Ein routinemäßiger Verkehrsstreit im Viertel Mandacaru in João Pessoa eskalierte am Donnerstag, dem 7. Mai, zu einer Schießerei. Eine Angestellte der Câmara Municipal der Stadt hatte ihr Fahrzeug nach einer Auseinandersetzung mit einem anderen Fahrer, identifiziert als Mário de Oliveira da Silva, von einer Kugel getroffen.
Einem Gerichtsdokument des Gerichts von Paraíba, das die Anhörung des Verdächtigen zur Haftprüfung detailliert beschreibt, zufolge entwickelte sich der Vorfall, nachdem die Militärpolizei zum Tatort gerufen worden war. Der Verdächtige soll sein Fahrzeug neben das des Opfers gelenkt, eine Schusswaffe gezogen und einen Schuss abgefeuert haben, der ihr Auto traf.
Die an dem Fall beteiligten Polizeibeamten erklärten im offiziellen Verfahren, dass der Mann bei seiner Festnahme die Tat gestanden habe. Er habe den Behörden gegenüber angegeben, dass ein vorheriger Verkehrsstreit die Konfrontation ausgelöst habe. Trotz des Schusswaffengebrauchs wurde bei dem Vorfall niemand verletzt.
Die bei der Tat verwendete Waffe, eine legal registrierte Taurus-9mm-Pistole, wurde von der Polizei zusammen mit 17 Schuss Munition beschlagnahmt. Der Verdächtige wurde zunächst am Tatort auf frischer Tat festgenommen.
Allerdings entschied der zuständige Richter während der anschließenden Haftprüfung, die Festnahme nicht in einen Haftbefehl zur Untersuchungshaft umzuwandeln. Die Begründung des Gerichts basierte auf dem Mangel an ausreichenden Elementen, um die Inhaftierung des Verdächtigen zu rechtfertigen.
Infolgedessen wurde Mário de Oliveira da Silva aus der Haft entlassen, unterliegt jedoch mehreren gerichtlich angeordneten Vorsichtsmaßnahmen. Er muss sich monatlich beim Justizsystem melden, darf den Gerichtsbezirk nicht länger als acht Tage ohne vorherige Genehmigung verlassen und ist verpflichtet, seine Adresse und Kontaktdaten bei den Behörden aktuell zu halten.
Die Nachrichtenagentur g1 wandte sich an die Câmara Municipal von João Pessoa mit der Bitte um eine Stellungnahme zu dem Vorfall, der ihre Angestellte betraf. Zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung des Originalberichts hatte die Gemeindebehörde keine Antwort gegeben.
Basierend auf Berichten von g1.