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D'Aversa spricht über Turins Zukunft, Superga-Gedenkfeier

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Turin-Trainer Roberto D'Aversa gibt einen Ausblick auf das Spiel gegen Sassuolo, spricht über die Verfügbarkeit von Spielern, reflektiert die emotionale

Turins Trainer Roberto D'Aversa stand den Medien Rede und Antwort, um die Herangehensweise seiner Mannschaft für das anstehende Serie-A-Spiel gegen Sassuolo zu erläutern. Da beide Vereine rechnerisch vor dem Abstieg sicher sind und keine größeren Ligaziele mehr verfolgen, könnte die Begegnung als eine mit geringem Einsatz wahrgenommen werden. D'Aversa wies diese Annahme jedoch schnell zurück und betonte die Bedeutung von Berufsstolz und einem positiven Saisonabschluss.

Der Trainer stellte klar, dass die letzten Eindrücke einer Saison haften bleiben. Er verwies auf die starke Form von Sassuolo in letzter Zeit, die durch ihren Sieg gegen Mailand unterstrichen wird, als klares Indiz dafür, dass seine Mannschaft voll konzentriert sein muss. Für D'Aversa ist das Ziel, auf der soliden Heimform aufzubauen, die Turin das ganze Jahr über gezeigt hat, unabhängig von der Tabellensituation.

In personeller Hinsicht gab D'Aversa ein detailliertes Fitness-Update. Die Schlüsselstürmer Duván Zapata und Ché Adams sowie Verteidiger Mads Pedersen wurden für das Spiel nominiert. Der Trainer merkte an, dass Zapata und Pedersen einen reibungsloseren Erholungsweg hatten, aber alle drei Spieler sind entschlossen, ihren Beitrag zu leisten. Er verriet auch, dass Verteidiger Guillermo Maripan, obwohl er zuletzt nicht trainiert hatte, sich verfügbar gemacht hat – eine Geste, die D'Aversa als positives Zeichen des Engagements interpretierte.

Diese Verfügbarkeit von Offensivoptionen könnte zu einer taktischen Umstellung führen. D'Aversa deutete die Möglichkeit an, von Beginn an mit einer Doppelspitze zu spielen, was M'Baye Njie einen Startplatz einbringen könnte. Er erklärte, dass er, wenn sowohl Zapata als auch Adams verfügbar sind, auch nur teilweise, es vorzieht, sie gemeinsam einzusetzen – eine Strategie, die er beim vorherigen Auswärtsspiel in Udine nicht anwenden konnte.

Ein bedeutender Teil der Pressekonferenz befasste sich mit der kürzlichen Gedenkfeier zur Superga-Flugkatastrophe, die von Fanprotesten gegen den Vereinspräsidenten Urbano Cairo überschattet wurde. D'Aversa sprach mit tiefer Emotion über den Jahrestag am 4. Mai und beschrieb die Zeremonie als zutiefst bewegend. Er erklärte, dass die Erinnerung an die Grande-Torino-Tragödie über aktuelle Streitigkeiten erhaben sei, und erinnerte an die kraftvolle Stille und die emotionale Wucht der Ehrung.

Bezüglich der Abwesenheit von Fans aufgrund ihres anhaltenden Protests äußerte der Trainer seine Enttäuschung. Er erkannte das Recht der Fans an, ihre Bedenken zu äußern, bekräftigte jedoch, dass der Fokus der Mannschaft darauf liege, im heimischen Stadion starke Leistungen zu zeigen, anstatt sich mit den jüngsten Auswärtsresultaten wie der Niederlage in Udine zu beschäftigen.

Mit Blick auf die weitere Zukunft äußerte sich D'Aversa zu Spekulationen über seine eigene Zukunft im Verein. Er umriss seine beiden Hauptziele bei Amtsantritt: Turins Serie-A-Status zu sichern und daran zu arbeiten, den Wert des Kaders wiederherzustellen. Während das erste Ziel erreicht sei, betrachte er das zweite als einen fortlaufenden Prozess. Seine Haltung zu seiner Zukunft war klar und professionell: Er warte auf einen Anruf von Präsident Cairo, um die Situation weiter zu besprechen, was darauf hindeute, dass er keinen Abgang suche, aber offen für Dialog sei.

Das Gespräch berührte auch das bevorstehende Derby della Mole gegen Juventus am Saisonende. D'Aversa wünscht sich, dass seine Mannschaft das Spiel gegen Sassuolo als Sprungbrett nutzt, um Schwung und Selbstvertrauen zuhause aufzubauen. Er lobte Sassuolos Leistung unter Trainer Davide Ballardini und wies auf deren sofortigen Wiederaufstieg in die Serie A und eine wettbewerbsfähige Saison hin, was sie zu einem formidablen Gegner mache.

Zusammenfassend war D'Aversas Botschaft eine von Professionalität und Zukunftsorientierung. Er leitet eine Mannschaft, die die letzten Wochen einer langen Saison navigiert, und balanciert Spielerfitness mit dem Wunsch, einen starken Abschluss zu finden. Seine Kommentare spiegeln einen Trainer wider, der seiner aktuellen Aufgabe verpflichtet ist, während er die Hierarchie des Vereins und seine leidenschaftliche, wenn auch derzeit protestierende Fangemeinde respektiert.

Basierend auf Berichten von Tuttosport.com - Calcio.