Der ehemalige US-Open-Sieger und Weltranglistenerste Andy Roddick hat sich zu den jüngsten Aussagen von Alexander Zverev geäußert und bietet eine andere Perspektive auf die aktuelle Hierarchie im Herrentennis. Zverev, die Nummer 3 der Welt, hatte nach seiner Finalniederlage bei den Madrid Masters angedeutet, dass eine massive Kluft zwischen Jannik Sinner und den anderen Spitzenkonkurrenten bestehe.
Roddick, der in seinem Podcast 'Served with Andy Roddick' sprach, drückte seine Ablehnung dieser Einschätzung aus. Er erklärte, er sei nicht bereit zu dem Schluss zu kommen, dass eine Kluft zwischen Zverev, Sinner und Carlos Alcaraz bestehe. Stattdessen sieht Roddick eine klare Zweiergruppe an der Spitze, bestehend aus Sinner und Alcaraz, gefolgt vom Rest des Feldes.
Der US-Open-Sieger von 2003 teilte Erkenntnisse aus einem persönlichen Gespräch mit Zverev während der Saisonpause mit. Roddick bemerkte, dass er gerne Tennis mit dem deutschen Star diskutiere, und beschrieb ihn als jemanden, der die Realitäten des Sports klar erkennen könne.
Laut Roddick ist sich Zverev sehr bewusst, dass sein Karrierevermächtnis davon bestimmt wird, ob er seine letzten beiden Spiele bei Grand-Slam-Turnieren gewinnen kann. Dieses Maß an Selbstbewusstsein, so Roddick, macht Zverev zu einem einfachen Thema für Journalisten, da er die Herausforderungen, vor denen er steht, offen anerkennt.
Roddick reflektierte über die Natur von Profisportlern und deutete an, dass das Leugnen von Schwächen, wenn die Dinge nicht gut laufen, Teil des Jobs sei. Er gab zu, dass Experten im Sport oft geschickt darin seien, sich selbst zu belügen, eine Tendenz, die er während seiner eigenen Spielerkarriere ebenfalls gehabt habe.
Allerdings lobte Roddick Zverev für seine Ehrlichkeit. Er berichtete, dass Zverev, wenn er mit ihm spricht, die Unterschiede nicht herunterspielt, sondern die Realität der Situation anerkennt. Diese offene Herangehensweise, argumentierte Roddick, sei erfrischend, auch wenn manche Zverev raten würden, solche Gedanken für sich zu behalten.
Der Kommentar bietet einen nuancierten Blick auf die aktuelle ATP-Landschaft, stellt die Erzählung eines einzelnen dominanten Spielers in Frage und hebt stattdessen eine enge Rivalität an der Spitze des Spiels hervor.
Basierend auf einer Berichterstattung von Чемпионат.com.