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Crystal Palace gewinnt Conference League: Mateta-Treffer

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Crystal Palace besiegte Rayo Vallecano im Finale der Conference League mit 1:0, wobei Matetas Tor die Rückkehr in die Europa League und Glaskows von Trophäen

Sechzehn Jahre nachdem es vom Rand des Untergangs gerettet wurde, hat Crystal Palace Europa erobert. In einem dramatischen Conference-League-Finale im Leipziger Stadion sicherte ein Treffer von Jean-Philippe Mateta in der zweiten Halbzeit einen 1:0-Sieg über Rayo Vallecano und bescherte dem Verein die erste kontinentale Trophäe sowie einen bittersüßen Abschied für Trainer Oliver Glasner. Der Sieg brachte dem Verein aus Süd-London zudem einen lang ersehnten Platz in der Europa League, eine Wiedergutmachung, nachdem ihm aufgrund der Multi-Club-Besitzregeln der UEFA in dieser Saison kontrovers die Teilnahme verwehrt worden war.

Glasner, der sich bereits durch den FA-Cup-Sieg im Vorjahr in die Vereinsgeschichte eingeschrieben hatte, verlässt den Verein mit der dritten Trophäe innerhalb von zwölf Monaten. Die taktischen Anpassungen des Österreichers in der Halbzeitpause verwandelten eine zusammenhanglose erste Hälfte in eine widerstandsfähige und präzise Leistung. Sein Abgang, weithin erwartet, hinterlässt ein unauslöschliches Vermächtnis; die Frage ist nun, welcher Spitzenverein seine Dienste als Nächstes sichern wird.

Für Rayo Vallecano endete die Nacht in ihrem ersten Finale in der 102-jährigen Vereinsgeschichte mit gebrochenem Herzen. Die spanische Mannschaft, von einer lautstarken mitgereisten Anhängerschaft unterstützt, dominierte in der ersten Halbzeit den Ballbesitz und erspielte sich klarere Torchancen. Unai López schoss bei einem flüssigen Angriff weit vorbei, und Alemão traf das Tor nicht, nachdem Palace-Debütant Jaydee Canvot außer Position geraten war. Tyrick Mitchell vergab dann in der Nachspielzeit eine goldene Chance, als er Adam Whartons punktgenauen Pass neben das Tor köpfte, was Glasner sichtlich frustriert in den Katakomben verschwinden ließ.

Crystal Palace begann mit Chadi Riad für den verletzten Chris Richards, der mit einem Bänderriss im Knöchel von der Bank zusah. Wharton, der erst Tage zuvor gegen Arsenal humpelnd vom Platz gegangen war, wurde als startfähig eingestuft und erwies sich als Schlüsselfigur im Mittelfeld. Das Spiel hatte auch für Rayos Óscar Trejo emotionales Gewicht, den 38-jährigen Vereinslegende, der zum letzten Mal von der Bank kam.

Was auch immer in der Halbzeitpause gesagt wurde, Palace präsentierte sich als verwandeltes Team. Minuten nach dem Wiederanpfiff zog Wharton nach vorne und schoss, Torhüter Augusto Batalla konnte den Ball nur abwehren. Mateta, dessen geplanter Wechsel zu Milan im Januar aufgrund eines fehlgeschlagenen Medizinchecks geplatzt war, reagierte am schnellsten und donnerte den Abpraller ins Netz. Der Jubel des Franzosen – er trat die Eckfahne zusammen mit Canvot – symbolisierte die Freude eines Vereins, der weiterhin allen Widrigkeiten trotzt.

Das Tor entfesselte eine Phase unerbittlichen Drucks. Yeremy Pinos geschwungener Freistoß traf beide Pfosten, und Mateta donnerte den Nachschuss an die Latte. Batalla musste sich dann voll ausstrecken, um einen weiteren Mateta-Versuch nach einem geschickten Zuspiel zu entschärfen. Rayo, plötzlich hauchdünn, sah Kapitän Isi Palazón und Pathé Ciss in einer zänkischen Anfangsphase verwarnt, und die Spanier riskierten nun überrannt zu werden.

Rayos Trainer Íñigo Pérez reagierte, indem er seine Bank leerte und Akhomach und Trejo in einer verzweifelten Aktion brachte, um eine Verlängerung zu erzwingen. Die Madrider Mannschaft belagerte den Strafraum von Palace, doch Maxence Lacroix und die Abwehrkette hielten stand. Dean Henderson, der später als Kapitän die Trophäe heben sollte, beherrschte seinen Strafraum souverän, während sich Canvots anfängliche Nervosität mit zunehmender Spieldauer legte.

Der Abpfiff offenbarte gegensätzliche Szenen: Rayo-Spieler brachen in Tränen aus, ihr historischer Lauf scheiterte an der letzten Hürde, während die Fans von Palace – 15.000, die die Reise unternommen hatten – in Jubel ausbrachen. Eine riesige Choreografie vor dem Anpfiff hatte „Europa League Boarding“ versprochen, und der Verein hat nun das Ticket. Für Präsident Steve Parish, der neben UEFA-Präsident Aleksander Čeferin saß, war es ein ergreifender Moment; der Mann, der den Verein 2010 vor der Liquidation rettete, sah ihn nun richtig auf der europäischen Bühne.

Mátegas Siegtor war ein roter Faden der Erlösung. Einem glamourösen Wechsel in die Serie A im Winter verwehrt, kanalisierte er seine Frustration in einen saisonentscheidenden Moment. Seine 21 Tore in allen Wettbewerben waren instrumental, und ihn fit zu halten wird entscheidend sein, während sich Palace auf eine Europa-League-Kampagne vorbereitet, die neue Investitionen und Talente anziehen könnte.

Glaskows Abgang eröffnet ein neues Kapitel. Während sein Nachfolger vor der gewaltigen Aufgabe steht, auf diesem Erfolg aufzubauen, sind die Grundlagen solide: ein Kader, der junge Hoffnungen wie Wharton und Canvot mit erfahrenen Köpfen mischt. Die Multi-Club-Besitz-Kontroverse, die den Saisonstart überschattete, wirkt nun wie eine ferne Erinnerung, ersetzt durch den greifbaren Lohn von Silberware und europäischem Fortschritt.

Als der rot-blaue Konfetti niederging, konnten die Palace-Fans auf eine Reise von der Insolvenzverwaltung zur europäischen Spitze zurückblicken. Die Conference League mag die dritte Stufe sein, aber für einen Verein von Palaces Statur repräsentiert sie einen weiteren unwahrscheinlichen Gipfel. Mit der Europa League am Horizont besteht die Herausforderung darin, diesen Triumph zu einem Sprungbrett und nicht zu einem Höhepunkt zu machen.

Basierend auf Berichterstattung des Guardian.