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Ypê-Berufung stoppt Produktrückruf von Anvisa: Was das

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Der Verwaltungsrechtsbehelf von Ypê hat die Rückrufanordnung von Anvisa für seine Reinigungsprodukte ausgesetzt, aber die Behörde hält an ihrer Risikobewertung

In einer bedeutenden Entwicklung hat der brasilianische Reinigungsmittelhersteller Ypê einen Verwaltungsrechtsbehelf bei der Nationalen Gesundheitsüberwachungsbehörde (Anvisa) eingelegt. Dieser rechtliche Schritt hat die jüngste Resolution der Behörde, die den sofortigen Rückruf und die Einstellung von Produktion, Verkauf und Vertrieb einer Reihe seiner Produkte anordnete, automatisch ausgesetzt.

Zu den betroffenen Produkten gehören Waschmittel, Flüssigseifen und Desinfektionsmittel der Marke Ypê, insbesondere solche mit Chargennummern, die auf die Ziffer 1 enden. Der Rechtsbehelf des Unternehmens, gestützt auf Artikel 17 der eigenen RDC 266/2019 von Anvisa, bedeutet, dass der Rückruf effektiv pausiert ist, bis das Kollegium der Behörde eine neue Entscheidung trifft, die in den nächsten Tagen erwartet wird.

Trotz der Aussetzung der Rückrufanordnung hat Anvisa klar erklärt, dass ihre technische Risikobewertung unverändert bleibt. Die ursprüngliche Maßnahme der Behörde wurde durch eine Inspektion in Ypês Produktionsstätte in Amparo, São Paulo, ausgelöst, die vom 27. bis 30. April 2026 durchgeführt wurde. Diese Inspektion war Teil einer gemeinsamen Aktion mit staatlichen und kommunalen Gesundheitsüberwachungsbehörden.

Die Inspektion wurde durch eine Vorgeschichte mikrobiologischer Kontaminationsprobleme im Unternehmen verursacht. Im November 2025 hatte Ypê einen freiwilligen vorbeugenden Rückruf für bestimmte Chargen von Flüssigwaschmitteln herausgegeben, nachdem das Bakterium Pseudomonas aeruginosa nachgewiesen wurde. Die jüngste Inspektion zielte darauf ab, die Produktionsbedingungen nach diesem früheren Vorfall und neuen Informationen neu zu bewerten.

Bei der Inspektion im April stellten die Beamten Mängel in kritischen Phasen des Produktionsprozesses fest. Dazu gehörten Unzulänglichkeiten in den Qualitätssicherungssystemen, Produktionsprotokollen und Qualitätskontrollmaßnahmen. Laut Anvisa beeinträchtigen diese Probleme die Gute Herstellungspraxis (GMP) für Desinfektionsmittel und deuten auf ein Risiko für die hygienische Sicherheit der Produkte hin, mit der Möglichkeit mikrobiologischer Kontamination.

In seiner offiziellen Stellungnahme betonte Ypê, dass die Verbrauchersicherheit seine höchste Priorität sei. Das Unternehmen bekräftigte sein 75-jähriges Engagement für Qualität und Transparenz und erklärte, dass es in ständigem Dialog mit Anvisa stehe, um so schnell wie möglich eine endgültige Lösung auf der Grundlage wissenschaftlicher Kriterien und technischer Nachweise zu finden.

Fürs Erste bleibt die Empfehlung von Anvisa an die Öffentlichkeit dieselbe: Verbraucher sollten die angegebenen Produkte nicht verwenden. Sie werden gebeten, sich an den Kundendienst (SAC) von Ypê zu wenden, um Anweisungen zum Rückrufverfahren zu erhalten, das Umtausch, Rücksendung oder Rückerstattung umfassen kann.

Basierend auf einem Bericht von g1.