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Celtic's Platzsturm-Hattrick: Ein befleckter Titelgewinn?

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Celtic's dramatischer Titelgewinn gegen Hearts wurde durch einen Platzsturm getrübt, der Sicherheitsbedenken auslöste. Martin O'Neill wies Vorwürfe mangelnden

Celtic's dramatischer letzter Sieg gegen Hearts, der ihnen die schottische Premiership-Krone einbrachte, wurde von hässlichen Szenen eines Platzsturms überschattet, der die ewige Debatte über Fanverhalten und Spielersicherheit im schottischen Fußball neu entfachte. Der 3:2-Sieg im Celtic Park, der dem FA-Cup-Finale die Schau stahl, sah die Hoops einen atemberaubenden Titelraub vollenden, aber die Freude wurde schnell getrübt, als Hunderte von Anhängern auf den Rasen strömten, in dem Glauben – oder vielleicht nur in der Hoffnung – dass der Schlusspfiff ertönt war. Was ein Moment ungetrübter Feier hätte sein sollen, wurde zu einer Geschichte über überschrittene Grenzen und beschmutzte Reputationen.

Hearts, deren eigene außergewöhnliche Saison schmerzlich knapp gescheitert war, trug die Hauptlast des Chaos. Spieler wurden angeblich gestoßen, verhöhnt und zum eiligen Rückzug in die Kabine gezwungen, einige später noch in voller Spielkleidung und sichtlich verzweifelt in Tynecastle zurückgesehen. Das Handgemenge verhinderte, dass Derek McInnes' Mannschaft ihren mitgereisten Fans danken konnte – eine kleine, aber grausame Wendung in einer Saison, die Nerven und Erwartungen bereits bis zur Unkenntlichkeit strapaziert hatte.

Celtic's Interimstrainer Martin O'Neill wies in der Sendung TalkSport Vorwürfe mangelnden Stils zurück. Er behauptete, der Schiedsrichter habe das Spielende signalisiert und die Reaktion der Fans sei pure, ungeschminkte Aufregung gewesen. Doch Beweise für einen Schlusspfiff sind ebenso rar wie Belege für die schwerwiegenderen Anschuldigungen von tätlichen Angriffen auf Hearts-Spieler. O'Neills offensichtliche Gleichgültigkeit, ob echt oder gespielt, stieß vielen sauer auf – darunter auffälligerweise auch einem beträchtlichen Teil der eigenen Celtic-Anhänger, die im Stadion ihren Unmut äußerten.

Die Folgen werden wahrscheinlich schnell und schwerwiegend sein. Der schottische Fußballverband wird voraussichtlich ermitteln, mit möglichen Strafen von Geldbußen bis hin zu teilweisen Stadionschließungen. Für einen Verein vom Kaliber Celtic's ist die Optik schrecklich. Es war der zweite derartige Vorfall im Parkhead in dieser Saison, und mit einem schottischen Pokalfinale gegen Rangers im Hampden Park in Sichtweite wird nun gruselig von einem unerwünschten 'Hattrick' an Platzstürmen an drei verschiedenen Spielstätten gesprochen: Celtic Park, Ibrox und dem Nationalstadion. Das vorsätzliche Anstacheln der Rivalen hat sich von einer hässlichen Angewohnheit zu einem alarmierenden Muster verhärtet, und die Behörden stehen unter Druck, mehr als nur leere Worte zu liefern.

Inmitten der gegenseitigen Schuldzuweisungen sollte Hearts' knappes Scheitern nicht vergessen werden. In der Vorsaison als weit entfernte Außenseiter abgeschrieben, trieben McInnes' Männer Celtic mit einer furchtlosen, angriffslustigen Spielweise bis an die Grenze. Der Trainer, der die Auszeichnung zum Trainer des Jahres der Scottish Football Writers' Association erhielt, lobte die 'echte Siegermentalität' seiner Mannschaft, räumte aber ein, dass sie 'ein kleines bisschen mehr' finden müssten, um tapfere Herausforderungen in Trophäen umzuwandeln. Ihre Reise war die Feel-Good-Geschichte der schottischen Premiership und unterstreicht, wie Unberechenbarkeit das ultimative Mittel für eine Liga sein kann, die oft als Zweipferderennen abgetan wird.

Für Celtic ist die Erzählung komplizierter. O'Neills kurzfristige Ernennung sollte das Schiff stabilisieren; stattdessen brachte sie einen Titel, aber auch Kopfschmerzen. Der japanische Block des Kaders, der Berichten zufolge über den plötzlich verantwortlichen 'alten Mann' scherzte, wird sich nun mit einer Wolke über dem Kopf auf ein Pokalfinale vorbereiten. Die Hierarchie wird hoffen, dass ein Triple-Gewinn die Risse überdecken kann, aber die Bilder von Fans, die Hearts-Spieler umschwärmen, werden nachhallen. Der globale Ruf des Vereins, der über Jahrzehnte sorgfältig aufgebaut wurde, hat eine selbst zugefügte Wunde erlitten.

Hearts hingegen muss den Kummer in eine Plattform verwandeln. Die Schlüsselspieler und McInnes' Dienste zu halten, wird von größter Bedeutung sein. Newcastle, Leeds und andere umkreisen einige ihrer hellsten Talente, und die finanzielle Kluft zu Celtic und Rangers bleibt eine gewaltige Lücke. Aber die Szenen nach dem Spiel in Tynecastle, wo Anhänger blieben, um ihre besiegten Helden zu applaudieren, sprechen für eine Bindung, die über Trophäen hinausgeht. Diese Verbindung ist eine Währung, die Celtic trotz all seiner Erfolge offenbar abwertet.

Die breiteren Auswirkungen auf die schottische Premiership sind nuanciert. Das globale Interesse, das Hearts' Titelherausforderung hervorgerufen hat, ist unbestreitbar – Sponsoren und Sender nehmen Notiz –, aber ebenso der Makel wiederholter Fan-Unordnung. Wenn die Liga es ernst meint, neue Investitionen und internationale Zuschauer anzuziehen, muss sie die Sicherheitsmängel beheben, die Platzstürme gedeihen lassen. Spieler sind keine Requisiten in einem parteiischen Theater; ihre Sicherheit ist nicht verhandelbar. Wenn sich der Staub eines atemlosen Samstags legt, bleibt die Frage: Zu welchem Preis wurde dieser Titel gewonnen?

Basierend auf Berichterstattung des Guardian.