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Barcelona bietet 70 Mio. Pfund für Gordon: Was das für

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Barcelonas 70-Millionen-Pfund-Angebot für Englands Flügelspieler Anthony Gordon bleibt hinter den Erwartungen zurück, da Newcastle auf über 75 Millionen Pfund

Barcelona hat sich in den Kampf um Newcastle Uniteds Flügelspieler Anthony Gordon eingeschaltet und ein formelles Angebot in Höhe von rund 70 Millionen Pfund für den englischen Nationalspieler eingereicht. Die Magpies bleiben jedoch hartnäckig und bestehen darauf, nicht unter 75 Millionen Pfund zu akzeptieren, während die Verhandlungen zwischen den beiden Clubs laufen. Das Angebot kommt, während auch Bayern München aktive Gespräche führt, was einen potenziellen Bieterkrieg um den 25-Jährigen auslösen könnte.

Gordons Saison 2025/26 endete auf kuriose Weise. Obwohl er mit 18 Toren in allen Wettbewerben der beste Torschütze von Newcastle war, saß er in den letzten vier Spielen des Vereins auf der Bank und kam in den letzten sechs Premier-League-Partien überhaupt nicht zum Einsatz. Newcastles Cheftrainer Eddie Howe bestätigte später, dass die Entscheidung vorsorglich war, um ein wertvolles Vermögen vor einem erwarteten Sommerwechsel zu schützen. Gordon unterschrieb im Oktober 2024 einen langfristigen Vertrag mit einer Laufzeit von vier Jahren, was den Tyneside-Club in eine starke Verhandlungsposition bringt.

Die Bereitschaft von Newcastle, Angebote anzuhören, beruht auf ihrer prekären finanziellen Lage. CEO David Hopkinson gab kürzlich zu, dass der Verein möglicherweise verkaufen muss, bevor er erheblich in Neuzugänge investieren kann. Angesichts der Gewinn- und Nachhaltigkeitsregeln der Premier League würde der Abgang eines selbst ausgebildeten Jugendspielers – wenn auch eines, der von Everton verpflichtet wurde – einen reinen Gewinn für die Buchhaltung bedeuten. Gordon, der im Sommer 2024 mit einem Blockbuster-Wechsel zu Liverpool in Verbindung gebracht wurde, bleibt einer der liquideesten Vermögenswerte von Newcastle.

Das Interesse von Bayern München besteht bereits vor Barcelonas Annäherung. Der Bundesligameister möchte seine Offensive weiter verstärken, die bereits Harry Kane, Michael Olise und Luis Diaz umfasst – alle mit umfassender Premier-League-Erfahrung. Die Verpflichtung von Gordon würde taktische Flexibilität auf der linken Seite bieten und Konkurrenz für die Plätze in Thomas Tuchels System schaffen. Der deutsche Club nahm Anfang des Monats Gespräche auf, angeblich ermutigt durch Gordons Situation in Newcastle.

Barcelonas plötzliche Intervention verkompliziert das Bild. Die katalanischen Giganten navigieren durch ihr eigenes finanzielles Labyrinth und haben abgewogen, ob sie Marcus Rashfords Leihe von Manchester United in einen festen Transfer umwandeln sollen. Rashford hat öffentlich seinen Wunsch geäußert zu bleiben und sogar eine Gehaltskürzung angeboten, aber United bewertet den Spieler auf 26 Millionen Pfund und möchte keine weitere Leihe in Betracht ziehen. Angesichts der anhaltenden Gehaltsobergrenzen der La Liga zögert Barcelona, solche Mittel zu binden, und sieht Gordon nun möglicherweise als nachhaltigere langfristige Investition zum richtigen Preis – obwohl 75 Millionen Pfund eine erhebliche Ausgabe sind.

Die strategischen Auswirkungen sind vielfältig. Für Newcastle könnte der Verkauf von Gordon eine breitere Kaderauffrischung finanzieren und möglicherweise andere begehrte Stars wie Sandro Tonali und Tino Livramento halten. Für Gordon ist die Wahl zwischen Champions-League-Fußball bei Bayern oder dem Reiz von Barcelonas historischem Status – und der Chance, unter Hansi Flick zu spielen – eine richtungsweisende Weggabelung. Beide Clubs können Elite-Konkurrenz und Präsenz bieten, aber Barcelonas Stil könnte Gordons direktes, hochintensives Dribbling besser entsprechen.

Aus Barcelonas Sicht war die Linksaußenposition eine Priorität für Verstärkungen. Angesichts der ungewissen Zukunft von Rashford repräsentiert Gordon eine jüngere, möglicherweise taktisch anpassungsfähigere Option, die in Flicks Hochpress-System gedeihen könnte. Die finanziellen Mechanismen sind jedoch heikel: Barcelona müsste wahrscheinlich Zahlungen umstrukturieren oder vorhandene Kader mitglieder abgeben, um eine Gebühr von 75 Millionen Pfund innerhalb der strengen wirtschaftlichen Kontrollen der La Liga zu stemmen.

Newcastles Bewertung von über 75 Millionen Pfund spiegelt Gordons Bedeutung und die Prämie für englische Talente wider. Der Club bleibt Herr der Lage; sie müssen einen Spieler mit langem Vertrag nicht dringend verkaufen, und Gordon selbst hat keinen Abgang gefordert. Doch die Realität der modernen Fußballökonomie bedeutet, dass jeder Spieler seinen Preis hat, und mit zwei europäischen Supermächten im Anflug könnten die Magpies letztlich entscheiden, dass eine Gebühr von über 75 Millionen Pfund zu gut ist, um sie abzulehnen.

Die kommenden Wochen werden wahrscheinlich Gordons Ziel bestimmen. Bayern scheint bereit, sein Angebot zu formalisieren, während Barcelona möglicherweise sein erstes Angebot anpassen muss, um Newcastles Forderungen zu erfüllen. Viel könnte davon abhängen, wie Barcelona das Rashford-Rätsel löst: Wenn United sich bei einem festen Transfer nicht bewegt, könnte Gordon zum vorrangigen Ziel werden. Für Newcastle-Fans ist die Saga eine deutliche Erinnerung daran, dass Erfolg auf dem Platz oft externe Interesse an ihren hellsten Talenten weckt.

Basierend auf Berichten von Sky Sports.