Der SC Freiburg hat sich nach einem dramatischen 3:1-Sieg gegen Braga im Rückspiel des Halbfinals erstmals in der Vereinsgeschichte für das Europa-League-Finale qualifiziert. Die deutschen drehten eine 1:2-Hinspielniederlage und zogen mit 4:3 in der Gesamtwertung weiter ins Finale, wo sie in Istanbul auf Aston Villa treffen.
Die Partie entwickelte sich früh entscheidend zugunsten von Freiburg. Bereits in der 7. Minute sah Bragas ivorischer Mittelfeldspieler Mario Djourles die rote Karte, nachdem er den deutschen Freiburg-Stürmer Jan-Niclas Beste bei einem Durchbruch gefoult hatte. Freiburg nutzte die numerische Überlegenheit schnell aus: Verteidiger Lukas Kübler eröffnete in der 10. Minute den Torreigen, als er auf einen zweiten Ball im Strafraum reagierte.
Der Schweizer Mittelfeldspieler Johan Manzambi verdoppelte die Führung vor der Halbzeit mit einem kraftvollen Weitschuss in der 41. Minute. Kübler vollendete seinen Doppelpack in der 72. Minute, als er nach einem ruhenden Ball per Kopf traf und Freiburg endgültig in Kontrolle brachte. Obwohl Bragas spanischer Stürmer Pau Victor in der 79. Minute den Anschlusstreffer erzielte, hielt Freiburg stand und sicherte sich den historischen Einzug ins Finale.
Der japanische Nationalspieler Takuma Suzuki fiel aufgrund eines Schlüsselbeinbruchs aus und hinterließ im Mittelfeld von Freiburg eine Lücke für die entscheidende Partie.
Nach dem Schlusspfiff fiel es dem emotionalen Freiburg-Trainer Julian Schuster schwer, seine Gefühle in Worte zu fassen. „Es ist unglaublich schwer, die richtigen Worte für diesen Moment zu finden", gab er zu. „Die Gesichter der Menschen in diesem Stadion waren voller Freude und Dankbarkeit, und mir geht es genau so."
Schuster lobte die Gesamtleistung seiner Mannschaft, räumte aber auch Verbesserungsbedarf ein. „Wir haben von Anfang an wirklich gut gespielt, auch bei 11 gegen 11 hatten wir gute Chancen. Die rote Karte hat den Spielfluss verändert, und wir brauchten ein paar Minuten, um uns an die Überzahl anzupassen, aber besonders in der zweiten Halbzeit haben wir das sehr gut gemacht", sagte er. Allerdings merkte er leichte Frustration an, nicht mehr Tore erzielt zu haben, was Braga Hoffnung ließ und die Schlussminuten spannend machte.
Der Trainer erkannte auch die Gefahr an, die Braga selbst mit zehn Mann darstellte, und räumte ein, dass es Phasen des Chaos und defensive Schwierigkeiten durch ihren Angriffsdruck gab. Letztlich lobte er jedoch den Einsatz seiner Spieler. „Die Spieler haben alles gegeben und nichts zugelassen, das unseren Weg ins Finale blockieren könnte. Es war eine Leistung, die den Einzug ins Finale verdient", erklärte Schuster.
Das Europa-League-Finale findet am 20. Mai in der Vodafone Arena (in UEFA-Wettbewerben auch als Beşiktaş-Stadion bekannt) in Istanbul, Türkei, statt. Freiburg trifft auf Aston Villa, beide Vereine streben nach ihrem ersten Europa-League-Titel. Basierend auf einem Bericht von サッカーキング.