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Bournemouth 1-1 Forest: Europa gesichert, Champions-League

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Bournemouth trennte sich 1:1 von Nottingham Forest, sicherte sich damit die Europa League, verpasste aber die Champions League nach Villas Sieg bei City und

An einem sonnenverwöhnten letzten Spieltag am City Ground endete Bournemouths bemerkenswerte Premier-League-Saison mit einem 1:1-Unentschieden gegen Nottingham Forest, ein Ergebnis, das eine historische erste europäische Qualifikation sicherte, aber die Mannschaft schmerzhaft knapp an der Champions League vorbeiführte. Marcus Taverniers Treffer in der zweiten Halbzeit verlängerte die ungeschlagene Serie auf 18 Spiele und sicherte einen Europa-League-Platz, doch Aston Villas überraschender Sieg bei Manchester City bedeutete, dass Andoni Iraolas Team mit einem Rekord von 57 Punkten als Sechster – der besten Platzierung der Vereinsgeschichte – endete.

Der Nachmittag begann mit Bournemouths Champions-League-Ambitionen, die hell flackerten. Ein aufblasbares Flugzeug schaukelte unter den Auswärtsfans, ein Symbol für die unwahrscheinliche Reise unter Iraola. Doch der Traum erforderte eine komplexe Reihe von Ergebnissen anderswo, und während die Cherries ihr Schicksal auf dem Platz selbst kontrollierten, brauchten sie, dass Liverpool gegen Brentford patzte und Aston Villa bei Manchester City verlor. Zur Halbzeit, nachdem Morgan Gibbs-White Forest per Freistoß in Führung gebracht hatte, zeigte die Anzeigetafel ein 1:0-Rückstand, doch das Gesamtbild bot noch Hoffnung.

Gibbs-Whites Tor war ein Moment individueller Brillanz eines Spielers, der kontrovers von Thomas Tuchels englischem Kader für die bevorstehende Weltmeisterschaft ausgeschlossen worden war. Sein 15. Premier-League-Tor der Saison, ein geschwungener Freistoß, der Torhüter Mark Travers keine Chance ließ, war eine pointierte Antwort. Der Mittelfeldspieler, der 19 Torbeteiligungen verbuchte, war Forests Talisman, und dieser Treffer unterstrich, warum viele seinen internationalen Ausschluss als ungerecht empfanden. Für Bournemouth war es ein Rückschlag, der ihre historische Mission zu gefährden drohte.

Doch Andoni Iraolas Seite hat ihre Saison auf Resilienz und einer unermüdlichen Angriffsmentalität aufgebaut. Der Ausgleich fiel neun Minuten nach der Pause, orchestriert von Adrien Truffert, dem für 11 Millionen Pfund von Rennes verpflichteten Sommerneuzugang, der eine der Entdeckungen der Saison war. Der Linksverteidiger legte in dieser Spielzeit mehr Distanz zurück als jeder andere Verteidiger, und sein atemraubender Überlauf, um Jair Cunha an der Grundlinie zu überwältigen, verkörperte Bournemouths niemals-aufgeben-Geist. Trufferts Rückpass fand Marcus Tavernier ungedeckt, und der Mittelfeldspieler hämmerte einen flachen Schuss an Matz Sels vorbei, was wilde Jubelszenen und eine Baseball-Schlag-Hommage auslöste.

Bei Gleichstand hing Bournemouths Schicksal von den Ereignissen im Etihad Stadium und an der Anfield Road ab. Für einen kurzen Moment fielen alle Dominosteine: Liverpool ging durch Curtis Jones in Führung, und Manchester United lag komfortabel bei Brighton vorn. Selbst nachdem Ollie Watkins für Villa ausgeglichen hatte, brauchten die Cherries noch einen City-Sieg. Doch Watkins' zweites Tor, erzielt von einem Team, das noch im Glanz des FA-Cup-Triumphes und der Feierlichkeiten mit Prinz William in Istanbul schwelgte, zerstörte die Champions-League-Rechnung. Als die Nachricht den City Ground erreichte, schlug die Stimmung im Gästeblock von Jubel in resignierte Akzeptanz um.

Bournemouth hatte selbst Chancen, die Kontrolle zu übernehmen. Einwechselspieler Ben Gannon-Doak vergab eine goldene Gelegenheit, während Eli Junior Kroupi, der dynamische junge Stürmer, Sels zu einer guten Parade zwang. Auch Rayan testete den Forest-Torhüter aus der Distanz, aber das entscheidende zweite Tor fiel nicht. Auf der anderen Seite wäre Gibbs-White fast doppelt erfolgreich gewesen, eine Erinnerung an die schmalen Ränder, die die Dramatik eines letzten Spieltags ausmachen.

Der Schlusspfiff bestätigte Bournemouths Platz in der Europa League, eine monumentale Leistung für einen Verein, der vor nur vier Jahren noch in der Championship spielte und vor 17 Jahren am Rande des finanziellen Abgrunds stand. Iraolas Verwandlung des Teams war nichts weniger als außergewöhnlich: eine 18 Spiele währende ungeschlagene Serie zum Saisonende, der beste sechste Platz der Vereinsgeschichte und eine Rekordpunktzahl. Die Gesänge seines Namens von den mitreisenden Fans waren eine angemessene Hommage an einen Trainer, der Zweifler in Gläubige verwandelt hat.

Doch die leichte Enttäuschung über das verpasste Champions-League-Ticket spricht Bände über die neuen Standards, die an der Südküste gesetzt wurden. Bournemouth wird sich nun mit Europa-League-Gegnern wie Bayer Leverkusen und Besiktas messen, eine weit entfernte Welt von den Unterhaus-Strapazen der jüngeren Vergangenheit. Die in dieser Saison gesammelte Erfahrung, gepaart mit Iraolas taktischem Scharfsinn, deutet darauf hin, dass dies erst der Anfang ist.

Das Spiel hatte auch bedeutende Nebenschauplätze für die Gastgeber. Elliot Anderson, der für Forest auflief, wurde in der zweiten Halbzeit unter stehenden Ovationen verabschiedet – voraussichtlich sein letzter Auftritt vor einem Wechsel zu Manchester City für eine hohe Ablösesumme. Trotz Pep Guardiolas bevorstehendem Abschied soll City das Rennen um die Unterschrift des Mittelfeldspielers anführen. Für Bournemouth war Trufferts Auftritt eine Erinnerung an die eigene kluge Verpflichtungspolitik, wobei der Franzose den Aufwärtstrend des Clubs verkörpert.

Zum Abschluss der Premier-League-Saison sichert sich Bournemouth gemeinsam mit Sunderland und möglicherweise Crystal Palace, die durch einen Sieg im Conference-League-Finale nachziehen könnten, einen Europa-League-Platz. Brighton hingegen muss sich nach dem Zusammenbruch gegen Manchester United mit einem Conference-League-Platz begnügen. Für Iraola und seinen Kader wird der Sommer der Verstärkung für die europäische Kampagne dienen, aber das Fundament ist solide, und die Erinnerungen an diese unvergessliche Saison werden bleiben.

Basierend auf Berichterstattung des Guardian.