Arsenal hat eine 22-jährige Durststrecke beendet, indem es den Premier-League-Titel gewann und nach dem 1:1-Unentschieden von Manchester City in Bournemouth, das den Triumph bestätigte, Jubelszenen in ganz Nordlondon auslöste. Die erste Meisterschaft der Gunners seit der 'Invincibles'-Saison 2003/04 wurde von einem kathartischen Ausbruch der Fans begleitet, die drei aufeinanderfolgende Vizemeisterschaften und eine hartnäckige Erzählung, die sie als Versager in Drucksituationen abstempelte, ertragen mussten.
Der Weg zum Ruhm unter Mikel Arteta war von knappen Niederlagen gesäumt. In der Saison 2022/23 schmolz ein Acht-Punkte-Vorsprung dahin; in der folgenden Saison ging das Rennen bis zum Schluss, endete aber mit gebrochenen Herzen. In dieser Spielzeit jedoch zeigte Arsenal eine eiserne Widerstandsfähigkeit, die endlich ihrem eleganten Fußball entsprach. Citys Ausrutscher an der Südküste bescherte ihnen die Krone, und die Erleichterung war bei den Anhängern spürbar, die wegen so vieler Misserfolge als 'Versager' verspottet worden waren.
Für eine ganze Generation von Fans war dies eine völlig neue Erfahrung. Dylan White, ein 22-jähriger Fan, wies darauf hin, dass er erst drei Wochen alt war, als Arsenal zuletzt die Meisterschaft gewann. 'Es ist surreal', sagte er und beschrieb, dass er nur Geschichten über die Invincibles gehört hatte. White schloss sich Tausenden vor dem Emirates an, bis 4 Uhr morgens, und verlor in der Ausgelassenheit seine Stimme – ein Zeugnis der tiefen emotionalen Befreiung nach so vielen frustrierenden Jahren.
Der Vereinslegende Ian Wright, jetzt 62, war zur Stelle, um die Party zu entfachen und die historischen Triumphe des Vereins mit der modernen Ära zu verbinden. Wright war 40, als Arsenal zuletzt die Trophäe hob, und seine Anwesenheit fand Anklang bei älteren Fans wie Dominic, der die Erfolge der Wenger-Ära miterlebt hatte. 'So sollten wir uns fühlen – zurück auf dem Podest, wo wir hingehören', bemerkte Dominic, bevor er sein Vertrauen in das junge Rückgrat von Gabriel Magalhães und William Saliba setzte, um anhaltende Dominanz zu liefern.
Die psychischen Narben des 'Versager'-Stigmas zogen sich durch die gesamte Saison. Ein virales Video eines City-Fans, der aus einer Arsenal-Wasserflasche trank, und ein spöttisches Banner im Etihad – mit der Aufschrift 'Panik in den Straßen von London' – wurden zu Sammelpunkten für die Fangemeinde. Scarlet Katz Roberts, 27, gab zu, dass der Spott erst nachließ, als die Trophäe gesichert war. 'Wir wurden unerbittlich verspottet und kritisiert, und es hörte erst auf, als wir es tatsächlich gewonnen hatten', sagte sie und fügte hinzu, dass die Nacht für sie, die zu jung ist, um sich an die Invincibles-Parade zu erinnern, wie ein wunderschöner Schleier der Bestätigung war.
Die weit verbreiteten Berichte, dass Pep Guardiola Manchester City am Saisonende verlassen wird, verstärken das Gefühl eines Machtwechsels. Guardiolas Abgang würde ein Kapitel beispielloser Dominanz schließen, und Arsenal scheint am besten positioniert zu sein, um die Nachfolge anzutreten. Dominic spielte darauf an, als er bemerkte: 'Jetzt ist Pep weg, Mikel ist da – ein Kinderspiel.' Auch wenn die Berichte unbestätigt bleiben, ist der psychologische Schub für Arsenal real und stärkt den Glauben, dass Artetas Projekt auf lange Sicht ausgelegt ist.
Doch die Feierlichkeiten könnten noch neue Höhen erreichen. Arsenal trifft am 30. Mai im Champions-League-Finale auf Paris Saint-Germain – der erste Auftritt in diesem Finale seit zwei Jahrzehnten. Ein europäischer Titel würde eine herausragende Ligakampagne in ein wirklich historisches Double verwandeln. White fasste das wachsende Selbstvertrauen zusammen: 'Das Beste kommt noch. Die Leute werden sehen, wie groß der Arsenal Football Club wirklich ist.'
Die Bilder von Fans, die Schlange stehen, um das Trikot der nächsten Saison mit der Aufschrift 'Champions' auf dem Rücken zu kaufen, unterstrichen die lang unterdrückte Freude. Der Verein hat für den 31. Mai eine Meisterparade angesetzt, unabhängig vom Ergebnis in Budapest, um sicherzustellen, dass dieser lang ersehnte Erfolg die gebührende Feier erhält. Für einen Verein mit Arsenals Tradition war eine 22-jährige Durststrecke ohne Meistertitel eine Anomalie – jetzt ist das Warten vorbei, und eine neue, kühnere Erzählung tritt an ihre Stelle.
Basierend auf Berichten von BBC Sport.