Arsenals Suche nach dem ersten Champions-League-Titel endete am Samstag im Budapester Puskas-Stadion mit einer herzzerreißenden 3:4-Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paris Saint-Germain. Nach einem 1:1-Unentschieden über 120 Minuten behielten die französischen Meister die Nerven und sicherten sich den Titel.
Die Gunners hätten sich keinen besseren Start wünschen können. In der sechsten Minute traf Kai Havertz mit einem klinischen Abschluss und versetzte die mitgereisten Arsenal-Fans in Ekstase. Der deutsche Stürmer, der eine Achterbahn-Saison hinter sich hatte, war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und verwandelte.
Doch PSG reagierte mit einer dynamischen Offensivleistung unter der Führung von Khvicha Kvaratskhelia. Der Flügelspieler zog mit einem kraftvollen Lauf ein ungeschicktes Foul von Cristhian Mosquera im Strafraum, und Ousmane Dembélé ließ sich vom Punkt nicht zweimal bitten, donnerte den Ball ins obere Eck und glich aus.
Der Ausgleich brachte eine Wende. Beide Teams hatten Chancen, das Spiel in der regulären Zeit zu entscheiden – Arsenal durch einen verziehenden Schlenzer von Bukayo Saka, PSG durch einen schnellen Konter, der durch eine letzte Grätsche unterbunden wurde – doch die Intensität eines Finals ließ klare Torchancen rar werden.
Die Partie ging in die Verlängerung, die Spieler waren sichtlich erschöpft. Keiner Seite gelang der entscheidende Schlag. Arsenals Torhüter David Raya parierte einen Weitschuss glänzend, während auf der anderen Seite Gianluigi Donnarumma ebenso aufmerksam war. Die Spannung stieg, als das Elfmeterschießen näher rückte.
Im Elfmeterschießen trat PSG zuerst an und lag nie zurück. Nach vier Runden stand es 3:3, doch ein Fehlschuss von Arsenals fünftem Schützen bescherte Les Parisiens die Gelegenheit, den Sieg zu besiegeln, und sie verwandelten. Der letzte Elfmeter löste wilde Jubelszenen im PSG-Lager aus.
Das Ergebnis lässt Mikel Artetas Mannschaft darüber nachdenken, was hätte sein können. Nachdem Arsenal auf dem Weg ins Finale Schwergewichte ausgeschaltet hatte, zeigte es, dass es zur europäischen Elite gehört, doch das Fehlen von Silberware in dieser Saison wird schmerzen. Defensiv organisiert, aber gelegentlich naiv, bezahlten die Gunners für einen Moment der Unachtsamkeit, der zum Elfmeter führte.
Für PSG festigt der Sieg den Status als europäische Macht. Nach Jahren hoher Investitionen hat der Club endlich seinen Champions-League-Traum verwirklicht. Trainer Luis Enrique, der den Wettbewerb zuvor mit Barcelona gewann, wird einer der wenigen, die ihn mit mehreren Vereinen holen.
Mit dem Ende der Vereinssaison richtet sich der Blick schnell auf den Sommer. Die Weltmeisterschaft beginnt am 11. Juni, viele Arsenal-Stars werden ihre Nationen vertreten. England eröffnet am 17. Juni gegen Kroatien, während Schottland seine Kampagne am 14. Juni gegen Haiti startet. Das sommerliche Transferfenster öffnet am 15. Juni und gibt den Gunners die Möglichkeit zur Verstärkung. Wichtige Daten für die Premier-League-Saison 2026/27 wurden ebenfalls bekannt gegeben: Die Spielpläne werden am 19. Juni veröffentlicht, das Auftaktwochenende ist für den 22./23. August angesetzt, und das Fenster schließt am 1. September.
Arsenal muss diese Niederlage als Treibstoff nutzen. Da die nationale Saison in weniger als drei Monaten wieder beginnt, bleibt wenig Zeit zum Verweilen. Die Kaderentwicklung unter Arteta geht weiter, und die Herausforderung besteht nun darin, knappe Niederlagen in Triumphe zu verwandeln. Basierend auf Berichten von Sky Sports.