Manchester City hielt sich mit einem überzeugenden 3:0-Sieg gegen Crystal Palace im Etihad im Rennen um die Premier-League-Meisterschaft, angetrieben von einem wiedererstarkten Phil Foden. Der englische Nationalspieler, der nach über zwei Monaten seinen ersten Ligastart absolvierte, bereitete in der ersten Halbzeit zwei Tore vor, die das Spiel effektiv entschieden und den Druck auf den Tabellenführer Arsenal aufrechterhielten.
Das Ergebnis lässt City zwei Punkte hinter den Gunners zurück, wobei beide Seiten nur noch zwei Spiele haben. Mikel Artetas Team hat einen schmalen Vorteil und wird den Titel gewinnen, wenn es seine verbleibenden Spiele gewinnt. Fodens Botschaft war jedoch klar: City ist bereit, jeden Ausrutscher zu nutzen, und erinnert alle daran, dass Dramatik am letzten Spieltag immer möglich ist.
Fodens Rückkehr in die Startelf war eine bemerkenswerte Entwicklung. Der 25-Jährige hatte in dieser Saison mit Beständigkeit zu kämpfen und fand in Guardiolas Kader bei starker Konkurrenz nur begrenzte Spielzeit. Sein letzter Ligastart datierte auf Anfang März, und er hatte einen Formabfall eingeräumt. Doch gegen eine vorsichtige Palace-Mannschaft nutzte er seine Chance mit einer Vorstellung, die an seine beste Zeit erinnerte.
Die Gastgeber übernahmen früh die Kontrolle, und Foden stand im Mittelpunkt. Beim Führungstor zeigte er einen genialen Moment – einen Hackentrick, der Antoine Semenyo freispielte, der den Ball flach ins Eck schoss. Es war eine Improvisation, die Fodens einzigartige kreative Funken unterstrich. Kurz darauf legte er erneut auf, diesmal mit einem konventionelleren Pass, um Citys zweiten Treffer vorzubereiten. Seine Übersicht und Passgenauigkeit waren für eine zusammenhanglose Palace-Abwehr zu viel.
Nach dem Spiel würdigte Foden die Bedeutung seines Beitrags. „Ich bin überglücklich, beigetragen zu haben und drei Punkte zu holen“, sagte er zu Sky Sports. „Ich hatte eine gute Halbserie, ließ dann aber nach und hatte es schwer, in die Mannschaft zu kommen, wenn so großartige Spieler besser in Form sind als ich. Ich musste geduldig sein, hart trainieren und auf meinen Moment warten, um ihn zu nutzen.“ Seine Worte spiegelten sowohl persönliche Erleichterung als auch Fokus auf das kollektive Ziel wider.
Titelrivale Arsenal wird dies zur Kenntnis genommen haben. Citys Fähigkeit zu rotieren und dennoch gnadenlose Leistungen abzurufen, unterstreicht ihre Tiefe. Guardiola lobte Fodens Einfluss, insbesondere bei der Überwindung einer tiefstehenden Abwehr. „In diesen Spielen braucht man Qualität, Funken, Talent, etwas, das nicht auf dem taktischen Brett steht“, erklärte der City-Trainer. „Er bekommt den Ball in engen Räumen und kreiert etwas. Gute Spieler liefern; ich freue mich für ihn.“ Guardiola hob auch Fodens Anpassungsfähigkeit hervor, da er ihn zeitweise in einer tieferen Mittelfeldrolle eingesetzt hatte.
Die Vorlage zu Semenyos Tor erntete besondere Bewunderung. Der ehemalige Liverpool- und England-Mittelfeldspieler Jamie Redknapp, der als Experte für Sky Sports arbeitete, nannte sie die „Vorlage der Saison“. Foden selbst gab zu, dass das Risiko es wert war: „Manchmal klappt es nicht, aber das Risiko ist es wert.“ Diese Bereitschaft, das Unerwartete zu versuchen, macht ihn zu einem besonderen Talent.
Abseits des Titelrennens hat Fodens Leistung auch Bedeutung für seine internationalen Aussichten. Thomas Tuchel wird am 22. Mai seinen englischen Kader für die Weltmeisterschaft bekannt geben, und der Trainer hatte zuvor Bedenken hinsichtlich Fodens Form geäußert. Da der Kader auf 26 Spieler erweitert wurde, könnte Fodens Fähigkeit, in engen Räumen zu agieren und defensive Systeme zu knacken, im Turnierfußball ein wertvolles Gut sein.
Micah Richards, ein weiterer Sky-Sports-Kommentator, betonte Fodens einzigartiges Verkaufsargument für England. „Da es ein 26-Mann-Kader ist, gibt es bestimmte Spiele, in denen Teams tief stehen und man jemanden braucht, der das Spiel öffnet“, sagte Richards. Fodens jüngste Auftritte werden seiner Sache nicht geschadet haben; die rechtzeitige Rückkehr zur Form vor der Weltmeisterschaft könnte ein Meisterstreich sein.
Die Titelgleichung ist einfach, aber angespannt. Arsenal hat eine schwierige Auswärtsfahrt zu Newcastle United vor sich, bevor es am letzten Spieltag das bereits abgestiegene Burnley empfängt. City reist derweil zu Fulham und empfängt dann West Ham. Punktverluste auf beiden Seiten könnten die Entscheidung beeinflussen, aber Arsenals Schicksal liegt in den eigenen Händen. Fodens Botschaft, dass „am letzten Spieltag alles passieren kann“, fand Resonanz wegen Citys eigener Geschichte – sowohl für denkwürdige Titelgewinne als auch dramatische knappe Niederlagen.
Citys Rotationspolitik könnte entscheidend sein. Guardiola hat die Spielminuten bei einem vollen Spielplan sorgfältig gemanagt, und Fodens Rückkehr in Form fügt eine weitere Dimension hinzu. Die Vielfalt der Angriffsoptionen bedeutet, dass Gegner sich nicht nur auf eine Bedrohung konzentrieren können. Wenn Foden dieses Niveau halten kann, könnte er nicht nur dazu beitragen, City den sechsten Premier-League-Titel in acht Jahren zu bescheren, sondern sich auch seinen Platz im Flugzeug zur Weltmeisterschaft sichern.
Vorerst bleibt der Fokus darauf, Arsenal unter Druck zu setzen. Bei zwei ausstehenden Spielen ist der Fehlerspielraum hauchdünn, aber Fodens Wiederauferstehung gibt City Hoffnung und eine rechtzeitige Erinnerung an seine Klasse. Ob es reicht, um die Gunners zu überholen, bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher: Der letzte Spieltag wird nicht ohne Dramatik auskommen. Phil Foden und Manchester City werden bereit sein, wenn sich die Gelegenheit bietet.
Basierend auf Berichten von Sky Sports.