Eine taktische Verschiebung auf Arsenals rechter Flanke zahlt sich erheblich aus. Die jüngste Wiedereinsetzung von Ben White als Start-Rechtsverteidiger fiel mit einem deutlichen Aufschwung in der Leistung von Flügelstar Bukayo Saka zusammen. Nach einer Phase, in der Verletzungen ihre Partnerschaft einschränkten, hat die Wiedervereinigung des Duos Arsenals Angriffsspiel in einer kritischen Phase der Saison neues Leben eingehaucht.
Ihr erneuertes Verständnis zeigte sich beim jüngsten Premier-League-Sieg über Fulham in voller Pracht. In einer denkwürdigen Spielsequenz in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kombinierten White und Saka mit einer Reihe schneller, komplizierter Pässe, die mehrere Verteidiger ins Schleudern brachten. Diese Sequenz zeigte nicht nur ihre technische Synergie, sondern half Arsenal auch, anhaltenden Druck aufrechtzuerhalten, was letztendlich zu einer dominanten Leistung beitrug.
Die statistischen Belege untermauern den Augenschein. Im Spiel gegen Fulham spielte White neun Pässe direkt zu Saka, die höchste Anzahl eines Spielers zu einem Teamkollegen in diesem Spiel. Diese Verbindung setzte sich im hochkarätigen Champions-League-Halbfinale gegen Atletico Madrid fort, wo White vor seiner Auswechslung erneut acht Pässe zu Saka fand. Diese Zahlen unterstreichen einen klaren und bewussten taktischen Weg für die Gunners.
Die Effektivität dieser Partnerschaft wird im Vergleich zur gesamten Saison noch deutlicher. Seit White zu Beginn der Saison 2022/23 in die Vollzeit-Rolle des Rechtsverteidigers wechselte, haben er und Saka durchschnittlich 19,6 Pässe pro 90 Minuten zueinander gespielt. Diese Zahl ist deutlich höher als die 12,4 Pässe pro 90 Minuten zwischen Saka und Jurrien Timber, der für einen Großteil der laufenden Saison die bevorzugte Option auf der rechten Seite war, bevor er im März selbst verletzt ausfiel.
Die Auswirkungen gehen über den reinen Ballbesitz hinaus. Sakas direkte Torbeiträge sind seit Whites Rückkehr in die Startelf sprunghaft angestiegen. Der englische Nationalspieler erzielte ein entscheidendes Tor und bereitete ein weiteres vor beim Sieg gegen Fulham. Anschließend folgte er mit dem entscheidenden Tor, das Arsenal ins Champions-League-Finale brachte – ein Moment der Brillanz, der seine Rückkehr zur Bestform unterstrich.
Trainer Mikel Arteta steht nun vor einer bedeutenden Personalentscheidung für das bevorstehende Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain. Während Timber defensive Solidiät bietet, insbesondere in Eins-gegen-Eins-Situationen, deuten die Daten darauf hin, dass White die Plattform bietet, um Sakas Offensivgefahr zu maximieren. Die Wahl wird wahrscheinlich davon abhängen, ob Arteta Priorität darauf legt, die Flügelspieler von PSG zu kontrollieren oder seine eigene potenteste Offensivwaffe zu entfesseln.
Vor diesem europäischen Showdown muss Arsenal zunächst eine Premier-League-Reise zu West Ham bewältigen. Das Spiel bietet einen weiteren Test für die White-Saka-Achse, wobei der ehemalige Arsenal-Verteidiger Konstantinos Mavropanos, mittlerweile eine Torgefahr bei Standardsituationen für die Hammers, auf der Lauer liegt. Das Spiel ist für den Super Sonntag angesetzt, Anpfiff ist um 16:30 Uhr.
Basierend auf Berichterstattung von SkySports | News.