Der ehemalige Präsident des FC Barcelona, Josep Maria Bartomeu, hat enthüllt, dass der katalanische Club 2017 ein konkretes Angebot zur Verpflichtung von Kylian Mbappé von der AS Monaco abgegeben hat. In einem Interview mit Cadena SER blickte Bartomeu auf seine Amtszeit zurück und verteidigte die Transferstrategie seiner Verwaltung, wobei er den Versuch hervorhob, das französische Wunderkind ins Camp Nou zu holen.
Bartomeu erklärte, dass Barcelona Monaco ein offizielles Angebot für Mbappé unterbreitete, der damals ein 18-jähriges Phänomen war. Der Ex-Präsident nannte keine finanziellen Details des Angebots, betonte jedoch, dass der Club unter seiner Führung proaktiv nach Spitzentalenten suchte. Diese Enthüllung kommt als Gegenargument zur Kritik, dass der Vorstand in jener Zeit keine wichtigen Verpflichtungen tätigen konnte.
Mbappé wechselte schließlich 2017 auf Leihbasis zu Paris Saint-Germain, mit einem dauerhaften Transfer im folgenden Jahr für angeblich 180 Millionen Euro. Barcelonas gescheiterter Versuch fügt der Geschichte der Beinahe-Transfers der Blaugrana ein weiteres Kapitel hinzu, die seit langem mit dem Weltmeister in Verbindung gebracht werden. Bartomeus Kommentare sollen zeigen, dass der Club auf dem Markt aktiv war, auch wenn die Geschäfte nicht zustande kamen.
Das Interview behandelte auch breitere Aspekte von Bartomeus Amtszeit, einschließlich des Finanzmanagements und der sportlichen Entscheidungen des Clubs. Er verteidigte seine Bilanz und verwies auf die Verpflichtung von Spielern wie Ousmane Dembélé und Philippe Coutinho, obwohl beide Transfers aufgrund ihrer hohen Ablösen und gemischten Renditen kritisiert wurden. Bartomeu argumentierte, dass der Club unter schwierigen Umständen operierte und stets nach Elite-Verstärkungen suchte.
Diese Enthüllung über Mbappé ist Teil von Bartomeus fortlaufendem Bemühen, sein Vermächtnis nach einem tumultartigen Abgang im Jahr 2020 im Gefolge eines Zerwürfnisses mit Lionel Messi und Vorwürfen des Missmanagements zu gestalten. Auch wenn das Angebot für Mbappé nicht erfolgreich war, unterstreicht es den Ehrgeiz des Clubs in jener Ära. Fans und Analysten könnten nun die Transferfehlschläge jener Zeit im Lichte dieser Hintergrundbemühungen neu bewerten.
Die Geschichte entfacht auch die Debatte über Barcelonas Transferstrategie neu. Hätten sie Mbappé verpflichtet, hätte der Verlauf des Clubs völlig anders sein können, insbesondere nach Messis letztendlichem Abgang. Der Vorstoß für den Star aus Monaco war jedoch nur einer von vielen hochkarätigen Verfolgungen, die in Bartomeus Amtszeit scheiterten.
Basierend auf Berichterstattung von Fútbol.