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Englands Kader für die WM 2026: Toney und Stones dabei

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England beruft Ivan Toney und John Stones für die WM 2026, lässt aber überraschend Trent Alexander-Arnold, Phil Foden und Cole Palmer aus dem Kader.

Mit einem Schritt, der Wellen in der Fußballwelt schlägt, hat Englands Trainer Gareth Southgate einen Kader für die WM 2026 vorgestellt, der ebenso durch prominente Auslassungen wie durch interessante Aufnahmen geprägt ist. Ivan Toney und John Stones haben Tickets für das globale Sportereignis erhalten, während Trent Alexander-Arnold, Phil Foden und Cole Palmer darüber grübeln müssen, was hätte sein können. Die Entscheidungen spiegeln eine Mischung aus taktischem Pragmatismus und der Bereitschaft wider, Form und Fitness über Star-Power zu stellen.

Tonyes Nominierung ist eine Belohnung für seine konstanten Torjägerqualitäten auf Vereinsebene und seine Fähigkeit, den Ball als klassischer Mittelstürmer abzuschirmen. Nach einer langen Sperre wegen Wettverstößen ist der Stürmer von Brentford mit einem Punkt, den es zu beweisen gilt, zurückgekehrt und bietet eine physische Alternative zum beweglicheren Harry Kane. Mit neun Toren in seinen letzten zwölf Länderspielen ist Toney zu einer zuverlässigen Option von der Bank oder als Partner in einem Zwei-Stürmer-System geworden, und seine Aufnahme signalisiert Southgates Wunsch nach Flexibilität im Angriff.

John Stones, seit 2014 ein Fixpunkt in Englands Abwehrreihe, verdient sich seinen Platz trotz einer von kleineren Verletzungen gestörten Saison. Seine Ballruhe und die Fähigkeit, aus der Abwehr ins Mittelfeld vorzurücken, sind entscheidend für Englands Spielaufbau. Mit 32 Jahren bringt Stones unschätzbare Turniererfahrung mit, da er eine Schlüsselfigur bei den Läufen ins Halbfinale der WM 2018 und ins Finale der Euro 2020 war. Seine Aufnahme deutet darauf hin, dass Southgate auf einen erprobten Abwehrkern baut.

Was jedoch fesselt, ist die Liste der Abwesenden. Phil Foden, vierfacher Premier-League-Sieger mit Manchester City und einer der begabtesten Techniker Englands, findet sich nicht im Kader. Seine Vereinsform in dieser Saison war gemessen an seinen eigenen hohen Standards verhalten, mit nur sechs Ligatoren in einer Spielzeit, in der Citys kreative Last stark auf anderen lastete. Die Tiefe von Englands offensiven Mittelfeldoptionen – Jude Bellingham, James Maddison und Eberechi Eze sind alle im Kader – hat Foden verdrängt, da Southgate offenbar Spieler mit einer elektrisierenderen Inlandsform bevorzugt.

Cole Palmers Abwesenheit ist vielleicht noch überraschender. Der Chelsea-Star hat die Liga in einer Durchbruchssaison mit 22 Torbeteiligungen erhellt, wobei er mit einer Freiheit und einem Flair agierte, von dem viele annahmen, dass es ihm einen Platz im Flugzeug sichert. Doch Southgate scheint zu dem Schluss gekommen zu sein, dass Palmers beste Position – als schwebender Zehner – nicht nahtlos in ein System passt, das bereits um Bellingham herum aufgebaut ist. Die Entscheidung riskiert einen Gegenwind von Fans und Experten, die Palmer als Englands formstärkste kreative Kraft betrachten.

Trent Alexander-Arnolds Ausschluss unterstreicht ein langjähriges Dilemma. Die Passreichweite und die Standards des Liverpooler Rechtsverteidigers sind weltklasse, aber defensive Schwächen wurden oft auf internationaler Ebene offengelegt. Da sowohl Kyle Walker als auch Reece James verfügbar sind, hat Southgate die Sicherheit traditioneller Außenverteidiger der hybriden Rolle von Alexander-Arnold vorgezogen. Es ist eine Entscheidung, die die Debatte über die taktische Identität dieser englischen Mannschaft neu entfachen wird.

Die Zusammensetzung des Kaders deutet auf einen pragmatischen Ansatz für die K.o.-Phase der WM hin. Indem Southgate Stones‘ spielerische Intelligenz und Toneys Präsenz im Strafraum beibehält, kann er zwischen einem ballbesitzdominanten Stil und einem direkteren Konterplan wechseln. Gleichzeitig deuten die Auslassungen von Foden, Palmer und Alexander-Arnold auf einen Trainer hin, der bereit ist, Flair für strukturelle Disziplin zu opfern – ein Glücksspiel, das intensiv unter die Lupe genommen wird, wenn England in den späteren Runden scheitert.

Für das ausgelassene Trio ist der Zeitpunkt grausam. Das Turnier 2026 in Nordamerika stellt einen Höhepunkt für Spieler Mitte zwanzig dar: Foden und Alexander-Arnold werden zum Zeitpunkt des WM-Starts 26 Jahre alt sein, Palmer 24. Das Verpassen könnte zu einem prägenden Rückschlag in ihren internationalen Karrieren werden, auch wenn alle drei wahrscheinlich in zukünftigen Qualifikationskampagnen auftauchen werden. Die psychologischen Auswirkungen können jedoch nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Im weiteren Kontext von Englands goldener Generation spiegeln die Auswahlen auch die außergewöhnliche Tiefe wider, die Southgate nun zur Verfügung steht. Wenn ein Spieler von Fodens Kaliber zu Hause bleiben kann, spricht das für die Talentpipeline, die die A-Nationalmannschaft überflutet hat. Doch es wirft gleichermaßen Fragen auf, ob Southgate dieses Talent maximiert oder in eine Sicherheitsdenke zurückfällt, die England in vergangenen Turnieren teuer zu stehen gekommen ist.

Der Kader wird nun in ein Vorbereitungscamp einziehen, wo Randspieler sich noch als Verletzungsersatz hineindrängen können. Das Managementteam wird die Fitness genau beobachten, aber der Kern scheint festzustehen. Für die Fans ist die Debatte darüber, wer mitfliegen sollte und wer nicht, ein vertrautes Ritual – aber selten gab es so schlagzeilenträchtige Auslassungen.

Während England in die USA, nach Kanada und Mexiko reist, um den ersten WM-Titel seit 1966 zu jagen, ist der Druck auf Southgate immens. Sein Vermächtnis hängt davon ab, ob sich diese mutigen Kaderentscheidungen auszahlen. Die Aufnahme von Toney und Stones bringt Erfahrung und einen Plan B; der Ausschluss von Foden, Palmer und Alexander-Arnold entfernt eine Ebene der Unberechenbarkeit. Ob dieses kalkulierte Risiko zu Ruhm oder Reue führt, bleibt abzuwarten.

Basierend auf Berichten von ESPN.