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Alisson zu Juventus: Warum Di Gregorio und Perin gehen

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Alisson Becker einigt sich mit Juventus auf 3-Jahres-Vertrag über 4,5 Mio. Euro pro Saison; Di Gregorio und Perin gehen. Liverpool signalisiert Bereitschaft

Alisson Becker steht nach zähen Verhandlungen kurz davor, das Juventus-Trikot zu tragen. Der brasilianische Torhüter hat sich mit dem Serie-A-Klub auf persönliche Bedingungen geeinigt. Der 33-Jährige hat acht glorreiche Jahre beim FC Liverpool verbracht, doch nun ist es Zeit für ein neues Kapitel in Turin. Ein Dreijahresvertrag über 4,5 Millionen Euro pro Saison plus Boni wartet auf seine Unterschrift. Der Deal ist jedoch noch nicht endgültig besiegelt; die endgültige Zustimmung von Liverpool ist das letzte Puzzleteil, obwohl der anfängliche Widerstand des Premier-League-Klubs in den letzten Tagen deutlich nachgelassen hat.

Juventus zögerte zunächst, Liverpools Forderung von 15 Millionen Euro für einen Spieler Mitte 30 zu erfüllen, insbesondere angesichts der Notwendigkeit, in der Transferwelt jeden Euro umzudrehen. Doch Alissons starke Beziehung zu den Reds-Verantwortlichen ermöglichte einen diplomatischen Durchbruch. Nach einem Jahrzehnt im Dienste Liverpools – mit Champions-League- und Premier-League-Erfolgen – wird Alisson ein würdevoller Abschied gewährt. Statt eines harten Pokers arbeiten die Parteien an einer sanften Trennung, die Juventus eine hohe Ablöse erspart – ein Zeichen der Wertschätzung für den Torwart an der Anfield Road.

Die Anziehungskraft einer Rückkehr nach Italien geht über den Fußball hinaus. Alissons Familie möchte zurück in das Land, in dem er mit der Roma seinen Namen machte, und die Gelegenheit, mit Luciano Spalletti wieder zusammenzuarbeiten, ist unwiderstehlich. Spalletti, der in der Saison 2026/27 bei Juventus das Ruder übernommen hat, trainierte Alisson bereits in der Saison 2016/17 in der italienischen Hauptstadt. Obwohl Szczesny bei der Roma die Nummer eins war, beeindruckte Alisson Spalletti mit seiner Professionalität und Geduld – er beschwerte sich nie und war stets bereit, wenn er gebraucht wurde. Dieser gegenseitige Respekt ist nun ein starkes Motiv für den Torwart, das Juventus-Projekt zu umarmen – unabhängig davon, ob die Bianconeri die Champions League erreichen.

Die Ankunft von Alisson wird einen Dominoeffekt in Juves Torwartabteilung auslösen. Michele Di Gregorio, der mit großen Erwartungen zum Klub kam, soll verkauft werden, sobald ein finanziell passendes Angebot eingeht. Juve will ihn nicht unter Wert abgeben, aber sein Abgang würde Gehaltsraum schaffen und Geld einbringen. Mattia Perin, der erfahrene Vizekapitän, wird noch eher gehen. Perin war ein treuer Diener, sehnt sich aber nach regelmäßigen Einsätzen, um seine Karriere auf einem hohen Niveau zu beenden. Sein ehemaliger Klub Genua hat sich als mögliches Ziel herauskristallisiert, und Juventus würde ihm nicht im Weg stehen – ähnlich wie Liverpools entgegenkommende Haltung gegenüber Alisson.

Die Gewissheit von Alissons Zusage erlaubt es Juventus, die Suche nach alternativen Torhütern zu pausieren. Kontakte zu Fiorentina wegen David De Gea und zu Atalanta wegen Marco Carnesecchi wurden eingefroren. Beide Profile wurden evaluiert für den Fall, dass der Brasilien-Deal platzt, doch nun liegt der Fokus ausschließlich auf dem Abschluss der Alisson-Operation. Das Abkühlen des Interesses anderswo signalisiert das Vertrauen des Klubs, den Transfer zügig über die Bühne zu bringen.

Auch die Jugend spielt bei der Neuordnung eine Rolle. Giovanni Daffara, ein vielversprechender 21-Jähriger, der bei Avellino wertvolle Leih-Erfahrung gesammelt hat, soll im Juli zurückkehren und in den Profikader integriert werden. Seine Entwicklung bietet Juventus eine kosteneffiziente Backup-Option und passt zur langfristigen Vision des Klubs, Erfahrung mit Eigengewächsen zu kombinieren.

Die weitreichenden Auswirkungen für Juventus sind erheblich. Den Ersatz von zwei Torhütern durch einen von Alissons Kaliber erhöht sofort die Zuverlässigkeit im Tor. Spallettis System verlangt einen Keeper, der sicher mit dem Ball am Fuß ist und spielentscheidende Paraden zeigen kann – Eigenschaften, die Alisson in Hülle und Fülle besitzt. Darüber hinaus sind die Führungsqualitäten und die Siegermentalität des Brasilianers immaterielle Werte, die eine im Umbruch befindliche Kabine stabilisieren können.

Finanziell betrachtet ist der Schritt ein kalkuliertes Risiko. Während die Ablöse moderat ausfallen dürfte, gehört Alissons Gehalt zu den höchsten. Doch die potenziellen Abgänge von Di Gregorio und Perin werden die Kosten kompensieren, und die Vermarktbarkeit sowie die sportliche Wirkung des Routiniers sollten die Investition rechtfertigen.

Letztlich ist Alissons Wechsel zu Juventus eine Geschichte von Timing und Beziehungen. Der Wunsch des Torwarts nach einer neuen Herausforderung, Liverpools Bereitschaft, entgegenzukommen, und Spallettis Präsenz in Turin haben sich so gefügt, dass ein Deal, der einst unwahrscheinlich schien, nun unvermeidbar erscheint. Während sich das Sommer-Transferfenster nähert, sind alle Augen auf das endgültige Ja aus der Premier League gerichtet, aber der Grundstein für einen der bemerkenswertesten Transfers der Nebensaison 2026 ist gelegt. Berichten von Tuttosport zufolge.