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Infantino kritisiert Selbstzufriedenheit der USA im Fußball

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FIFA-Präsident Gianni Infantino hinterfragt, warum die USA damit zufrieden sind, in der weltweit beliebtesten Sportart nur auf Platz 20 zu rangieren, während

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat am Dienstag bei einem Auftritt auf der Milken Institute Global Conference in Los Angeles die fußballerische Stellung der USA kritisiert und hinterfragt, warum eine Nation mit solchen Ressourcen mit dem 20. Platz in der FIFA-Weltrangliste zufrieden ist. Seine Äußerungen erfolgten, während er die erweiterte 48-Team-WM 2026 als transformatives Ereignis positionierte, das höhere Standards erzwingen und Investitionen weit über die traditionellen europäischen Hochburgen hinaus anziehen wird.

Infantinos Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, da sich die USA auf die gemeinsame Ausrichtung des Turniers 2026 mit Mexiko und Kanada vorbereiten – eine Drei-Nationen-Bewerbung, die die größte WM aller Zeiten verspricht. Trotz wachsender Popularität des Fußballs im Inland und einer rekordverdächtigen Zuschauerzahl bei der WM 2022 in den USA kämpft die US-Männernationalmannschaft darum, in die globale Elite vorzudringen, und scheitert immer wieder in K.o.-Runden. Infantinos Bemerkungen unterstreichen die anhaltende Kluft zwischen der kommerziellen Stärke Amerikas und seinen Ergebnissen auf dem Platz.

„Wir wollen nicht, dass Investoren nur an einem Ort investieren“, sagte Infantino und paraphrasierte seine Konferenzrede. „Wir wollen echten Wettbewerb, denn das hilft allen zu wachsen.“ Der FIFA-Boss verknüpfte das erweiterte Format mit der Verringerung der Kluft zwischen den Nationen und argumentierte, dass 48 Teams sinnvollere Begegnungen schaffen, neue Märkte erschließen und traditionelle Mächte zu Innovationen zwingen.

Die WM 2026 wird die erste mit 48 Nationen sein, eine Änderung, die Infantino als Motor für globale Entwicklung vorantreibt. Kritiker warnen, dass die Änderung die Qualität verwässert, doch Infantino sieht darin eine Chance, den Sport in unterrepräsentierten Regionen, insbesondere in Amerika, zu fördern. Die USA, so deutete er an, müssten nun ihren Fortschritt beschleunigen oder riskieren, auf heimischem Boden zurückgelassen zu werden.

Für den US-Fußballverband ist die Botschaft ein Weckruf. Der Verband hat massiv in Jugendakademien und die MLS investiert, aber der konstante Status in den Top 20 deutet auf die Notwendigkeit tieferer struktureller Veränderungen hin. Infantinos Darstellung der erweiterten WM als „Investitionsmagnet“ könnte US-Ligen unter Druck setzen, die Standards zu erhöhen und mehr Talente anzuziehen, um mit der europäischen Elite zu konkurrieren.

Die Geschichte der WM-Erweiterungen zeigt gemischte Ergebnisse. Der Wechsel zu 32 Teams im Jahr 1998 erhöhte die globale Teilnahme, änderte aber das Kräfteverhältnis nicht grundlegend. Infantinos Vision für 48 Teams geht weiter und zielt explizit darauf ab, die Finanzströme im Fußball zu demokratisieren. Seine Äußerungen in Milken – einer Versammlung von Ökonomen und Milliardären – signalisieren, dass die FIFA nicht-traditionelle Investoren umwirbt, um die Entwicklung in Asien, Afrika und Amerika zu finanzieren.

Für die USA stehen die Einsätze hoch. Als Gastgebernation werden sie enormer Kritik ausgesetzt sein. Wenn die US-Männermannschaft nicht weit ins Turnier vordringt, könnte sich Infantinos Kritik selbst erfüllen. Umgekehrt würde eine starke Leistung die Strategie bestätigen, das Turnier auszurichten und gleichzeitig in das Wachstum an der Basis zu investieren.

Infantinos Auftritt in Los Angeles, einer Stadt, die mehrere Spiele der WM 2026 austragen wird, war kein Zufall. Indem er die USA in ihrem eigenen Hinterhof herausfordert, stellt er die bevorstehende WM nicht als Feier, sondern als Schmelztiegel dar – einen, der Ehrgeiz von einer Nation fordert, die sich allzu oft mit Mittelmäßigkeit in der weltweiten Nummer-eins-Sportart zufriedengibt.

Das erweiterte Turnier wird 16 weitere Teams umfassen, das erste Spiel ist für Juni 2026 geplant. Infantinos Worte werden wahrscheinlich im Vorstandszimmer des US-Fußballverbandes nachhallen, während dieser die Vorbereitungen für einen Wettbewerb abschließt, der die globale Landschaft des Sports neu definieren könnte.

Basierend auf Berichterstattung von Fútbol.