Arsenals 2:1-Sieg gegen Fulham am Sonntag war eine weitere Glanzvorstellung von Bukayo Saka, der ein Tor erzielte und ein weiteres vorbereitete, um die Gunners fest im Rennen um den Premier-League-Titel zu halten. Der 22-jährige Flügelspieler eröffnete in der 21. Minute mit einem klinischen Abschluss das Torwart, dann legte er in der späten zweiten Halbzeit Gabriel Martinelli den Siegtreffer auf. Diese Leistung veranlasste die niederländischen Fußballanalysten Süleyman Öztürk und Bas van den Hoven, eine Frage zu stellen, die den englischen Nationalspieler seit einiger Zeit umgibt: Warum wird er so selten unter den besten Spielern der Welt genannt?
Die Debatte, die im Segment "Rondje Buitenland" von Voetbal International ausgestrahlt wurde, kam, als Arsenal bis auf zwei Punkte an Tabellenführer Liverpool herankam. Saka war während der gesamten Saison entscheidend und steuerte in allen Wettbewerben 16 Tore und 12 Vorlagen bei. Doch in Gesprächen über globale Superstars – Namen wie Erling Haaland, Kylian Mbappé und Jude Bellingham – bleibt Saka oft im Hintergrund.
Ein Teil des Grundes könnte die Gesellschaft sein, in der er sich befindet. Arsenals Angriff ist eine kollektive Anstrengung, mit Martinelli, Leandro Trossard und Kapitän Martin Ødegaard, die sich die kreative Last teilen. Sakas Zahlen sind beeindruckend, aber er beherrscht nicht die Schlagzeilen wie einige seiner Kollegen. Gegen Fulham jedoch war er die entscheidende Figur, die das Blatt nach einer chaotischen ersten Halbzeit wendete, in der die Gastgeber mit dem Ausgleich gedroht hatten.
Öztürk und van den Hoven wiesen darauf hin, dass Sakas Beständigkeit bemerkenswert ist. Seit seinem Durchbruch in die erste Mannschaft hat er selten längere Schwächephasen durchgemacht. In dieser Saison war er Arsenals zuverlässigster Angreifer, besonders in großen Momenten. Sein Tor gegen Fulham resultierte aus einem cleveren Cut nach innen auf seinen linken Fuß, ein Zug, der zu seinem Markenzeichen geworden ist – den Verteidiger dennoch nur schwer stoppen können.
Die Vorlage war ebenso aussagekräftig: eine perfekt platzierte Flanke von der rechten Seite, die Martinelli mit einem Flugkopfball verwertete. Sie hob Sakas Weitblick und technische Präzision hervor, Qualitäten, die in einer Liga, die Tempo und Kraft betont, oft unterschätzt werden. Der Sieg hielt Arsenal im Rennen um den ersten Meistertitel seit 2004, und Sakas Beitrag war zentral für diese Erzählung.
Doch die Frage bleibt: Gehört Saka in die Diskussion mit den absolut Besten? Seine Statistiken platzieren ihn unter der Elite – seit seinem Debüt gehört er zu den Top fünf für Tore und Vorlagen unter den Premier-League-Außenspielern. Seine Arbeitsrate und taktische Disziplin haben auch Lob von Manager Mikel Arteta erhalten, der ihn oft als den Motor des Teams bezeichnet.
Vielleicht liegt der Grund für das Übersehen darin, dass Sakas Spiel nicht auffällig ist. Er verlässt sich nicht auf spektakuläre Dribblings oder Fernschüsse. Stattdessen ist er effizient, intelligent und zuverlässig. Diese Zuverlässigkeit könnte jedoch in einer Welt, die virale Momente feiert, unterbewertet werden.
Die Auswirkungen auf den Titelkampf sind bedeutend. Da auch Manchester City und Liverpool im Rennen sind, zählt jeder Punkt. Arsenals Fähigkeit, Ergebnisse gegen untere Tabellenmannschaften wie Fulham zu erzwingen, unterscheidet oft Meister von Anwärtern. Sakas Form wird in den kommenden Wochen entscheidend sein, besonders in Spielen gegen direkte Konkurrenten.
Im Laufe der Saison wird die Debatte um Sakas Status wahrscheinlich intensiver. Sollte Arsenal die Meisterschaft gewinnen, wären seine Beiträge unmöglich zu ignorieren. Aber selbst jetzt sprechen die Zahlen und Leistungen stark dafür, ihn zu den Weltbesten zu zählen. Die Frage der niederländischen Kommentatoren ist eine, die mehr Beobachter stellen sollten.
Basierend auf Berichterstattung von Voetbal International.