Zenit-Sankt-Petersburg-Trainer Alexander Aniukov hat sich zu seinem persönlichen Umgang mit Alkoholkonsum und religiöser Praxis geäußert. In einem exklusiven Interview erklärte der ehemalige Verteidiger, wie er die Anforderungen seines Berufs als Sportler mit seinem orthodox-christlichen Glauben in Einklang bringt.
Aniukov bestätigte, dass er an Feiertagen ein Glas Wein genießen kann, aber nur, wenn dies nicht mit dem orthodoxen Fastenkalender kollidiert. Diese Praxis unterscheidet ihn von einigen seiner Kollegen, wie Cheftrainer Sergei Semak und Assistent Anatoliy Tymoshchuk, die bekannt dafür sind, vollständig auf Alkohol zu verzichten.
Was die strengen Fastenzeiten betrifft, erläuterte Aniukov seinen spezifischen Ansatz. Er hält sich vollständig an die Einschränkungen für Fleisch und Alkohol. Für andere Lebensmittel wie Fisch und milchbasierten Brei sucht und erhält er jedoch einen besonderen Segen von einem Priester.
Der Trainer erklärte den praktischen Grund für diese Ausnahmen. Als Fachkraft im täglichen Sporttraining benötigt sein Körper eine konstante Nährstoffversorgung, um leistungsfähig zu sein. Er beschrieb diese modifizierte Diät als grundsätzlich gesund, auch wenn sie kein traditionelles, strenges Fasten darstellt.
Diese differenzierte Sichtweise unterstreicht die Schnittstelle zwischen Spitzensport und persönlichem Glauben. Aniukovs Methode ermöglicht es ihm, seinen religiösen Verpflichtungen nachzukommen und gleichzeitig die körperlichen Anforderungen seiner anspruchsvollen Rolle an der Spitze des russischen Fußballs zu erfüllen.
Das Interview bietet einen seltenen Einblick in das Privatleben von Fußballprofis und zeigt, wie sie kulturelle und religiöse Traditionen neben den strengen Zeitplänen des Sports bewältigen.
Basierend auf Berichten von Чемпионат.com.