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Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrtschiff: 6 Fälle, 3

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WHO bestätigt 6 Hantavirus-Fälle auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius, darunter 3 Todesfälle. Der Andes-Virusstamm wurde identifiziert, das Schiff ist auf dem

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen Hantavirus-Ausbruch an Bord des Kreuzfahrtschiffs MV Hondius im Atlantischen Ozean bestätigt. Stand 8. Mai meldeten Gesundheitsbehörden insgesamt acht Verdachtsfälle, von denen sechs durch Labortests als Hantavirus-Infektionen bestätigt wurden. Alle bestätigten Fälle wurden als durch den Andes-Virusstamm verursacht identifiziert.

Der Ausbruch hat drei Todesopfer gefordert, was einer Sterblichkeitsrate von 38 % unter den gemeldeten Fällen entspricht. Zu den Opfern gehören ein niederländisches Ehepaar und eine deutsche Frau, die Passagiere an Bord waren. Das Schiff, das unter niederländischer Flagge fährt und etwa 150 Personen einschließlich der Besatzung an Bord hat, befindet sich derzeit auf dem Weg zur spanischen Insel Teneriffa auf den Kanarischen Inseln.

Die WHO hat das globale Risiko durch dieses Ereignis als gering eingestuft, das Risiko für Passagiere und Besatzung an Bord des Schiffes jedoch als moderat eingestuft. Gesundheitsbehörden überwachen die Situation weiterhin und werden ihre Risikobewertung bei Bedarf aktualisieren. Sonderflüge werden arrangiert, um Passagiere und Besatzungsmitglieder nach Ankunft des Schiffes in ihre Heimatländer zu transportieren.

Hantavirus ist eine seltene Krankheit, die sich typischerweise durch Kontakt mit infizierten Nagetieren verbreitet. Der Andes-Stamm ist jedoch bemerkenswerterweise die einzige bekannte Variante, die eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ermöglicht, was in der geschlossenen Umgebung eines Kreuzfahrtschiffs besondere Besorgnis hervorruft.

In verwandten Nachrichten gab das Pharmaunternehmen Moderna bekannt, dass es bereits vor diesem Ausbruch an Hantavirus-Impfstoffen geforscht habe. Die Forschung des Unternehmens befindet sich in einem frühen Stadium und umfasst eine Partnerschaft mit dem U.S. Army Medical Research Institute of Infectious Diseases und dem Vaccine Innovation Center des Korea University College of Medicine. Moderna erklärte, diese Arbeit sei Teil einer umfassenderen Strategie zur Entwicklung von Maßnahmen gegen neu auftretende Infektionskrankheiten.

Basierend auf Berichten von g1.