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Gyökeres' Ausgleich reicht nicht: Schweden trennt sich 2:2

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Schweden kassierte in der 95. Minute den Ausgleich und trennte sich im letzten Test vor der WM 2:2 von Griechenland. Viktor Gyökeres' Freistoßtor blieb

Schwedens letztes Testspiel vor der WM endete mit großer Frustration, als Griechenland am Donnerstag in der Nachspielzeit den Ausgleich zum 2:2 erzielte. Das Ergebnis lässt Graham Potters Team nur wenige Tage vor dem Turnierstart mit mehr Fragen als Antworten zurück, wobei defensive Probleme erneut teuer zu stehen kamen.

Nachdem sie unter der Woche gegen Norwegen mit 1:3 unterlegen waren, schienen die Schweden auf dem Weg zu einem aufmunternden Sieg, als Gustav Nilsson sie in der 69. Minute in Führung brachte. Doch sie konnten das Spiel nicht über die Zeit retten und kassierten tief in der Nachspielzeit den Ausgleich – ein weiteres Zeichen für defensive Aussetzer, die ihre Vorbereitung überschattet haben.

Das Spiel begann schlecht für Schweden, als Griechenlands Linksverteidiger Kostas Tsimikas in der 10. Minute die Führung erzielte. Er nutzte zögerliche Verteidigung aus und schob den Ball ins Netz, was den Gästen einen frühen Vorteil verschaffte und Ängste vor einer weiteren zusammenhanglosen Leistung schürte. Der Gegentreffer unterstrich den Mangel an Zusammenhalt in der schwedischen Abwehrreihe, den Norwegen zuvor so schonungslos ausgenutzt hatte.

Doch Viktor Gyökeres trat auf den Plan und glich aus, um die Kritiker vorübergehend zum Schweigen zu bringen. Bei seinem ersten Länderspieleinsatz seit Arsenals Niederlage im Elfmeterschießen gegen Paris Saint-Germain im Champions-League-Finale schlenzte der Stürmer in der 53. Minute einen präzisen Freistoß über die griechische Mauer ins Netz. Das Tor war eine deutliche Erinnerung an seine Weltklasse-Qualität und bot einen Vorgeschmack auf das, was er bei der WM beitragen kann, unterstrich aber auch Schwedens übermäßige Abhängigkeit von Einzelmomenten.

Nach dem Ausgleich gewann Schweden an Schwung, und der eingewechselte Taha Ali sorgte für den kreativen Funken, der zum vermeintlichen Siegtreffer führte. Alis energischer Lauf und perfekt gewichteter Pass ermöglichten Nilsson den Treffer aus kurzer Distanz, was bei den Heimfans Jubel auslöste. Für eine kurze Phase zeigte Potters Team die Kontrolle und Entschlossenheit, die gegen Norwegen gefehlt hatte.

Doch Griechenland gab nicht auf. Flügelspieler Giorgos Masouras schlug in der 95. Minute zu und schob eine Hereingabe nach einem schnellen Konter flach ins Tor, während die schwedische Abwehr schlief. Der späte Zusammenbruch spiegelte die defensive Zerbrechlichkeit wider, die sich unter Potter in Schwedens Spiel eingeschlichen hat – er musste nun in zwei Testspielen fünf Gegentore hinnehmen.

Das Ergebnis markiert ein enttäuschendes Ende der schwedischen Vorbereitung. Potter, der englische Trainer, der das Nationalteam wiederbeleben soll, hat seine Autorität noch nicht durchgesetzt. Es gab zwar Ansätze von Offensivfluss, aber die Unfähigkeit, Spiele zu kontrollieren und Führungen zu verteidigen, bleibt eine große Sorge vor einem großen Turnier.

Gyökeres' Beitrag war ein Lichtblick, aber es schweben Fragen über die mentale Stärke des Teams. Gegentore in der Schlussphase in Freundschaftsspielen können als experimentell abgetan werden, aber das Muster, Punkte aus Siegpositionen zu verlieren, ist alarmierend. Das schwedische Lager wird wissen, dass solche Aussetzer bei der WM fatal sein könnten.

Schwedens WM-Gruppe ist machbar, aber voller potenzieller Fallstricke. Sie beginnen ihre Kampagne am 14. Juni gegen Tunesien, bevor sie auf ein wiedererstarktes Niederlande und eine technisch begabte japanische Mannschaft treffen. Wiederholen sie die defensiven Fehler aus den Spielen gegen Norwegen und Griechenland, könnte ihr Turnieraufenthalt kurz sein. Potter muss schnell eine Lösung finden, möglicherweise durch Anpassung des Mittelfeldschilds, um die Abwehrkette besser zu schützen.

Der späte Ausgleich wird schmerzen, aber das große Ganze erfordert eine schnelle Neuausrichtung. Der Kader hat unbestreitbares Talent, mit Gyökeres, der spielentscheidende Momente liefern kann, aber die Teamstruktur muss verbessert werden, um ihn zu unterstützen. Potter und sein Trainerteam sind im Wettlauf gegen die Zeit, um die Defensive zu festigen und Disziplin im Spielmanagement zu verankern.

Für Schweden wird die Reise von der Vorbereitung zur Leistung in der gnadenlosesten Umgebung getestet. Das Unentschieden gegen Griechenland dient sowohl als Warnung als auch als Gelegenheit zum Lernen – wenn die Lehren gezogen werden, können sie bei dem Turnier noch Eindruck hinterlassen. Wenn nicht, droht ein weiteres frühes Aus.

Basierend auf Berichten von L'Équipe.