England sicherte sich in Taunton auf dramatische Weise einen 2:1-T20-Seriensieg über Indien, indem es 181 Läufe mit sechs Wickets Vorsprung jagte, dank einer rekordverdächtigen Partnerschaft zwischen Heather Knight und Alice Capsey. Das Duo rettete die Gastgeberinnen aus einer gefährlichen 38/3 und erzielte die höchste erfolgreiche Run-Jagd einer englischen Frauen-T20-Mannschaft auf heimischem Boden.
Indien, von Englands Kapitänin Charlotte Edwards zum Schlagen geschickt, erzielte wettbewerbsfähige 180/4. Kapitänin Harmanpreet Kaur verankerte das Innings mit ungeschlagenen 56 Runs aus 40 Bällen und schlug sieben Grenzen. Deepti Sharma und Yastika Bhatia lieferten mit jeweils 32 Runs wichtige Unterstützung und brachten die Gäste auf eine entmutigende Gesamtpunktzahl. Die erforderliche Laufrate von 9,36 von Anfang an bedeutete, dass England sich keinen langsamen Start leisten konnte.
Die Jagd begann katastrophal, als England in den ersten fünf Overs Danni Wyatt-Hodge (5), Sophia Dunkley (16) und Amy Jones (2) verlor und auf 38/3 abrutschte. Die erforderliche Laufrate stieg auf 9,53, und Indiens Bowler waren in Hochform. Eine Serienniederlage stand England in diesem Moment bevor.
Dann kam das Comeback. Alice Capsey, die an Nr. 4 in einer unveränderten englischen Elf schlug, lieferte eine Meisterklasse des modernen T20-Schlagens ab. Die 21-Jährige schlug acht Fours und zwei Sixes in ihren 82 Runs aus 46 Bällen und erreichte ihr Half-Century in nur 31 Lieferungen. Sie manipulierte das Feld mit 360-Grad-Schlagspiel und zeigte die furchtlose Herangehensweise, die ihren schnellen Aufstieg im internationalen Cricket kennzeichnet.
Heather Knight, deren Platz im Team nach einer durchwachsenen Phase in Frage gestellt worden war, antwortete mit einem Kapitänsschlag. Sie erreichte ihr Fifty mit 31 Bällen und blieb mit 70 Runs aus 43 Lieferungen ungeschlagen, wobei sie autoritäre Drives mit geschickter Platzierung mischte. Ihr Innings war sowohl eine Absichtserklärung als auch eine Rettungsaktion.
Gemeinsam erzielten Capsey und Knight eine kolossale Partnerschaft von 137 Runs aus 76 Bällen. Ihre Verbindung drehte nicht nur das Spiel, sondern unterstrich auch Englands Tiefe und Widerstandsfähigkeit. Der Rekordstand war der Eckpfeiler der höchsten erfolgreichen Jagd zu Hause und übertraf den vorherigen Bestwert mit deutlichem Abstand.
Cheftrainerin Charlotte Edwards, die für das Serie entscheidende Spiel eine unveränderte Mannschaft benannt hatte, war überschwänglich in ihrem Lob. Sie bezeichnete die Leistung als herausragend und stellte fest, dass das Team bewusst zuerst bowlen wollte, um sich unter Druck zu testen. Das Trainerteam hatte in den letzten Monaten die Jagd auf große Gesamtpunktzahlen betont, und dieses Ergebnis am Vorabend der ICC Women's T20 World Cup bestätigte diese Arbeit.
Edwards gab zu, dass die Darbietung die Selektionsdilemmas vor dem am 12. Juni beginnenden Turnier nur verschärfen würde. Capsays Allround-Paket – ihr Schlagen, ihre Bowling-Option und ihr athletisches Fielding – machen sie nahezu sicher, aber der Wettbewerb um die Top-Order-Plätze ist hart. Knights Rückkehr zur Form verkompliziert die Dinge ebenfalls, da erfahrene Spielerinnen wie Tammy Beaumont und Lauren Winfield-Hill in den Startlöchern warten.
Die englische Trainerin hob Capsays Entwicklung hervor und nannte sie unglaublich für eine 21-Jährige. Sie wies auf die harte Arbeit hin, die Capsey im Winter geleistet hatte, und zeigte sich erfreut, diese Bemühungen auf internationaler Bühne belohnt zu sehen. Edwards beschrieb das aktuelle Mannschaftsumfeld als gesund, in dem jede Spielerin die anderen zu Leistungen anspornt.
Indien wird eine verpasste Gelegenheit bedauern. Harmanpreets 22. T20I-Fifty hatte sie fest im Griff, aber ihre Bowler konnten den Druck gegen den Ansturm von Knight und Capsey nicht aufrechterhalten. Die Niederlage verwehrte Indien einen seltenen Seriensieg auf englischem Boden, obwohl ihre wettbewerbsfähige Leistung in allen drei Spielen auf ein Team hindeutet, das bei der Weltmeisterschaft herausfordern kann.
Nur wenige Tage vor dem globalen Turnier sendet Englands Rekordjagd eine Botschaft an ihre Rivalen. Die Fähigkeit, frühe Schläge einzustecken und dennoch hohe Ziele zu überwinden, verleiht ihrem Spiel eine neue Dimension. Edwards bestätigte, dass der Kader kurz davor steht, die beste Elf zu bestimmen, aber die Leistungen von Capsey und Knight sorgen dafür, dass die endgültige Entscheidung ein willkommenes Problem sein wird.
Basierend auf Berichten von Sky Sports.