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Deschamps' 26-köpfiger Frankreich-Kader: 3 neue Gesichter

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Deschamps benennt seinen 26-köpfigen Frankreich-Kader für die WM 2025 und verzichtet auf Camavinga, während er Torhüter Risser, Verteidiger Lacroix und Stürmer

Didier Deschamps hat seinen endgültigen Kader bestätigt, eine 26-köpfige Auswahl, die Frankreich bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko vertreten wird. Die Ankündigung hatte eine zusätzliche Bedeutung: Sie markiert das Ende einer Ära nach 14 Jahren unter Deschamps' Führung, einer Zeit, die den Weltmeistertitel 2018 und einen zweiten Platz 2022 einbrachte. Bei seinem Abschiedsturnier hat der Trainer eine Balance zwischen Loyalität und einigen bemerkenswerten Überraschungen gefunden, indem er drei Spieler berief, die nicht im jüngsten Aufgebot waren, während er einen Star von Real Madrid und einen Stürmer von Tottenham ausließ.

Der interessanteste Name ist Robin Risser, der Torhüter von RC Lens, der kürzlich den UNFP-Preis für den besten Torhüter der Ligue 1 gewann. Der junge Schlussmann wird als dritte Wahl hinter dem etablierten Paar dienen, dennoch signalisiert seine Aufnahme einen Generationswechsel. Rissers Aufstieg war rasant: Vor zwei Saisons brach er in die erste Mannschaft von Lens durch und hat sich seitdem mit seinen Paraden und seiner Luftüberlegenheit ausgezeichnet. Deschamps sieht in ihm offensichtlich eine langfristige Option im Tor, und die WM-Umgebung, selbst als Reserve, wird wertvolle Erfahrung bieten. Er reiht sich in die Linie der Lens-Torhüter ein, die nationale Berufungen erhielten, ein Zeugnis des Entwicklungswegs des Vereins.

Verteidiger Maxence Lacroix erhält eine weitere Chance, nachdem er während der letzten Länderspielpause beeindruckt hat. Seine Leistung im blauen Trikot überzeugte Deschamps, ihn als zusätzlichen Defensivspieler aufzunehmen und andere Kandidaten zu verdrängen. Lacroix, der in der Innenverteidigung spielen kann, bietet Tempo und Physis – Eigenschaften, die gegen die vielseitigen Angriffsbedrohungen des Turniers entscheidend sein werden. Die Auswahl deutet darauf hin, dass Deschamps seine aktuelle Form und taktische Flexibilität über etabliertere Namen schätzt. Mit neun Verteidigern im Kader verfügt Frankreich über Tiefe in der Abwehrreihe, und Lacroix könnte ein wertvoller Ersatz für die Startelf sein.

Im Sturm hat Jean-Philippe Mateta einen Platz ergattert und den Tottenham-Spieler Randal Kolo Muani verdrängt. Matetas Aufnahme belohnt eine Saison mit konstanten Toren auf Vereinsebene, während Kolo Muanis Auslassung einen Rückgang der Leistung seit seinem Wechsel nach Nordlondon widerspiegelt. Mateta bietet eine physische Präsenz und ein Talent zum Ballhalten, Eigenschaften, die als Plan B von der Bank für Les Bleus dienen könnten. Seine Berufung unterstreicht auch Deschamps' Bereitschaft, auf Form statt auf Ruf zu vertrauen – eine Philosophie, die seine Amtszeit gefestigt hat.

In Bezug auf Abwesende ist der Name, der die meiste Diskussion auslöst, Eduardo Camavinga. Der Mittelfeldspieler von Real Madrid galt weithin als sicher für den endgültigen Kader, viele Analysten sahen ihn als integralen Bestandteil des Mittelfelds. Allerdings könnten seine jüngsten Leistungen für Verein und Nationalmannschaft hinter Deschamps' Erwartungen zurückgeblieben sein. Der Trainer entschied sich stattdessen für einen zusätzlichen Verteidiger, was auf einen Fokus auf defensive Stabilität hindeutet. Camavingas Auslassung ist eine Erinnerung an die absurde Tiefe Frankreichs: Selbst ein Champions-League-siegender Mittelfeldspieler kann es verpassen. Er bleibt jung und wird wahrscheinlich ein zukünftiger Pfeiler sein, aber vorerst schaut er von außen zu.

Kolo Muanis Fehlen spiegelt ein breiteres Thema wider: Deschamps bevorzugt im Angriff erprobte Muster. Der Stürmer hat es nicht geschafft, die Form zu wiederholen, die ihn einst zum Stammspieler machte, und das Aufkommen anderer Optionen verdrängte ihn. Mit neun Angreifern im Kader ist die Konkurrenz groß. Der Kader bietet eine Mischung aus inversen Flügelspielern, traditionellen Neunern und Außenstürmern, die mehrere taktische Formationen ermöglicht.

Insgesamt enthält der 26-köpfige Kader keine weiteren großen Überraschungen. Der Kader teilt sich auf in drei Torhüter, neun Verteidiger, fünf Mittelfeldspieler und neun Stürmer – eine Struktur, die Deschamps' pragmatischen Ansatz widerspiegelt. Das Rückgrat bleibt vertraut, gestützt auf den Kern der Weltmeister von 2018, aber mit neuem Blut angereichert. Frankreich wird als einer der Favoriten zum Turnier reisen und versuchen, nach dem Triumph von 2018 einen dritten Stern auf das Wappen zu setzen.

Deschamps' endgültige Teamauswahl ist sowohl eine Anerkennung der Kontinuität als auch ein Blick in die Zukunft. Indem er Risser, Lacroix und Mateta integrierte und bekannte Namen ausließ, hat er eine Aussage über Leistung und Bereitschaft gemacht. Während sich Frankreich auf das Auftaktspiel am 11. Juni vorbereitet, verlagert sich der Fokus nun darauf, wie dieser Kader unter dem scheidenden Trainer zusammenwächst. Mit Talent in jeder Reihe werden die französischen Fans hoffen, dass Deschamps' letztes Kapitel mit dem ultimativen Preis endet.

Basierend auf Berichterstattung von L'Equipe.