Die Viertelfinals der FIFA-Weltmeisterschaft 2018 boten hochspannende Dramatik, als Frankreich und Belgien siegreich hervorgingen und die südamerikanischen Schwergewichte Uruguay und Brasilien eliminierten. Diese Ergebnisse ebneten den Weg für eine rein europäische Halbfinalaufstellung, was die Dominanz der UEFA-Mannschaften im Turnier unterstreicht und den Weg ins Finale neu gestaltet.
Im ersten Spiel traf Frankreich im Stadion von Nischni Nowgorod auf Uruguay. Die französische Seite kontrollierte den Ballbesitz und erspielte sich frühe Chancen, wobei N'Golo Kanté und Kylian Mbappé die uruguayische Abwehr prüften. Uruguay, das aufgrund einer Verletzung auf Stürmer Edinson Cavani verzichten musste, hatte Mühe, durchzubrechen. Frankreich brach in der 40. Minute den Bann, als Raphaël Varane nach einer Vorlage von Antoine Griezmann per Kopf traf. Kurz vor der Halbzeit parierte der französische Torhüter Hugo Lloris einen entscheidenden Schuss und bewahrte die Führung, während Diego Godín eine Großchance für Uruguay vergab.
In der zweiten Hälfte baute Frankreich seinen Vorsprung aus. Kurz nach der Stunde erzielte Griezmann, von Corentin Tolisso assistiert, von außerhalb des Strafraums das 2:0. In den letzten zehn Minuten nahm der französische Trainer Didier Deschamps zwei Auswechslungen vor und brachte Steven N'Zonzi und Ousmane Dembélé für Tolisso und Mbappé. Nach dem Spiel lobte Deschamps den Fortschritt seiner Mannschaft: „Wir haben etwas Großes gegen Argentinien geleistet und haben heute unser Niveau wieder gesteigert. Ich habe eine gute Mannschaft, die noch viel Raum für Verbesserungen hat.“
Uruguays Trainer Óscar Tabárez erkannte Frankreichs Kontrolle an und sagte: „Die Jungs haben wirklich alles gegeben, aber Frankreich konnte das Spiel sehr gut kontrollieren. Nach dem zweiten Tor klaffte eine große Lücke zwischen den Mannschaften.“ Mit diesem Sieg erreichte Frankreich zum sechsten Mal das WM-Halbfinale und baute auf seiner Erfahrung als Finalist der UEFA Euro 2016 auf.
Im anderen Viertelfinale traf Brasilien in der Kasan-Arena auf Belgien. Brasilien startete stark, Kapitän Thiago Silva traf früh den Pfosten. Belgien nutzte jedoch eine Standardsituation, als Fernandinho in der 13. Minute ein Eigentor erzielte und Belgien in Führung brachte. Kevin De Bruyne erhöhte in der 31. Minute mit einem kraftvollen Schuss von außerhalb des Strafraums nach Vorlage von Romelu Lukaku auf 2:0 und demonstrierte Belgiens klinische Abschlussstärke.
Brasilien kämpfte sich in der zweiten Hälfte zurück. Trainer Tite nahm Auswechslungen vor, darunter Roberto Firmino für Willian zur Halbzeit und später Renato Augusto für Paulinho in der 73. Minute. Augusto erzielte in der 76. Minute das erste Tor für Brasilien, aber Belgien hielt stand. Nacer Chadli musste in der 83. Minute verletzt ausgewechselt werden, Thomas Vermaelen ersetzte ihn, während Belgien das Spiel effektiv managte.
Belgiens Trainer Roberto Martinez lobte die Widerstandsfähigkeit seiner Mannschaft: „Brasilien hat so viel Finesse und man weiß, dass sie dich auseinandernehmen können. Aber ich habe keine Sekunde gedacht, dass die Spieler aufgeben würden. Sie haben etwas Besonderes geleistet, und ich hoffe, alle in Belgien sind sehr, sehr stolz.“ Brasiliens Trainer Tite reflektierte das Spiel: „Belgien war effektiver bei der Verwertung seiner Chancen. Thibaut Courtois hat auch einen echten Unterschied gemacht. Bei all dem Schmerz, den ich jetzt fühle, wenn man Fußball liebt, muss man dieses Spiel sehen.“
Diese Siege bedeuten, dass zum ersten Mal seit 2006 keine südamerikanische Mannschaft im WM-Halbfinale steht. Alle vier verbleibenden Teams – Frankreich, Belgien, Kroatien und England – kommen aus Europa, was die Stärke der UEFA-Nationen in dieser Ausgabe unterstreicht und die Erzählung des Turniers in Richtung europäischer Dominanz verschiebt.
Historisch gesehen ist Frankreichs Vorstoß ihr sechster Halbfinaleinzug bei einer Weltmeisterschaft, ihr letztes Finale war 2006. Belgiens Sieg gegen Brasilien bringt sie zum ersten Mal seit 1986 ins Halbfinale und stellt einen Höhepunkt für ihre goldene Generation von Spielern wie De Bruyne und Lukaku dar. Die Ergebnisse haben bedeutende Auswirkungen auf das Vermächtnis der Teams: Frankreich gilt aufgrund seiner Mischung aus Jugend und Erfahrung als Favorit, während Belgiens Sieg ihren Status als ernsthafte Anwärter festigt.
Mit Blick auf die Zukunft treffen Frankreich und Belgien im Halbfinale aufeinander, was ein spannendes Duell zwischen zwei offensiv ausgerichteten Mannschaften verspricht. Dieses Spiel wird entscheiden, wer ins Finale einzieht, wobei beide Teams darauf abzielen, ihren Schwung aus dem Viertelfinale zu nutzen. Basierend auf der Berichterstattung des englischen Wikinews-RSS-Feeds.