Chelseas Suche nach einem festen Cheftrainer hat sich intensiviert: Der Club führte ermutigende erste Gespräche mit Xabi Alonso und behält Bournemouths Andoni Iraola genau im Auge. Der West-Londoner Club ernannte nach der Entlassung von Liam Rosenior letzten Monat Calum McFarlane zum Interimstrainer und ist entschlossen, die nächste Ernennung richtig zu machen.
Die Führungsetage von Stamford Bridge ist zuversichtlich, ihren Wunschkandidaten zu bekommen. Der 44-jährige Alonso tauchte vor mindestens drei Jahren auf Chelseas Radar auf und ist seit seinem Abschied von Real Madrid zu Beginn dieser Saison ohne Job. Sein Bundesliga-Titel mit Bayer Leverkusen 2024 machte ihn zu einem der aufregendsten jungen Trainer Europas.
Im Club herrscht die Überzeugung, dass Alonsos ballbesitzorientierter, progressiver Stil zu Chelseas jungem, technisch begabtem Kader passen würde. Sein Status als ehemaliger spanischer Nationalspieler und Champions-League-Sieger könnte die nötige Autorität verleihen, um eine talentierte Kabine zu einen und im Sommerfenster Top-Spieler anzuziehen.
Alonso ist jedoch unentschlossen, ob er sofort wieder ins Management einsteigen oder eine Pause einlegen soll. Verbindungen zu einer möglichen Vakanz bei Liverpool wurden heruntergespielt, aktuelle Hinweise deuten darauf hin, dass Anfield zu Arne Slot stehen wird. Das eröffnet Chelsea, der den ehemaligen Mittelfeldspieler seit Jahren haben will, einen klaren Weg.
Iraola hat sich als ebenso überzeugende Option erwiesen. Chelseas Rekrutierungsabteilung hat erkannt, dass der Kader körperlicher werden muss, und die Mannschaft des Spaniers aus Bournemouth gehört zu den intensivsten und aggressivsten in der Premier League. Chelsea hat sich bereits mit Iraola getroffen, um die Rolle zu besprechen.
Bournemouths Vorstoß zur Champions-League-Qualifikation – sechs Punkte über Chelsea in der Tabelle – hat seinen Ruf nur gefestigt. Der Verlust von Schlüsselspielern sowohl in der Abwehr als auch im Angriff im vergangenen Jahr hat ihren Fortschritt nicht aufgehalten, ein Beweis für Iraolas Trainerarbeit.
Während Alonso und Iraola die führenden Namen sind, hat der Club eine breitere Auswahlliste. Fulhams Marco Silva, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, und Crystal Palaces Olivier Glasner, der nach dem Conference-League-Finale gehen wird, werden in Betracht gezogen. Auch der ehemalige Flamengo-Trainer Filipe Luís ist auf dem Radar, Chelsea ist entschlossen, nichts unversucht zu lassen.
Auch Manchester United führte Gespräche mit Iraola, allerdings deuten Quellen darauf hin, dass United Michael Carrick wahrscheinlich behalten wird. Diese Entwicklung verringert die Konkurrenz um die Unterschrift des Spaniers und könnte Chelseas Herangehensweise erleichtern.
Die Situation hat enorme Auswirkungen auf Chelseas Zukunft. Wiederholte Trainerwechsel haben die Stabilität seit der Übernahme untergraben, und die Verpflichtung einer Persönlichkeit wie Alonso würde Ambitionen signalisieren. Alternativ würde die Ernennung von Iraola bewährtes Premier-League-Know-how und eine klare taktische Identität bringen.
Derzeit liegt der Fokus auf dem FA-Cup-Finale am Samstag gegen Manchester City. McFarlane wird in der Coaching-Zone sein und hoffen, aus einer enttäuschenden Ligasaison eine Trophäe zu retten, während der Vorstand bewertet, ob Alonso, Iraola oder ein anderer Kandidat die richtige Person für den Wiederaufbau ist.
Was auch immer die Wahl ist, Chelseas Entscheidung könnte die Premier-League-Landschaft neu gestalten. Mit Alonso würden sie einen Visionär unterstützen, der das Profil des Clubs in Europa heben könnte; mit Iraola würden sie einen bereits auf englischem Boden bewährten, auf Hochtouren laufenden Ansatz übernehmen. Beide Wege bergen Risiko und Belohnung, und die nächsten Wochen versprechen entscheidend zu sein.
Basierend auf Berichten des Guardian.