Die U17-Frauennationalmannschaft Frankreichs lieferte eine überzeugende Leistung ab und beendete die Gruppenphase mit einer makellosen Bilanz, indem sie Finnland in Coleraine mit 4:1 besiegte. Der Sieg sicherte den ersten Platz in der Gruppe B sowie die Qualifikation für die U17-Frauen-Weltmeisterschaft 2026 in Marokko und bescherte ihnen am Donnerstag in Belfast ein Halbfinale gegen Norwegen.
Les Bleuettes waren während des gesamten Turniers dominant: Nach einem 5:0-Sieg gegen Polen und einem 1:0 gegen Spanien folgte ein weiterer überzeugender Auftritt gegen Finnland. Die taktische Disziplin und die flüssige Offensive sind Kennzeichen ihrer Kampagne, wobei die Abwehr in drei Spielen nur ein Gegentor zuließ.
Das Spiel gegen Finnland wurde von der ersten Minute an kontrolliert. Margot Collin nutzte eine Reihe von Abwehrfehlern der Finninnen aus und eröffnete in der 21. Minute den Torreigen, was einen frühen Durchbruch bedeutete. Nur neun Minuten später fing Dienebou Niakaté den Ball am Strafraumrand ab und vollendete gelassen zum 2:0 – ihr erstes Tor des Wettbewerbs.
Frankreich drängte weiter und wurde kurz vor der Halbzeit belohnt, als Élise Dhalluin einen Elfmeter herausholte, den Rachael Adedini präzise zum 3:0-Pausenstand verwandelte. Die junge französische Mannschaft zeigte Reife in der Spielkontrolle, doch Finnland verkürzte in der 66. Minute durch einen Weitschuss-Freistoß, der auf einen Handfehler von Torhüterin Clélia Ducreux zurückzuführen war.
Jegliche Hoffnung auf ein Comeback der Finninnen war nur von kurzer Dauer. Adedini stellte in der 81. Minute den Drei-Tore-Vorsprung wieder her, erzielte ihren zweiten Treffer und besiegelte den 4:1-Sieg. Das Tor unterstrich die Fähigkeit Frankreichs, unter Druck zu reagieren – eine Eigenschaft, die in der K.o.-Phase entscheidend sein wird.
Mit drei Siegen aus drei Spielen hat Frankreich ein starkes Signal an die Konkurrenz gesendet. Die Offensivgefahr verteilte sich auf mehrere Spielerinnen: Collin, Niakaté und Adedini trafen allesamt. Defensiv war die Einheit trotz personeller Rotation widerstandsfähig und kassierte nur ein Gegentor.
Das Halbfinale gegen Norwegen verspricht eine harte Prüfung zu werden. Norwegen zog als Gruppenzweiter der Gruppe A ins Halbfinale ein und ist bekannt für seine physische Spielweise und organisierte Abwehr. Frankreichs Momentum und Selbstvertrauen sind jedoch hoch, und ihre Mischung aus technischem Können und taktischer Flexibilität könnte entscheidend sein.
Die Qualifikation für die U17-Frauen-Weltmeisterschaft 2026 ist ein bedeutender Meilenstein für diese Generation französischer Talente. Das Turnier, das vom 17. Oktober bis 7. November 2026 in Marokko stattfindet, wird eine Plattform für diese Spielerinnen sein, sich weiterzuentwickeln und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Für viele könnte es ein Sprungbrett zur A-Nationalmannschaft sein.
Frankreichs Trainer wird mit dem Fortschritt der Mannschaft zufrieden sein. Der Kader hat Tiefe gezeigt: Einwechselspielerinnen machten ihren Einfluss geltend, und die Startspielerinnen hielten ein hohes Leistungsniveau. Die makellose Gruppenphase ist ein Beleg für die Vorbereitung und Einstellung der Spielerinnen.
Mit Blick auf das Halbfinale wird Frankreich versuchen, seine dominante Form in die K.o.-Runden mitzunehmen. Da der WM-Platz bereits gesichert ist, kann das Team befreit und ambitioniert aufspielen. Das Spiel gegen Norwegen wird ein Gradmesser für ihre Titelambitionen sein.
Basierend auf Berichten von L'Equipe.