Französische Gesetzgeber setzen sich für strengere Maßnahmen gegen Homophobie in Fußballstadien ein. Abgeordnete der écologiste et social-Fraktion, darunter Danielle Simonnet, Sabrina Sebaihi und Jean-Claude Raux, haben einen Änderungsantrag eingereicht, der darauf abzielt, die Verantwortung der Vereine zu stärken.
Der Antrag zielt darauf ab, eine „Ergebnispflicht“ für Fußballvereine in den französischen Sportkodex zu integrieren. Dies würde von den Vereinen verlangen, aktiv daran zu arbeiten, alle Formen von Gewalt und Diskriminierung in den Stadien zu beseitigen, mit automatisierten Sanktionen für diejenigen, die diese Verpflichtungen nicht erfüllen.
Der Vorschlag wird im Rahmen eines umfassenderen Gesetzes zur Reform der Governance des professionellen Fußballs in Frankreich geprüft. Die Assemblée nationale wird voraussichtlich ab dem 18. Mai mit der Debatte über diese Gesetzgebung beginnen, was einen möglichen Weg für die Annahme des Änderungsantrags bietet.
Nach Angaben der Abgeordneten wird der Änderungsantrag zunächst vom Ausschuss für kulturelle Angelegenheiten (commission des affaires culturelles) geprüft, um seine Zulässigkeit zu bestimmen. Wenn er für zulässig befunden wird, wird er im Ausschuss debattiert und abgestimmt, um in das Gesetz aufgenommen zu werden. Sollte er in diesem Stadium nicht angenommen werden, haben die Abgeordneten zugesichert, ihn während der Plenarsitzung vorzulegen.
In einer Mitteilung betonten die ökologischen Abgeordneten, dass Homophobie in Stadien weit über die Tribünen hinausgehe. Sie argumentierten, dass ein solches Verhalten zur Normalisierung von Homophobie in der gesamten Gesellschaft beiträgt und möglicherweise zu gewalttätigen Handlungen führt. „Homophobie tötet. Straffreiheit muss enden“, erklärten sie.
Der Kern des Vorschlags besteht darin, eine klare rechtliche Verpflichtung für Veranstalter in Bezug auf Sicherheit und Respekt für alle Personen in Fußballstadien zu schaffen. Dies würde die Verantwortung fester auf die Vereine verlagern, um sicherzustellen, dass ihre Veranstaltungsorte frei von diskriminierendem Verhalten sind.
Diese gesetzgeberische Initiative folgt auf einen Gesetzentwurf (proposition de loi - PPL), der sechs Monate zuvor von derselben Abgeordnetengruppe eingereicht wurde und darauf abzielte, die Verantwortung der Vereine im Kampf gegen Homophobie zu erhöhen. Der aktuelle Änderungsantrag stellt einen strategischen Schritt dar, um diese Maßnahmen an das umfassendere Fußball-Governance-Reformgesetz anzuhängen.
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