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Ødegaard zum norwegischen Kapitän ernannt: König verkündet

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Arsenals Martin Ødegaard führt Norwegens 25-köpfigen WM-Kader als Kapitän an, der vom König persönlich bekannt gegeben wurde, während Erling Haaland für die

Mit königlichem Flair wurde Norwegens WM-Kader für das erweiterte Turnier diesen Sommer nicht von einem Trainer oder Verbandschef, sondern von König Harald V. höchstpersönlich enthüllt. Der Monarch veröffentlichte ein vorab aufgezeichnetes Video in den sozialen Medien und bestätigte Arsenals Mittelfeldspieler Martin Ødegaard als Kapitän der 25-köpfigen Mannschaft. Es war ein angemessen majestätischer Auftakt für eine Nation, die zum ersten Mal seit 1998 auf die größte Fußballbühne zurückkehrt.

Ødegaards Ernennung formalisiert einen Führungsweg, der sich seit Jahren abzeichnet. Der 26-Jährige, frisch von der Kapitänsrolle bei Arsenals Premier-League-Titel, übernimmt nun die Binde für sein Land in einem entscheidenden Moment. Seine kreative Vision und Erfahrung in großen Spielen werden entscheidend sein, wenn Norwegen eine Gruppe mit Frankreich, Senegal und dem Irak bewältigt. Für Trainer Ståle Solbakken signalisiert die Übergabe der Kapitänsbinde an Ødegaard eine klare Absicht: den Aufbau um einen Spieler, dessen Einfluss sich bereits über Europas Top-Ligen erstreckt.

Ødegaard wird sich die Aufmerksamkeit mit Manchester Citys Stürmer Erling Haaland teilen, dessen 40-Tore-Saison ihn zum gefürchtetsten Stürmer der Welt gemacht hat. Der Kader umfasst auch aufstrebende Talente wie Flügelspieler Oscar Bobb von Fulham, Crystal Palaces Jørgen Strand Larsen und RB Leipzigs Antonio Nusa. Alexander Sørloth von Atlético Madrid bietet eine physische Alternative im Sturm, während Benficas Andreas Schjelderup und Bodø/Glimts Jens Petter Hauge Tiefe auf den Flügeln bieten. Dies ist Norwegens tiefster Angriffspool seit Jahrzehnten, weit entfernt von der Auswahl von 1998, die stark auf den legendären Tore André Flo angewiesen war.

Die königliche Ankündigung wurde mit einem schelmischen Unterton geliefert. In dem Video las König Harald die Namen einzeln vor und verlieh einem sonst sterilen Format Persönlichkeit. Der neu von Derby County berufene Verteidiger Sondre Langas scherzte gegenüber NRK, er habe „dem König keine Sekunde lang getraut“, bis das Video zu Ende war. Die Beteiligung des Monarchen unterstrich eine nationale Stimmung, die Stolz mit spielerischem Unglauben über das Ende der WM-Durststrecke verbindet.

Unter den Auswahlen war der noch nicht berufene Torhüter Sander Tangvik vom HSV eine Nachnominierung nach einer Verletzung von SK Branns Mathias Dyngeland. Ein Antrag auf beschleunigte Staatsbürgerschaft für den ehemaligen russischen U21-Nationalspieler Nikita Haikin scheiterte, was Tangvik die Tür öffnete. Der 23-Jährige ist der einzige Spieler im Kader ohne A-Länderspieleinsatz – ein Risiko, das die relative personelle Schwäche Norwegens hinter den etatmäßigen Torhütern Ørjan Nyland (Sevilla) und Egil Selvik (Watford) zeigt.

Die Abwehr wird von erfahrenen Spielern wie Kristoffer Ajer (Brentford), Leo Skiri Østigård (Genua) und Julian Ryerson (Borussia Dortmund) angeführt. Marcus Holmgren Pedersen (Turin) und David Møller Wolfe (Wolverhampton) bieten Optionen auf den Außenbahnen, während Torbjørn Heggem (Bologna) sich nach einer soliden Serie-A-Saison seinen Platz verdient hat. Im Mittelfeld wird Ødegaard von Sander Berge (Fulham), Fredrik Aursnes (Benfica) und Thelo Aasgaard (Rangers) unterstützt, was Solbakken sowohl Stahl als auch Kreativität verleiht.

Die WM 2026 – ausgetragen in den USA, Kanada und Mexiko – ist die erste mit 48 Teams und erweitert die Chancen für Nationen wie Norwegen. Ihr Auftaktspiel am 16. Juni in Boston gegen den Irak wird den Ton angeben, gefolgt von Begegnungen mit Senegal und Frankreich in der Gruppe F. Das Format sieht vor, dass die ersten beiden jeder Gruppe sowie die acht besten Gruppendritten weiterkommen, was Norwegen einen realistischen Weg ins Achtelfinale eröffnet – zum ersten Mal seit dem Erreichen des Achtelfinals 1998.

Für ein Land, das in Isolation Weltklasse-Talente hervorgebracht hat – von Ole Gunnar Solskjær bis John Arne Riise – stellt dieses Turnier die Chance einer Generation dar, eine gemeinsame Geschichte zu schreiben. Die Achse Ødegaard-Haaland ist die offensichtliche Schlagzeile, aber die Kaderbreite und taktische Flexibilität werden gegen ein technisch begabtes Senegal und ein Übermacht Frankreich auf die Probe gestellt. Wenn Tangvik oder die Ersatzverteidiger zum Einsatz kommen müssen, könnte der Zusammenhalt des Teams unter Solbakkens System der entscheidende Faktor sein.

Der neuartige Ansatz des Königs und die vereinende Präsenz von Ødegaard als Kapitän haben bereits die Erwartungen gesteigert. Langas‘ Scherz fängt eine Stimmung des vorsichtigen Optimismus ein; Fans erinnern sich an die knappen Verpasser der 2000er und das schmerzliche Warten. Aber mit Spielen in ikonischen amerikanischen Stadien und einem Kader, der Premier-League-Erfahrung mit jugendlicher Unbeschwertheit vereint, ist Norwegen nicht mehr nur froh, dabei zu sein. Sie wollen für Überraschungen sorgen.

Während sich der Kader zu Vorbereitungslehrgängen versammelt, sind alle Augen auf Ødegaard gerichtet, ob er seinen inländischen Erfolg in internationalen Glanz ummünzen kann. Die WM-Reise beginnt in weniger als zwei Wochen, und Norwegens Geschichte wird einer der faszinierendsten Nebenhandlungen des Turniers sein.

Basierend auf Berichterstattung von BBC Sport.