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Englische Clubs erreichen zum dritten Mal in vier Jahren

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Crystal Palace ist der dritte englische Conference-League-Finalist in vier Jahren; Aston Villa im Europa-League-Finale. Die Finanzkraft der Premier League

Crystal Palace hat sich seinen Platz im Conference-League-Finale gesichert und ist damit der dritte englische Club, der innerhalb von vier Jahren das Endspiel erreicht. Sie treffen auf Rayo Vallecano in einem Duell zweier traditioneller Underdogs aus Großstädten. Währenddessen bereitet sich Aston Villa unter Trainer Unai Emery auf das Europa-League-Finale vor, der seinen fünften Titel in diesem Wettbewerb anstrebt. Diese Erfolge sind für die Vereine selbst historisch, unterstreichen aber auch einen besorgniserregenden Trend: Premier-League-Teams dominieren zunehmend die unteren UEFA-Wettbewerbe.

Die Conference League wurde eingeführt, um Clubs außerhalb der Elite eine realistische Chance zu geben, europäische Trophäen zu gewinnen. Doch die Finanzkraft der englischen Teams verzerrt das Spielfeld. Palace erzielte in der letzten Saison Einnahmen von 200 Millionen Pfund, fast viermal so viel wie sein spanischer Gegner Rayo Vallecano, der mit einem deutlich geringeren Budget operiert. Diese Diskrepanz ist zu einem wiederkehrenden Thema geworden, bei dem englische Clubs oft Gegner aus weniger lukrativen Ligen überwältigen.

Villas Weg zum Europa-League-Finale umfasste ein Halbfinale gegen den Premier-League-Kollegen Nottingham Forest, was unterstreicht, wie der Wettbewerb zu einer englischen Angelegenheit geworden ist. Freiburg mit Einnahmen von 140 Millionen Pfund hatte kaum eine Chance gegen Villas 378 Millionen Pfund. Selbst wenn Premier-League-Teams stolpern, helfen ihnen oft ihre Tiefe und Ressourcen weiter. Bemerkenswerterweise erreichten nur zwei der sechs englischen Clubs in der Champions League das Viertelfinale, was darauf hindeutet, dass der finanzielle Vorteil in den sekundären Turnieren am deutlichsten ist.

Dieser Trend gefährdet die ursprüngliche Absicht der Europa League und der Conference League. Der Triumph von Olympiakos in der Conference League vor zwei Saisons fühlte sich wie eine Anomalie an, aber nun sind Palace und Villa bereit, weitere englische Trophäen hinzuzufügen. Kritiker argumentieren, dass ohne strukturelle Reformen zur Umverteilung von Reichtum die Kluft nur größer wird. Die Bemühungen der UEFA, das Spielfeld zu ebnen, stoßen auf Widerstand, und die Stagnation der Erlöse aus inländischen TV-Rechten in weiten Teilen Europas bedeutet, dass die Dominanz der Premier League wahrscheinlich anhalten wird.

Während englische Clubs weiterhin zur Ziellinie trampeln, mögen ihre Siege einen bitteren Nachgeschmack haben. Der Erfolg einiger weniger spiegelt kein gesundes Ökosystem wider, und genau die Wettbewerbe, die den europäischen Fußball demokratisieren sollten, werden von wirtschaftlicher Macht umgestaltet. Basierend auf einem Bericht von Football | The Guardian.