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Blackstenius-Tor-Kontroverse: Arsenal 1-0 Everton

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Stina Blackstenius' umstrittener Siegtreffer in der Nachspielzeit brachte Arsenal mit 1:0 gegen Everton, aber Abseits und ein Foul an der Torhüterin

Arsenal Women hielten ihre Hoffnungen auf den Meistertitel in der Women’s Super League auf dramatische und umstrittene Weise am Leben, indem sie am Mittwochabend im Emirates Stadium Everton mit 1:0 besiegten. Stina Blackstenius erzielte in der 93. Minute den Siegtreffer in der Nachspielzeit, aber das Tor war sofort von Kontroversen umgeben, nachdem Vorwürfe wegen Abseits in der Vorbereitung und eines Fouls an Everton-Torhüterin Courtney Brosnan laut wurden.

Der Sieg brachte Renee Segers Team mit nur einem verbleibenden Spiel auf den zweiten Platz der WSL-Tabelle und setzte die Rivalen unter Druck. Everton, das sich im gesicherten Mittelfeld befand, hatte wenig zu verlieren, zeigte aber eine trotzige Defensivleistung, die ihnen fast einen Punkt eingebracht hätte. Die 25.068 Zuschauer erlebten ein frustrierendes Spiel für die Gastgeberinnen, die dreimal das Aluminium trafen, bevor der späte Durchbruch gelang.

Arsenal dominierte von Beginn an den Ballbesitz und erspielte sich eine Reihe von Chancen, die alle an der Latte scheiterten. Beth Mead, die in ihrem letzten Heimspiel für den Verein vor ihrem Saisonende antrat, war besonders unglücklich. Die englische Flügelspielerin traf mit zwei Schlenzern die Latte, jedes Mal ließ sie die Zuschauer aufstöhnen. Auch Mittelfeldspielerin Olivia Smith sah einen Weitschuss an der Oberkante des Tores vorbei, was das Gefühl der Ungerechtigkeit bei den Gastgeberinnen verstärkte.

Als die Uhr in die Nachspielzeit tickte, schien es, als würde Everton einen wertvollen Auswärtspunkt halten. Doch dann kam der entscheidende Moment. Lotte Wubben-Moy stieg auf, um einen Freistoß in die Bahn von Leah Williamson zu lenken, die anscheinend mit Torhüterin Brosnan zusammenstieß, als der Ball ankam. Brosnan ging zu Boden, das Tor war unbewacht, und Blackstenius schob den Ball ins leere Netz, was wilde Jubelszenen auslöste, die jedoch schnell von Evertons wütenden Protesten gedämpft wurden.

Wiederholungen zeigten, dass Wubben-Moy bei ihrem Kopfball im Abseits stand, was die Linienrichterin nicht erkannte. Selbst wenn dieses Abseits marginal war, sah die folgende Kollision zwischen Williamson und Brosnan nach einem klaren Foul aus. Nach den Regeln sollte jeder Kontakt mit einer Torhüterin im Fünfmeterraum bei einem Luftkampf zu einem Freistoß führen. Evertons Spielerinnen umringten den Schiedsrichter, aber das Tor zählte, was sie zu einer bitteren Niederlage führte.

Sky Sports-Expertin und ehemalige Everton-Mittelfeldspielerin Izzy Christiansen machte aus ihrer Verärgerung keinen Hehl. „Ich würde kochen“, sagte sie live. „Es ist schwer zu sehen, aber Wubben-Moy ist im Abseits – es ist knapp, aber ich erwarte, dass die Linienrichterin diese Entscheidung trifft. Das ist die erste Phase. Leah Williamson ist nicht im Abseits, aber das hier (der Kontakt mit Brosnan) ist Abseits; es ist ein klares und offensichtliches Foul an der Torhüterin. Es ist ein verspätetes Einsteigen.“ Christiansen würdigte Blackstenius’ brillanten Abschluss, bestand aber darauf, dass er nicht hätte zählen dürfen, und fasste zusammen: „Das ist eine wirklich schwierige Entscheidung für Everton zu verdauen.“

Das Ergebnis bedeutete ein emotionales Ende von Beth Meads Karriere im Emirates. Die Stürmerin, die eine Schlüsselspielerin für Arsenal war, wurde bei ihrer Auswechslung mit Applaus bedacht, ihre beiden knappen Fehlschüsse verliehen dem Abschied eine besondere Tragik. Obwohl ihr Abschied erwartet wurde, haben ihre Beiträge über die Jahre einen bleibenden Eindruck hinterlassen, und der Verein muss ihre schöpferische Lücke in der nächsten Saison füllen.

Für Everton war die Art der Niederlage ärgerlich. Ihre defensive Organisation war 90 Minuten lang vorbildlich, mit Brosnan, die wichtige Paraden zeigte, und der Abwehrreihe, die zahlreiche Schüsse blockte. Mit leeren Händen aufgrund von zwei verpassten Schiedsrichterfehlern nach Hause zu gehen, fühlte sich wie eine Ungerechtigkeit an. Das Ergebnis hält Everton im Mittelfeld, könnte aber Auswirkungen auf ihre endgültige Position haben, falls andere Ergebnisse gegen sie laufen.

Arsenal blickt auf das letzte Saisonspiel voraus und weiß, dass es gewinnen muss, um einen Top-Zwei-Platz und möglicherweise die Champions-League-Qualifikation zu sichern, abhängig von anderen Ergebnissen. Die späte Dramatik hat dem Team neuen Glauben eingeflößt, aber die Kontroverse könnte sie auch über das Niveau der Schiedsrichterentscheidungen in entscheidenden Momenten verunsichern. Segers wird hoffen, dass ihre Mannschaft beim nächsten Spiel eine sauberere Leistung zeigen kann.

Der Vorfall wird zweifellos die Debatten über die Schiedsrichterleistung in der WSL und die Einführung des Video Assistant Referees (VAR) neu entfachen. Bei so viel auf dem Spiel im Frauenfußball steigt der Druck auf die Liga, die Schiedsrichter besser zu unterstützen. Bis dahin werden Momente wie Blackstenius’ Tor weiterhin Fans und Experten spalten.

Basierend auf Berichterstattung von Sky Sports.