In einer ergreifenden Geste der Solidarität versammelten sich Freunde und College-Kommilitonen von Raquel Sales Feitosa, um ihr die letzte Ehre zu erweisen. Die 37-jährige Schulinspektorin verlor tragisch ihr Leben bei einem Schussangriff am Instituto São José in Rio Branco, Acre. Ihre Kommilitonen aus dem Krankenpflegestudiengang nahmen in ihren weißen Laborkitteln an der Trauerfeier teil, als symbolischen Tribut an ihre Freundin und Kollegin.
Raquel befand sich in der Endphase ihres Krankenpflegestudiums an der Unip und arbeitete an ihrer Abschlussarbeit. Ihre Freundin und Kommilitonin Valéria Mendes berichtete, dass Raquel noch in der Nacht vor dem Angriff mit ihrer Projektgruppe zusammengekommen war, um die Arbeit zu besprechen. Ihre Gruppe, zu der auch Raquels Schwester Raiane und eine weitere Freundin Karem gehörten, hatte sich auf ein Projekt zur Händehygiene konzentriert. Valéria erinnerte sich, dass Raquels Traum war, ihr Studium abzuschließen, ihren Job im Bildungsbereich aufzugeben und eine Karriere in der Krankenpflege aufzubauen.
Der Angriff am Dienstag forderte vier Schussverletzte. Neben Raquel, die nicht überlebte, wurden drei weitere Personen verletzt: die 53-jährige Alzenir Pereira da Silva, eine 11-jährige Schülerin und ein weiterer Schulangestellter. Die verletzten Opfer wurden in ein örtliches Krankenhaus gebracht und nach Behandlung noch am selben Tag entlassen. Die Behörden bestätigten, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen 13-jährigen Schüler der Schule handelt, der bewaffnet das Gebäude betrat und nach der Schießerei festgenommen wurde. Die verwendete Schusswaffe gehörte dem Stiefvater des Verdächtigen.
Trotz eines anspruchsvollen Zeitplans, der Arbeit und Studium in Einklang brachte, blieb Raquel ihren Freunden als stets fröhlicher und gutherziger Mensch in Erinnerung. Valéria betonte, dass Raquel niemals einen schlechten Tag hatte und immer lächelte. Ihre Freundesgruppe, die seit Beginn ihres College-Weges verbunden war, hatte ein gemeinsames Ziel: alle zusammen zu absolvieren und sich gegenseitig durch die Herausforderungen zu unterstützen.
Die Trauerfeier fand in der Kapelle des Bestattungsheims São João Batista statt, die Beisetzung war für den Nachmittag auf dem Friedhof Morada da Paz geplant. Der Vorfall hat eine erhebliche Reaktion ausgelöst: Die Landes- und Kommunalregierungen stellten den Unterricht ein, und das Bildungsministerium kündigte an, Spezialisten nach Acre zu entsenden. Bericht basierend auf g1.