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DR Kongo 0-0 Dänemark: Drei Aluminiumtreffer im Testspiel

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DR Kongo spielte in der WM-Vorbereitung 0:0 gegen Dänemark und überstand drei Aluminiumtreffer. Ein Freundschaftsspiel gegen Chile wurde aus Ebola-Angst

Der Weg der DR Kongo zur Weltmeisterschaft begann mit einem zähen, aber torlosen Unentschieden gegen Dänemark in Lüttich, Belgien, wobei sich Sébastien Desabres Mannschaft auf defensive Solidität stützte, um trotz mehrerer Glücksmomente eine weiße Weste zu bewahren. Die Leoparden, die sich auf eine Gruppenphase gegen Portugal, Usbekistan und Kolumbien vorbereiten, zeigten eine kompakte Organisation, die gegen stärkere Gegner entscheidend sein wird, doch das Fehlen von Angriffsdurchschlagskraft warf früh Fragen auf, ob sie Widerstandsfähigkeit in Siege ummünzen können.

Dänemark, selbst nicht beim Sommerturnier vertreten, dominierte große Teile der Partie und traf dreimal das Aluminium, wobei das Spiel allmählich ihrer Kontrolle entglitt. Linksverteidiger Joakim Mæhle traf als Erster das Gestänge; sein Schlenzer aus der Distanz in der 25. Minute ließ den Torhüter machtlos und streifte den Außenpfosten. Die Schrecksekunde bewegte die DR Kongo dazu, ihre Formation zu verdichten, aber die Dänen drängten weiter und kamen zehn Minuten später noch näher, als Christian Eriksens gefürchteter Freistoß den Pfosten küsste, während der Keeper wie angewurzelt stand.

Der in Frankreich geborene Desabre hatte sein Team in einem tiefen, disziplinierten Block aufgestellt, der den dänischen Rhythmus über lange Zeit störte, und diese Struktur hielt bis zur Halbzeit durch. Doch nach dem Wiederanpfiff das gleiche Bild: Pierre-Emile Højbjerg von Marseille donnerte in der 51. Minute einen heftigen Schuss aus der Strafraumgrenze, nur um zu sehen, wie der Ball zum dritten Mal das Aluminium erzittern ließ. An einem anderen Abend hätte Dänemark drei Tore Vorsprung haben können, doch das Glück der Leoparden unterstrich den Wert eines gut einstudierten Abwehrsystems, auch wenn es auf letzte Grätschen und eine gehörige Portion Glück angewiesen war.

In der zweiten Halbzeit ließ das Tempo nach und die DR Kongo fand besser ins Spiel. Die Einwechslungen von Simon Banza, Noah Sadiki und dem agilen Yoane Wissa brachten neue Energie in den Angriff, insbesondere Wissa bereitete der dänischen Abwehr mit seinen direkten Läufen und klugen Bewegungen Probleme. Das Trio verlagerte das Momentum und kreierte eine Reihe von Halbchancen, die erahnen ließen, was dieses Team leisten kann, wenn es von der Verteidigung zum Konter übergeht.

Der entscheidende Moment kam in der Nachspielzeit. Joris Kayembe stieg zur Flanke hoch und köpfte wuchtig in Richtung Tor, aber der dänische Keeper Filip Jørgensen zeigte eine atemberaubende Reflexparade und kratzte den Ball von der Linie, um das Unentschieden zu retten. Es war ein bittersüßes Ende für die DR Kongo, die in der Schlussphase genug getan hatte, um das Spiel zu gewinnen, aber letztlich die klinische Abschlussstärke vermissen ließ, um den Bann zu brechen.

Desabre wird aus der Defensivorganisation Mut schöpfen – seine Mannschaft hat in drei der letzten vier Spiele eine weiße Weste bewahrt – doch das Fehlen einer echten Torchance gegen eine nicht an der WM teilnehmende dänische Mannschaft gibt Anlass zur Sorge. Der Weg der Leoparden in die K.o.-Runde in einer Gruppe mit der Offensivpower Portugals und der Hartnäckigkeit Usbekistans und Kolumbiens erfordert mehr als nur Resilienz; sie müssen im letzten Drittel eine Durchschlagskraft entwickeln, die ihnen in Lüttich fehlte.

Die Vorbereitung wird durch die Absage des geplanten zweiten Testspiels der DR Kongo gegen Chile erschwert. Die Partie, die in Spanien stattfinden sollte, wurde vom örtlichen Bürgermeister aus Angst vor Ebola-Übertragung abgesagt, sodass Desabre vor Turnierbeginn am 11. Juni nur dieses eine Testspiel zur Verfügung steht. Die Störung raubt der Mannschaft eine wichtige Gelegenheit, die Taktik zu verfeinern und gegen südamerikanische Gegner Chemie aufzubauen, und zwingt den Trainerstab, auf interne Trainingsspiele zurückzugreifen, um Spielsituationen zu simulieren.

Die Ebola-bedingte Absage ist im Fußball nicht ohne Präzedenzfall – ähnliche Gesundheitsbedenken haben bereits früher internationale Spiele beeinflusst – doch ihr Zeitpunkt könnte für eine Nation, die auf die Weltbühne zurückkehrt, nicht schlechter sein. Nur wenige Wochen vor ihrem Auftaktspiel muss die DR Kongo nun mit begrenzten externen Tests auskommen, was die Lehren aus dem Unentschieden gegen Dänemark umso wichtiger macht.

Trotz der Frustration gab es handfeste Positiva: Sadiki und Banza als Einwechselspieler mit Impact, der unermüdliche Einsatz von Wissa in der vorderen Reihe und die erfahrene Führung der Defensive. Desabre hat einen Kader aufgebaut, der schwer zu knacken ist, und dieses Fundament könnte sich gegen die Schwergewichte des Turniers als unschätzbar erweisen. Die Herausforderung besteht nun darin, das Angriffsarsenal zu schärfen, damit die Aluminiumtreffer und Torlinienrettungen zu Toren werden und nicht nur Gesprächsthemen bleiben.

Während die Leoparden in eine verdichtete letzte Trainingsphase gehen, wird die Balance zwischen pragmatischer Stabilität und offensivem Ehrgeiz ihr WM-Schicksal bestimmen. Mit nur einem Testspiel in den Beinen ist der Spielraum für Fehler gering, doch die in Lüttich gezeigte Widerstandsfähigkeit deutet darauf hin, dass diese DR-Kongo-Mannschaft für niemanden ein leichter Gegner sein wird. Basierend auf Berichterstattung von L'Équipe.