In einer bedeutenden Entwicklung für den englischen Rugby haben die Aktionäre des Premiership-Teams Exeter Chiefs grünes Licht für einen potenziellen Verkauf an die amerikanische Eigentümergruppe gegeben, die den Premier-League-Fußballklub Bournemouth kontrolliert. Die Entscheidung wurde nach einer Sitzung getroffen, bei der die Mitglieder für die Aufnahme formeller Verhandlungen stimmten.
Die potenziellen neuen Eigentümer sind Black Knight Sports and Entertainment, eine Tochtergesellschaft der Cannae Holdings Inc. Diese Gruppe hat bereits einen starken Fuß in der europäischen Sportlandschaft, nachdem sie Ende 2022 die Übernahme von Bournemouth abgeschlossen hatte. Ihr Portfolio umfasst auch eine Beteiligung am französischen Fußballklub FC Lorient und den vollständigen Besitz des neuseeländischen Auckland FC.
Exeters Vorsitzender und Geschäftsführer Tony Rowe war bemüht, die Erwartungen zu steuern, und betonte, dass die Aktionärsabstimmung kein verbindliches Angebot darstelle. Er beschrieb es als einen „unverbindlichen Interessenbekundung“, der die Tür für ein offizielles Angebot und anschließende Verhandlungen über die Bedingungen eines potenziellen Verkaufs öffne.
Der Weg zu einem abgeschlossenen Deal ist nicht sofort. Exeter hat bestätigt, dass jedes formelle Angebot von einem gründlichen 60-tägigen Due-Diligence-Prozess abhängig sein wird. Es wird nicht erwartet, dass diese Untersuchungsphase vor Ende Mai abgeschlossen sein wird, was bedeutet, dass Fans und Interessengruppen auf konkretere Nachrichten warten müssen.
Dieser Schritt stellt Exeter in eine wachsende Liste von Premiership-Klubs, die erhebliche externe Investitionen anziehen. Es folgt kurz nach der Ankündigung der regionalen Nachbarn, der Cornish Pirates in der zweitklassigen Championship, einer Investition durch eine amerikanische Firma. Darüber hinaus hat die Premiership im letzten Jahr gesehen, dass Newcastle von Red Bull übernommen wurde und Bath eine große Finanzierung durch den Milliardär Sir James Dyson erhielt.
Der Zeitpunkt dieser potenziellen Übernahme fällt mit einer Phase des strukturellen Wandels für die Liga selbst zusammen. Die Premiership, die letzten Sommer ein Rebranding durchlief, plant, die Anzahl ihrer Teams ab der Saison 2029 von 10 auf 12 zu erweitern. Gleichzeitig beabsichtigt die Liga, das traditionelle System der automatischen Auf- und Abstufung abzuschaffen.
Auf dem Spielfeld befinden sich die Exeter Chiefs derzeit in einer starken Position. Der Klub, der seinen letzten Premiership-Titel in der Saison 2019-20 gewann, belegt nach 14 Spielen in dieser Saison den vierten Platz in der Tabelle. Ihr nächstes Spiel ist eine Begegnung mit Bath, die für Sonntag angesetzt ist.
Basierend auf Berichten von SkySports | News.