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Hearts-Spieler missbraucht: Polizei ermittelt wegen Celtic

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Hearts kontaktiert Polizei wegen 'beschämendem' Missbrauch von Spielern nach Platzsturm, der Celtics Titelgewinn überschattet. Verein fordert Maßnahmen zum

Der letzte Spieltag der Scottish Premiership endete im Chaos, als Hearts-Spieler während eines Platzsturms im Celtic Park missbraucht wurden. Ein dramatisches Titelrennen endete mit Celtics fünfter Meisterschaft in Folge, doch die Feierlichkeiten wurden von beunruhigenden Szenen überschattet, die die Gäste zwangen, vor dem Schlusspfiff das Feld zu verlassen.

Hearts ging in das Spiel wissend, dass ein Sieg ihren ersten Ligatitel seit 1960 bringen würde, eine 64-jährige Durststrecke beenden und die Vormachtstellung der Old Firm in der schottischen Topliga brechen würde. Stattdessen löste eine 3:1-Niederlage – besiegelt durch Callum Osmands Treffer in der Nachspielzeit – einen Massensturm der Heimfans aus, bei dem Hunderte von Fans den Platz stürmten, um zu feiern. Was folgte, wurde schnell hässlich.

Augenzeugenberichte und Videomaterial zeigten, dass Hearts-Spieler mit verbaler und körperlicher Aggression angegriffen wurden. Einige wurden direkt konfrontiert, sodass Ordner und Polizei eingreifen mussten. Die Atmosphäre im Stadion wurde so bedrohlich, dass der Hearts-Kader unter Trainer Derek McInnes in die Kabine flüchtete und nicht zurückkehrte. Das Spiel wurde nie wieder angepfiffen, was zu Verwirrung führte, ob es offiziell beendet war.

Fast fünf Stunden nach den letzten Szenen veröffentlichte Hearts eine scharf formulierte Stellungnahme, in der die 'beschämenden' und 'schändlichen' Ereignisse verurteilt wurden. Der Verein meldete 'schwere körperliche und verbale Misshandlungen gegenüber unseren Spielern und Mitarbeitern, sowohl auf dem Platz als auch anderswo' und bezeichnete die Behandlung als 'zutiefst beunruhigend'. In Zusammenarbeit mit Police Scotland wurde eine Untersuchung eingeleitet, und der Edinburgher Klub versprach, die Sache weiterzuverfolgen.

„Angesichts der bedrohlichen und einschüchternden Atmosphäre im Stadion blieb unserem gesamten Personal keine andere Wahl, als sofort zu gehen, ohne die Medienpflichten nach dem Spiel zu erfüllen“, hieß es in der Stellungnahme. Hearts entschuldigte sich bei den Medienpartnern, betonte jedoch, dass die Sicherheit von Spielern und Mitarbeitern oberste Priorität habe. Das Chaos kostete den Spielern auch die Gelegenheit, ihren mitgereisten Fans zu danken, die der Klub als 'großartig … sensationell in jeder Hinsicht' lobte.

Celtics Reaktion war auffallend zurückhaltend. Trainer Martin O'Neill, der das Team gerade zum Titel geführt hatte, sagte, er wisse nichts von spezifischen Misshandlungen gegen Hearts-Personal. 'Ich berufe mich nicht auf den fünften Zusatzartikel, ich weiß es am Ende des Tages nicht, aber wenn einige Hearts-Spieler angegangen wurden, dann ist das überhaupt nicht richtig', sagte O'Neill. Er gab zu, dass er versucht hatte, Fans vom Platz zu drängen, da er glaubte, das Spiel sei noch nicht vorbei. Kapitän Callum McGregor spielte den Platzsturm in ersten Interviews ebenfalls herunter.

Der Vorfall hat die Debatte über Fanverhalten und Stadionsicherheit im schottischen Fußball neu entfacht. Hearts forderte 'die stärksten möglichen Maßnahmen' von den Behörden, um Spieler zu schützen und die Integrität des Spiels zu wahren. Die Scottish Professional Football League und Celtic gaben zunächst keine Stellungnahmen ab, was ihnen Kritik für ihr Schweigen einbrachte.

Für Hearts trägt das bittere Ende einer bemerkenswerten Saison einen doppelten Stachel. Neben dem verpassten historischen Titel wurde den Spielern auch der Moment verwehrt, den Fans zu danken, die sie während einer Saison unterstützt hatten, die weltweit die Fantasie beflügelte. Die Stellungnahme des Klubs zollte McInnes, seinem Stab und dem Kader Tribut und betonte, dass keiner die 'schändlichen Szenen, die sich abspielten' verdient habe.

Historische Parallelen sind unvermeidlich. Der schottische Fußball kämpft seit langem mit Zuschauerausschreitungen, und dieser jüngste Brennpunkt an einem der bekanntesten Spielorte des Landes wird die Kritik nur verstärken. Da Bilder weltweit verbreitet werden, könnten die Auswirkungen über die Landesgrenzen hinaus spürbar sein und den Ruf der Liga schädigen.

Während die Ermittlungen fortgesetzt werden, richtet sich der Fokus nun darauf, welche Konsequenzen folgen werden. Mögliche Sanktionen für Celtic reichen von Geldstrafen bis hin zu teilweisen Stadionschließungen, obwohl die SPFL in solchen Strafen eine inkonsistente Bilanz aufweist. Für Hearts bleibt die Priorität, für Rechenschaft zu sorgen und eine Wiederholung zu verhindern, aber die emotionalen Narben eines Tages, der Ruhm versprach und Schande brachte, werden bleiben.

Die kommenden Tage werden wahrscheinlich weitere Stellungnahmen und möglicherweise Disziplinarverfahren bringen. Vorerst muss sich der schottische Fußball damit auseinandersetzen, wie eine Titelparty in eine Episode ausartete, die Hearts zu Recht als Peinlichkeit bezeichnete.

Basierend auf Berichterstattung des Guardian.