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Arnautovic im österreichischen WM-Kader: 28-jährige

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Marko Arnautovic steht im ersten WM-Kader Österreichs seit 28 Jahren, gemeinsam mit Sabitzer, Chukwuemeka und Kapitän Alaba, während Rangnick das Weiterkommen

In einer bahnbrechenden Ankündigung für den österreichischen Fußball hat Ralf Rangnick seinen 26-köpfigen Kader für die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 bekannt gegeben und damit eine 28-jährige Abwesenheit von der globalen Bühne beendet. Der Kader vereint erfahrene Veteranen mit aufstrebenden Talenten, angeführt von der Aufnahme des 37-jährigen Stürmers Marko Arnautovic, der eine Fülle von Erfahrung aus über einem Jahrhundert internationaler Einsätze und einer glanzvollen Vereinskarriere in den Top-Ligen Europas mitbringt.

Arnautovics Nominierung ist ein Zeugnis für seine anhaltende Qualität und Führungsstärke. Der ehemalige Stürmer von West Ham und Stoke City, der nun bei Roter Stern Belgrad spielt, bleibt mit 132 Einsätzen der österreichische Rekordnationalspieler und hat 47 Tore für sein Land erzielt. Seine 43 Tore und 33 Vorlagen in 184 Premier-League-Spielen unterstreichen eine potente Offensivgefahr, die Rangnick im Eröffnungsspiel der Gruppe J gegen Jordanien nutzen will.

Neben Arnautovic verfügt der Kader mit Marcel Sabitzer und Carney Chukwuemeka über weitere Premier-League-Erfahrung. Sabitzer, derzeit bei Borussia Dortmund, hatte in der Saison 2023/24 eine kurze, aber bemerkenswerte Leihstation bei Manchester United, wo seine dynamische Präsenz im Mittelfeld Lob erhielt. Seine Fähigkeit, nach vorne zu drängen und defensiv beizutragen, wird entscheidend sein, wenn Österreich eine Gruppe mit Argentinien und Algerien bewältigt. Chukwuemeka hingegen repräsentiert die Zukunft. Der junge offensive Mittelfeldspieler wechselte von Aston Villa zu Dortmund, wo er erste Glanzlichter setzte, bevor ein Wechsel in die Bundesliga eine Plattform für konstantere Einsätze bot. Für Rangnick symbolisieren diese beiden einen Kader, der sich von vergangenen Enttäuschungen zu einer neuen Ära des Ehrgeizes wandelt.

Die Kapitänsrolle fällt David Alaba zu, dem Verteidiger von Real Madrid, dessen titelreiche Karriere mehrere Champions-League-Titel sowie nationale Erfolge in Deutschland und Spanien umfasst. Als erster Österreicher, der seit 1998 eine WM-Mannschaft als Kapitän anführt, wird Alabas Führungsqualität auf und neben dem Platz entscheidend sein. Seine Vielseitigkeit erlaubt Rangnick eine flexible Defensivformation, wobei Alaba sowohl als Linksverteidiger als auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann. Zusammen mit Kevin Danso von Tottenham und Philipp Lienhart von Freiburg bildet er ein defensives Gerüst, das gegen die Angriffswucht Argentiniens getestet wird.

Rangnicks eigener Weg zu diesem Moment ist eine Geschichte der Wiedergutmachung. Nach einer turbulenten Interimszeit bei Manchester United hat der deutsche Taktiker seinen Ruf wiederhergestellt, indem er Österreich zur ersten WM-Teilnahme seit 1998 führte. Seine hoch pressende Philosophie, einst in Old Trafford verspottet, hat in einer Nationalmannschaft, die ihren Außenseiterstatus ablegen will, ein aufgeschlossenes Publikum gefunden. Der Kader spiegelt sein Konzept wider: energische Mittelfeldspieler wie Konrad Laimer von Bayern München und Christoph Baumgartner von RB Leipzig, kombiniert mit der jugendlichen Kreativität von Paul Wanner, der von Bayern an die PSV Eindhoven ausgeliehen ist.

Die Torhüterabteilung wird von Patrick Pentz von Brøndby angeführt, mit Alexander Schlager als erfahrenem Backup. Im Angriff wird Arnautovic von Michael Gregoritsch vom FC Augsburg und Sasa Kalajdzic von LASK begleitet, der nach einer Verletzung zurückgekehrt ist und sich einen Platz erkämpft hat. Das Fehlen einiger erfahrener Namen zeigt eine gnadenlose Seite von Rangnicks Auswahl, die Form und Fitness über Reputation stellt.

Österreichs Gruppe stellt eine faszinierende Herausforderung dar. Das Eröffnungsspiel gegen Jordanien bietet eine Chance, Schwung aufzunehmen, aber die wahren Prüfungen werden gegen Argentinien und Algerien kommen. Argentinien, amtierender Copa-América-Sieger, ist Favorit auf den Gruppensieg, während Algeriens körperbetonter Stil und Turniererfahrung nicht unterschätzt werden dürfen. Für Arnautovic und Co. würde das Erreichen der K.o.-Runde eine bemerkenswerte Reise von einer schwierigen Qualifikationskampagne krönen.

Die 28-jährige Wartezeit verleiht historische Bedeutung. Österreichs letzte WM-Teilnahme, ebenfalls im erweiterten Format, endete mit einem Vorrundenaus. Dieses Mal, mit einem tieferen Kader und Rangnicks taktischem Geschick, ist die Erwartung verhalten optimistisch. Die Mischung aus Jugend und Erfahrung deutet auf eine Mannschaft hin, die in allen Phasen des Spiels konkurrieren kann, von der defensiven Widerstandsfähigkeit, die Alaba fordert, bis zum kreativen Funken, den Sabitzer und Chukwuemeka liefern.

Während Österreich sich auf sein erstes Spiel vorbereitet, wird der Fokus auf Zusammenhalt und Umsetzung liegen. Rangnicks System verlangt intensive körperliche Anstrengung und taktische Disziplin, Eigenschaften, die seine RB-Leipzig- und Hoffenheim-Mannschaften auszeichneten. Ob seine Spieler auf der größten Bühne liefern können, bleibt abzuwarten, aber die Aufstellung von Arnautovic, einem Spieler, der stets zu Höchstform aufgelaufen ist, deutet auf die Überzeugung hin, dass Erfahrung in engen Spielen den Unterschied ausmachen kann.

In einer Zeit des Übergangs für viele europäische Nationalmannschaften bietet Österreichs durchdachter Kaderaufbau eine Blaupause dafür, wie mittelklassige Nationen konkurrenzfähige Teams entwickeln können. Die Aufnahme von Spielern wie Chukwuemeka unterstreicht die sich wandelnde internationale Auswahllandschaft.

Letztlich ist diese Kaderbekanntgabe mehr als eine Liste von Namen; sie ist eine Absichtserklärung. Österreich ist nicht nur Teilnehmer – sie wollen ihre Spuren hinterlassen. Mit Rangnick an der Spitze und Stars wie Arnautovic und Alaba, die die Führung übernehmen, könnte die WM 2026 die Bühne sein, auf der sich der österreichische Fußball auf der Weltkarte neu positioniert.

Basierend auf Berichterstattung von BBC Sport.