Die Stakeholder der Formel 1 haben eine Grundsatzvereinbarung zur Änderung der Motorenvorschriften für die Saison 2027 erzielt. Die Entscheidung, die während einer Online-Sitzung am Freitag getroffen wurde, wird die derzeitige nahezu gleichmäßige Leistungsverteilung zwischen dem Verbrennungsmotor (ICE) und dem elektrischen Energierückgewinnungssystem (ERS) verändern.
Unter dem neuen Plan wird sich die Leistungsteilung auf etwa 60-40 verschieben. Diese Änderung beinhaltet eine nominelle Leistungssteigerung des Verbrennungsmotors um etwa 50 Kilowatt, begleitet von einer entsprechenden Erhöhung des Kraftstoffdurchflusses. Gleichzeitig wird die Einsatzleistung des elektrischen ERS um einen ähnlichen Betrag von etwa 50 Kilowatt reduziert.
Die FIA erklärte, dass diese evolutionären Änderungen an den Hardwarekomponenten darauf abzielen, den Wettbewerb für Fahrer und Teams „sicherer, fairer und intuitiver“ zu gestalten. Die Anpassungen zielen darauf ab, das Fahrerlebnis zu verfeinern und möglicherweise den Bedarf an komplexen Energiemanagementstrategien während der Rennen zu reduzieren.
Diese Entscheidung folgt auf Diskussionen über die Auswirkungen der kürzlich beim Großen Preis von Miami eingeführten Regeländerungen. Diese Änderungen, die darauf abzielten, die Sicherheit zu verbessern und übermäßige Energierückgewinnung zu reduzieren, wurden als erfolgreich angesehen und gelten als positiver Schritt zur Verfeinerung des Regulierungsrahmens für 2026. Die FIA bestätigte, dass bei der Umsetzung in Miami keine wesentlichen Probleme oder Sicherheitsbedenken auftraten.
Während die Hardwareänderungen für 2027 grundsätzlich vereinbart wurden, sind weitere detaillierte technische Diskussionen erforderlich. Hersteller von Antriebseinheiten und Teams werden in technischen Gruppen zusammenarbeiten, um das vollständige Paket zu finalisieren, bevor es dem Weltrat für Motorsport zur formalen Genehmigung vorgelegt wird. Die längere Vorlaufzeit für das Design der Antriebseinheit erfordert diesen gründlichen Evaluierungsprozess.
Für den Rest der laufenden Saison einigten sich die Stakeholder auch auf weitere Anpassungen. Dazu gehören verbesserte Start-Sicherheitsüberarbeitungen, basierend auf einem in Miami getesteten System, um Fahrzeugen zu helfen, die Schwierigkeiten haben, vom Startplatz wegzukommen, sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit bei Nassbedingungen. Diese Updates werden den Teams mitgeteilt, sobald sie vollständig definiert sind.
Basierend auf Berichten von SkySports.