‘s Oliver Glasner wurden alle kontaktiert, aber Alonsos Profil – eine Mischung aus erstklassiger Spielerfahrung und transformativem Trainererfolg – machte ihn zum herausragenden Kandidaten. Der Verein wollte das FA-Cup-Finale gegen Manchester City abwarten, bevor er eine Ankündigung öffentlich macht, und die Gespräche verliefen wochenlang ruhig. Alonso, so heißt es, war von Anfang an offen für die Rolle, benötigte jedoch bestimmte Zusicherungen, insbesondere hinsichtlich der viel gescholtenen Projektvision, die nun erfüllt wurden.

Alonsos Trainerweg ist ein rasanter Aufstieg. Nachdem er sich bei Real Madrids U14 und dann bei Real Sociedad B die ersten Sporen verdient hatte, übernahm er im Oktober 2022 ein Bayer Leverkusen, das auf dem vorletzten Platz stand. Die unmittelbare Wirkung war verblüffend: ein sechster Platz in jener Saison, gefolgt von einer unsterblichen Saison 2023/24. Leverkusen gewann seine erste Bundesliga-Meisterschaft, blieb die gesamte Ligasaison ungeschlagen – 28 Siege und 6 Unentschieden – und holte zudem den DFB-Pokal. Die einzige Niederlage in 53 Pflichtspielen war das Europa-League-Finale gegen Atalanta, aber das ungeschlagene nationale Double festigte Alonsos Ruf als Trainer mit außergewöhnlicher taktischer Klarheit und Menschenführung.

Dieser Erfolg bescherte ihm letzten Sommer einen Traumwechsel zu Real Madrid, wo er den legendären Carlo Ancelotti beerbte. Das Märchen wurde jedoch schnell sauer. Trotz 24 Siegen in 34 Spielen zerriss ein philosophischer Riss die Beziehung: Alonsos strukturierter, methodikgetriebener Ansatz kollidierte mit einem erfahrenen Kader, der Instinkt vor System bevorzugte. Vernichtende Niederlagen gegen Barcelona im spanischen Supercup und gegen Atlético Madrid, kombiniert mit Champions-League-Niederlagen gegen Liverpool und Manchester City, führten nach weniger als acht Monaten zu seinem Abgang. BBC Sport-Kolumnist Guillem Balague fasste es zusammen als ‚ein Aufeinandertreffen zwischen einem Trainer mit einer klaren Methodik und Spielern, die sich auf ihren Instinkt verlassen wollen.‘

Für Chelsea könnte sich diese Erfahrung eher als lehrreich denn als entmutigend erweisen. Die Blues sind ein Verein im Chaos: Zwei permanente Manager wurden in dieser Saison entlassen, und Spielern wird offen vorgeworfen, ‚die Werkzeuge fallengelassen‘ zu haben. Marc Cucurella und Enzo Fernandez haben in muttersprachlichen Interviews verdeckte Kritik am Projekt geübt, und das Team steht auf Platz neun der Premier League und muss mindestens Achter werden, um überhaupt die Conference League zu erreichen. Die FA-Cup-Niederlage gegen City schloss die Europa-League-Tür. Alonsos erste Aufgabe wird es sein, taktische Disziplin und ein kollektives Ethos in einer zerrütteten Mannschaft wiederherzustellen.

Die Ernennung hat auch breitere Auswirkungen auf die Premier League. Alonso wurde immer wieder mit einer Rückkehr zu Liverpool in Verbindung gebracht, wo er fünf einflussreiche Saisons als Spieler verbrachte und wo Arne Slots Position nach einer enttäuschenden Saison unter Beobachtung steht. Liverpool bereitet sich jedoch darauf vor, Slot zu unterstützen, es sei denn, sie verpassen die Champions-League-Qualifikation – eine Haltung, die den Weg für Chelsea frei machte, ohne Gegner zuzuschlagen. Alonsos Ankunft fügt Englands oberster Spielklasse einen weiteren taktischen Spitzenkopf hinzu, der für flexible Formationen, hohes Pressing und die Fähigkeit, das Potenzial einer Mannschaft zu maximieren, bekannt ist.

Alonsos Begeisterung für den Londoner Wechsel soll echt sein. Er hatte auf die richtige Gelegenheit gewartet und ist bereit, sofort umzuziehen. Insidern zufolge wurden anfängliche Bedenken hinsichtlich des BlueCo-Projekts während der Verhandlungen ausgeräumt, und er betrachtet Chelsea nun als Plattform, um nach dem Rückschlag bei Real sein eigenes Ansehen wiederherzustellen. Der Vierjahresvertrag signalisiert langfristiges Vertrauen, aber der unmittelbare Druck wird erdrückend sein: Chelseas Eigentümer erwarten Champions-League-Qualifikation und Titel, und eine Saison ohne europäischen Fußball könnte sowohl helfen, indem sie eine fokussierte Saisonvorbereitung ermöglicht, als auch behindern, indem sie Einnahmen und Attraktivität für Spitzenkandidaten einschränkt.

Die Spielerkarriere des Weltmeisters von 2010 – die Champions-League-Ruhm mit Liverpool 2005 und mehrere Titel bei Real Madrid umfasste – verleiht ihm eine Gravitas, die nur wenige erreichen. Diese Aura, kombiniert mit seinen taktischen Innovationen, könnte genau das sein, was Chelsea in einer Liga braucht, in der die Margen hauchdünn sind. Dennoch kann das Ausmaß des Wiederaufbaus nicht genug betont werden. Er wird eine skeptische Kabine für sich gewinnen, sein System schnell implementieren und die Saison, die von einer Krise zur nächsten taumelt, umdrehen müssen.

Nur die Zeit wird zeigen, ob Alonso sein Leverkusen-Zauber in West-London wiederholen kann. Für den Moment stellt die Einigung ein klares Bekenntnis von Chelseas Führungsetage dar, eine Wette, dass die Methodik des Spaniers die Identitätskrise des Vereins heilen kann. Während die Fußballwelt auf die offizielle Bestätigung wartet, steht eines fest: Die Trainerlandschaft der Premier League ist gerade viel faszinierender geworden. Basierend auf Berichterstattung von BBC Sport.